30.03.2012, 16:00 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

35 Kommentare

„Defi-Sponsoring“: Richtig gutes Geschäft mit gutem Zweck

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Fühlen sich von der Firma defiMED total über den Tisch gezogen: Ariane Hüttemann, Petra Heuwold, Roger Trint und Gudrun Balewski (v.l.n.r.) sollen ein weiteres Mal für den Defibrillator im Sportzentrum Süd jeweils Beträge um 1.000 Euro oder mehr hinblättern.

„Lebensrettung durch Sponsoring“, das klingt bestens, fanden auch etwa 30 Unternehmen, als sie von der Firma defiMED angefragt wurden, ob sie einen Defibrillator für das Sportzentrum Süd sponsern würden. „Defis“ sind im Prinzip „kinderleicht“ zu bedienen und können – bei Herzkammerflimmern eingesetzt – den so genannten plötzlichen Herztod vermeiden. Eine überaus sinnvolle Apparatur also, nicht umsonst schaffte der Werkzeugkisten-Verein aus dem Erlös der Werkzeugkiste 2011 sechs Defibrillatoren für Dörper Sportvereine und das Gartenhallenbad an.

Im Falle des Sponsoren-Defis im Sportzentrum Süd liegt die Sache jedoch etwas anderes: Hier wird mit der guten Sache ganz offensichtlich auch ein gutes Geschäft gemacht; und zwar ein richtig gutes: Kostet ein Defibrillator im Durchschnitt etwa 1.200 Euro, so akquiriert die Firma defiMED durch ihr geschäftsträchtiges Sponsoren-Modell von durchschnittlich 30 Sponsoren circa 24.000 Euro – nicht schlecht, oder?! Aber es kommt noch „besser“! Der genannte Betrag bezieht sich nur auf drei Jahre; Firmen, die ihren Sponsoren-Vertrag mit defiMED derweil nicht gekündigt haben, werden anschließend noch einmal für weitere drei Jahre zur Kasse gebeten. Summa summarum macht das also eine Sponsoren-Einnahme von etwa 48.000 Euro für defiMED aus – für ein Gerät das – wie genannt – nur um die 1.200 Euro in der Anschaffung teuer ist, wohlgemerkt!

Dass Gudrun Balewski (Blumen Balewski), Ariane Hüttemann (Dachdeckerei Hüttemann), Petra Heuwold (Heizung & Sanitär Heuwold ) oder auch Roger Trint (Salon Trint) ziemlich sauer waren, als sie kürzlich Post von defiMED erhielten, ist nachvollziehbar. Zumal die Berliner Firma mit dem sympathischen Slogan „Lebensrettung durch Sponsoring“ die Geschäftsleute aus dem CW-Land in ihrem Schreiben für die nächsten drei Jahre mit Beträgen zwischen 700 und rund 1.000 Euro zur Kasse bat – ihr Fehler: Sie hatten es versäumt, den Vertrag mit defiMed spätenstens sechs Monate vor Ablauf zu kündigen. Geschäftsfrau Gudrun Balewski ist fassungslos: „Das ist doch Abzocke“, zeigt sich die Küllenhahnerin gegenüber der CW entsetzt: „Ich fühle mich absolut über den Tisch gezogen.“ Sein soziales Engagement sieht auch Roger Trint total missbraucht: „Das ist ein schlechtes Spiel mit einem guten Zweck“, urteilt der Friseurmeister von der Hahnerberger Straße: „Hier wird mit dem guten Willen schlichtweg Kasse gemacht.“

Mit ihrer Kritik an der geschäftstüchtigen defiMed-Praxis stehen die Dörper Geschäftsleute keineswegs allein. Ein kurzer Blick ins Internet reicht und es wird klar, worum es bei der „Lebensrettung Marke defiMED“ geht: „Abzocke mit gutem Zweck“ titelt ein Bericht des Online-Portals „Main-Netz“; „Aufgepasst – Firma defiMED vetreibt Defbrillatoren mit Knebelverträgen“, warnt der Kreissportbund Kleve, und von einer „Lizenz zum Geld verdienen“ schreibt volksfreund.de. Auch Hartmut Eulner, Leiter der Friedrich-Bayer-Realschule (FBR), ist überhaupt nicht gut auf defiMED zu sprechen: „Ich bin stinksauer“, sagt der FBR-Leiter, „wir haben uns jetzt beraten lassen, was wir dagegen unternehmen können“.

Dass er vor drei Jahren nichtsahnend ein Empfehlungsschreiben für die Defi-Aktion unterschrieb, hat Hartmut Eulner längst bereut: „Ich habe der Firma vor 14 Tagen schriftlich mitgeteilt, dass wir ihr nie eine Genehmigung erteilt und keine Verträge unterschrieben haben“, stellt der Schulleiter klar: „Es gibt nichts mehr von uns!“ Gelassen gibt sich derweil Sachbearbeiter Andreas Möllert: Das Geld sei ja auch für die Werbetafeln rund um das Defibrillator-Gerät, begründet der defiMED-Sachbearbeiter die horrenden Kosten: „Das wird den Kunden auch so erklärt“, so der Mitarbeiter der Berliner Firma auf CW-Nachfrage. defiMED-Geschäftsführerin Dagmar Gollin war indes auf zwei telefonische Anläufe unserer Zeitung nicht zu erreichen.

Die betroffenen Geschäftsleute aus dem CW-Land wollen ihre dubiosen „Aufträge“ erst einmal nicht bezahlen; vielmehr wollen sie bei der Stadt um Rat nachsuchen, ob und wie sie aus den „Abzocke-Verträgen“ rauskommen können. Seitens der Polizei Wuppertal hieß es unterdessen, dass die defiMED (leider) rein rechtlich betrachtet, wohl nicht zu beanstanden seien. Moralisch aber, so finden Gudrun Balewski, Ariane Hüttemann, Petra Heuwold, Roger Trint & Co., ist das defiMED-Geschäftsmodell vollkommen unter der Gürtellinie!

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Lesermeinungen zu diesem Artikel

  1. Christoph Kub
    30.04.2012, 01:24 Uhr   |   Direktlink

    Wie sich die Bilder gleichen. In Wachenheim an der Weinstraße
    Haben sie es schon mit Fernsehesendungen wie Frontal21 etc, probiert?
    Wenn sich viele zusammenschliessen, kann das was werden.
    Mit freundlichen Grüßen
    Christoph Kub

  2. DurstigerDurst
    14.08.2012, 21:02 Uhr   |   Direktlink

    Es sind nicht nur Anschaffungskosten des Defis!

    Und klar, verdient das Unternehmen Geld daran!!! SO WIE DIESE ZEITUNG AUCH GELD VERDIENT. Davon Leben Menschen, vom Geld verdienen. Oder meinen Sie man kann Rechnungen bezahlen indem man zur Versicherung etc. geht und sagt wie spendabel man doch ist?!?! Seien wir realistisch. Die Werbeflächen sind NIE voll besetzt! Es sind im Höchstfall 9000 Euro drauf. Eher 7500! Und das ist nichts als die Wahrheit.
    Der Vertreter fährt TÄGLICH ca 300 bis 400km mit dem Auto (eigenes), daher gibt es eine relativ gute provision. (wertverlust, Diesel etc kann man nicht mit lachen bezahlen) Lohn, will der Vertreter dann auch haben, er muss nämlich auch Rechnungen zahlen und arbeitet i d R 12 Stunden am Tag! SIE AUCH?!?!?!
    Der Defi kostet 1900€! Ab 7500€ Auftragswert werden es auch 2! Die Wartung, Versicherung, Layout, Druck, Versand, Montage, Briefkontakte FÜR 3 JAHRE übernimmt Defimed. Die Leute dazwischen müssen auch bezahlt werden. (Büro, Druckerei und und und) IN WELCHER WELT LEBT IHR!?!?!?!
    Realität ist und bleibt: JEDE FIRMA MUSS GELD VERDIENEN. Oder habt ihr schonmal ne Packung Aspirin geschenkt bekommen???? Ratiofarm wird euch was scheißen, zu Recht. In diesem Sinne!….

    PS: ABER wenn EINE zeitungsanzeige 400€ FÜR EINEN Tag kostet, wo NUR der Verlag/die Zeitung sich dumm und dämlich dran verdient, dann ist das ok?! DAS HIER ist nichts anderes als eine Konkurrenz Angst. Weil viele erkannt haben dass das Medium Zeitung über kurz oder lang als Werbung enorm nachlässt, und somit das Interesse der Firmen! BAUERNFANG! Gute Zeitung…. (Das Kommentar wird bestimmt gelöscht, oder soll ich ZENSIERT schreiben?!!)

  3. nikr66
    23.08.2012, 14:23 Uhr   |   Direktlink

    Auch ich fühle mich völlig über den Tisch gezogen. Das Geschäft mit der Gesundheit das an das Mitgeühl appelliert, ist eine reine Geldmaschine.
    Bei uns auf Föhr ist im Übrigen die gesamte Fläche verkauft. Da kann man mit Sicherheit von einer Summe zwischen 20000 und 25000 Euro sprechen.
    Ich unterschrieb damals auch den Vertrag und kündigte nich rechtzeitig. Kein Mensch denkt mehr an diese Sache und plötzlich per Einschreiben!! fliegt die nächste Rechnung für die nächsten 3 Jahre ins Haus. Mein Mietvertrag läuft im nächsten Frühjahr aus, diesen Umstand hatte ich auch mit dem damaligen Vertreter besprochen und er sicherte mir zu, darauf Rücksicht zu nehmen.
    Seltsamerweise wusste man bei meinem 1. Anruf bei defiMed davon, und meinte, dass ich aus dem Vertrag kommen würde. Ich solle meine Kündigung mit dem gegebenen Sachverhalt schicken. Dies habe ich getan und prompt heute wieder ein Einschreiben erhalten. Das besagt, dass ich nicht aus dem Vertrag komme, man wisse nichts davon, dass ich damals die Begebenheit mit dem Mietvertrag geäußert hatte. Und ich soll jetzt für entstandene Kosten von 1000 Euro aufkommen. Das ist eine Unverschämtheit. Vielleicht könnte man sich zusammenschließen und gegen diese dubiose Firma vorgehen?

  4. Holger72
    05.09.2012, 17:40 Uhr   |   Direktlink

    Vertrag und Verlängerung nicht durchgelesen? Steht doch fett dabei und unter WICHTIG. Ich habs gesehen und der Vertreter hat es dann einfach gestrichen und auf meiner Ausfertigung nochmal mit Signatur gestrichen. Habe heute mitgemacht und finde die Sache nicht schlecht. Besser als ein Tagesblatt oder ne dämliche Landkarte …. aber das muss jeder selber entscheiden. Ich habe mich vorher erkundigt und trotzdem heute mit gemacht. Klar, ist echt ärgerlich und teuer wenn man nun nochmal Geld liegen lässt obwohl man eig nicht mehr drauf wollte =/ das kann ich mir denken. LG Holger

  5. Susanna Pestel
    16.09.2012, 10:15 Uhr   |   Direktlink

    ich habe ebenfalls mit diesem Verein Ärger,deshalb habe ich mich an die Öffentlichkeit gewandt und suche nun Betroffene Mitstreiter…

  6. Sunshine
    19.09.2012, 21:36 Uhr   |   Direktlink

    das hört sich zwar an wie Betrug aber die Vereine die sich auf solche Lebensrettungssachen einlassen wissen ja was da gemacht wird dass es da um Werbung geht,
    Werbung so ist ja auch Schweineteuer dann bezahlt man halt so ne Werbung und davon haben Unternehmen was fürs Image und der verein bekommt einen Defi und diese Defis der Firma defimed haben auch schon ein paar Leuten das Leben gerettet
    und das war genau das selbe Webung+ Defi
    es wird nur über schlechte Erfahrungen berichtet aber das genau solche Aktionen Menschen geretten hat wird nie erwähnt
    schade

  7. Dr. Klaus Hölting
    07.10.2012, 09:43 Uhr   |   Direktlink

    Ich fühle mich ebenfalls durch diese Firma betrogen, die mir
    schon mehrmals Mahnungen/Zahlungsaufforderungen geschickt hat. Hier ist es allerdings so, dass Defimed die Tafel und
    den Defirillator noch nicht einmal aufgestellt hat, geschweige das das Ordnungsamt der zuständigen Gemeinde etwas davon weiß. Hat jemand schon Erfahrungen darüber, ob einem ein Anwalt oder der Verbraucher helfen kann, oder gibt es einen überregionalen Zusammenschluß von Betrogenen, die gegen Defimed strafrechtlich vorgehen ??

  8. Dr. Klaus Hölting
    07.10.2012, 16:35 Uhr   |   Direktlink

    Weiß jemand ansonsten, ob es im deutschen Fernsehen schon
    Beiträge über defimed gegeben hat ( frontal, monitor, akte 21,… )?

  9. elvira doehr
    04.11.2012, 18:45 Uhr   |   Direktlink

    04.11.2012
    Warnung an alle!
    Auch wir fühlen uns über den Leisten gezogen von der Firma
    defiMED und deren Mitarbeiter/innen. Wir würden auch gerne
    auf diese zwar rechtlich scheinbar korrekten aber moralisch
    völlig fragwürdigen Geschäftsmethoden dieser Firma aufmerksam
    machen und andere davor warnen, Verträge abzuschließen wie wir es getan haben. Ich bin der Meinung, daß das öffentlich gemacht werden muß. Bei uns im Stadtteil wurde uns vorgegaukelt, die Kirchengemeinde bzw. der Pfarrer empfehle das Ganze und viele der Kollegen unserer Interessengemeinschaft seien auch mit dabei. Ich war leider
    zu gutgläubig und habe zu spät gemerkt, auf welch unseriösen Vertrag ich da hingefallen bin.
    Wer interssiert sich weiter dagegen vorzugehen?
    fieberkurve.pflege@arcor.de
    Ambulanter Pflegedienst aus Oberhausen

  10. Mathias Drews
    26.12.2012, 10:09 Uhr   |   Direktlink

    Hallo Mitbetroffene,
    hier wird viel geschimpft aber gibt es denn auch einen vernünftigen Ausweg? Ich habe mitlerweile Post vom Rechtsanwalt bekommen. Gibt es bereits einen Anwalt, der sich der Sache angenommen hat und Chancen sieht da raus zu kommen? Bei mir ist es so, da ist einfach das Kündigungsschreiben nicht angekommen und nun wollen die wieder 2 Jahre Geld haben.
    Wer mir helfen kann bitte kurz an meine Email: mathias.drews@wuerttembergische.de
    Danke und trotzdem schöne Feiertage, Mathias Drews

  11. HungrigerHunger
    24.02.2013, 20:45 Uhr   |   Direktlink

    @DurstigerDurst
    Das Sie genau unter einem Bild einer vollbesetzten Tafel schreiben das diese NIE voll besetzt seien zeigt deutlich in welcher Welt Sie offensichtlich leben.
    Tatsächlich kann man aber davon ausgehen das die Werbeflächen in der Regel nicht voll ausgelastet sind. Ihre Angaben sind, zieht man einen Querschnitt der im Netz verfügbaren Bilder zugrunde, dann aber doch etwas tiefgestapelt.
    Das der Vertreter/defimed Geld verdienen will ist ja auch legitim. Nur scheint die Differenz von mehreren hundert Prozent halt ziemlich hoch. Und wenn Ihnen 12 Stunden Arbeit am Tag zuviel sind suchen sie sich einen anderen Job, aber argumentieren Sie nicht damit. Gerechnet an ihrer Provision/Lohn arbeiten Millionen von Menschen mit weitaus geringerem Stundenlohn nämlich 25 Stunden am Tag.

    „Ab 7500€ Auftragswert werden es auch 2!“ Das heisst im Sportzentrum Süd hängen jetzt zwei ?

    „Die Wartung, Versicherung, Layout, Druck, Versand, Montage, Briefkontakte FÜR 3 JAHRE übernimmt Defimed.“
    Worin besteht die Wartung bitte genau ? Was kosten denn die von Ihnen beschriebenen Punkte das sie 500% Aufschlag rechtfertigen ?

    „Realität ist und bleibt: JEDE FIRMA MUSS GELD VERDIENEN“

    Realität ist und bleibt aber auch das sich viele von Ihnen bzw. defimed über den Tisch gezogen fühlen. Finden Sie das nicht seltsam ?
    Realität ist und bleibt das wir hier immer von EINER Tafel im MONAT ausgehen. Wie realistisch ist es das Sie nur EINE Tafel verkaufen ?
    Realität ist und bleibt das ihr Geschäftmodell darauf abzielt Gewerbetreibende ohne Widerufsrecht in einen Vertrag zu reden. Wenn ihr Anliegen so ehrenwert ist dann räumen sie doch ihren Vertragspartnern ein Widerufsrecht wie Endverbrauchern ein.
    Realität ist und bleibt das Sie unter dem Verlust der Selbigen leiden wenn Sie glauben das ihre Werbetafeln werbewirksamer als Zeitungsanzeigen/Einlagen, Trikotwerbung, Anzeigen in Turnierheften ect.pp. sind.

  12. DonEd
    13.05.2013, 17:31 Uhr   |   Direktlink

    Hallo Zusammen,

    kann leider auch nichts gutes über Defimed berichten.
    Uns wurde die Tafel hauptsächlich als lukrative Werbemaßnahme empfohlen, die zusätzlich noch einen guten Zweck erfüllt. Erst hieß es an der Kirche dann wurde von einem Pfarrbüro gesprochen (vor dem bereits 3 Schautafeln hängen) und nun ist das Ding in geschlossenen Räumen im Flur des Pfarrbüros. Wer soll es da sehen? Nicht mal die Kirchenbesucher kommen dort hinein!!!
    Kann man da noch von einer Werbemaßnahme sprechen?

  13. Musti
    02.06.2013, 23:57 Uhr   |   Direktlink

    hallo,2010 hab ich leider auch diesen vertrag unterschrieben und bezahlt, ende 2011 hab ich mein geschäft aufgegeben, jetz hab ich mitlerweile nach den rechnungen auch ein brief vom Anwalt von defimed bekommen,
    im februar wo ich das erste brief bekommen hab mit dem korrektur hab ich gleich bei denen angerufen, und den herrn am telefon mit geteilt dass ich mein laden schon über ein jahr aufgegeben hab,daraufhin hat er gemeint ich soll mein gewerbeabmeldung schicken und dann passt es, eben nicht, ich geh diese woche zum Rechtsanwalt, mal schauen was er dazu meint, ich find das eine frechheit, noch mal für eine werbung zu zahlen der mir nix und garnix bringt, ich hab ja das geschäft nicht mehr…

  14. Dr. W. Gion
    16.08.2013, 15:24 Uhr   |   Direktlink

    Sehr geehrte Leser,
    vor 2 Tagen habe ich unter Zeitdruck und im Glauben, unserem Vereinsleben etwas Gutes zu tun, den sehr unvollständig von einem Mitglied der örtlichen Gemeinde erläuterten Vertrag kurzerhand vertrauensvoll unterzeichnet, leider ganz gegen meine Gewohnheit, erst genau zu lesen. Am Abend wurde mir dann klar, daß es sich nicht um eine einmalige Spende, sondern um einen 3-Jahres-Werbelaufzeitvertrag mit auffälliger Kündigungsfrist handelte. Heute schickte ich den Widerruf per Einschreiben mit Rückschein, nachdem meine email-Anfrage von der Firma Defimed GmbH bisher nicht beantwortet worden ist und die telefonische Erreichbarkeit bei einem Anrufbeantworter endete. Das sollte mich vor unbeabsichtigten Kosten bewahren.
    Der Vorstand des Sportvereins hatte wohlmeinend das Sponsoring in die Wege geleitet. Jetzt ist er bereits mit vielen warnenden Anrufen sponsorenwilliger Personen und Betriebe konfrontiert worden und bedauert diesen unglücklichen Fehlgriff sehr.
    Danke für die vielen Kommentare, die mir eine Einschätzung der Strategie dieser sehr zweifelhaften Firma erleichtert hat.

  15. Michael Booms
    06.10.2013, 17:06 Uhr   |   Direktlink

    Sehr geehrte Leser,
    die Firma Defimed Lebensrettung durch Sponsoring Gmbh aus Berlin hat mich verklagt. Die Firma wollte die 2. Rate eines Vertrages. Nach genauer Überprüfung des Vertrages ist mir aufgefallen, das im Vertrag eine andere Firma als Vertragspartner steht. Die Klage wurde mit Urteil vom 02.10.2013 abgewiesen. Das Gericht ist meiner Argumentation gefolgt. Im Vertrag fehlen diverse Angaben, welche eine GMBH angeben muß. Wenn im Vertrag steht : Auftragnehmer Defimed GmbH = ist das nicht die Defimed Lebensrettung durch Sponsoring Gmbh. Eine Gmbh muss den Geschäftsführer, Gewerberegister + Nr angeben.

  16. C.Bulis
    17.10.2013, 16:10 Uhr   |   Direktlink

    Auch wir wurden getäuscht. Der Vertriebler suggerierte mir dass er vom Golfplatz selbst kommt und die Einnahmen, neben der defi Anschaffung, der Jugendabteilung zu Gute kommen. Habe noch nicht bezahlt und durch ein zufälliges Telefonat habe ich herausgefunden dass der Club von einer Spende an die Jugendabteilung gar nichts weiß!!! Nun bin ich auf diese Seite gestoßen.

    Durch die Behauptung falscher Tatsachen fühle ich mich getäuscht und möchte natürlich vom Vertrag zurücktreten.

    Wie sehen die Chancen aus? Gibt es Erfahrungen?

  17. Bernhard Brandner
    08.11.2013, 11:56 Uhr   |   Direktlink

    zu dem Beitrag von MICHAEL BOOMS:

    auch uns droht die DEFIMED mit Klage. Wäre es möglich über Ihre Lösung des Problems etwas mehr zu erfahren?

  18. Britta Gr.
    20.11.2013, 15:59 Uhr   |   Direktlink

    Auch ich wäre sehr daran interessiert, gegen diese Firma vorzugehen. Eventuell mit einer Sammelklage o.Ä. Hat jemand eine Idee oder ist schon aktiv? Ich würde mich anschließen.

    Auf entsprechenden Kommentar werde ich entsprechend antworten.

  19. Thomas H.
    22.11.2013, 14:14 Uhr   |   Direktlink

    zu dem Beittag von Herrn Booms.

    Ihrer Argumentation kann ich überhaupt nicht folgen oder bestätigen.Die Aussage der IHK und meiner Anwälte sagen genau das Gegenteil aus.
    Sollte sich trotz allem Ihrer Aussage bestätigen, wäre uns Geschädigten ein mehr an Informtionen sehr hilfreich als diese
    Pauschalaussage.
    Ich habe bei der hiesigen Staatsanwalt Anzeige wegen Betruges gestellt.(Der Vertreter hat sich unter falschen Tatsachen mein
    Vertrauen erschlichen).
    Desweiteren habe ich mit Hilfe der IHK Berlin eine Anfechtungserklärung an das besagte Unternnehmen geschickt und bei der Wettbewerbszentrale Beschwerde eingereicht.
    Dies sind die Schritte dich ich bis heute eingeleitet habe.
    Bei Bedarf kann mich jeder über dieses Forum kontaktieren und eventuell gemeinsame Schritte einleiten.

  20. Burmann
    10.12.2013, 13:56 Uhr   |   Direktlink

    Hallo Zusammen,

    hat irgendwer hier schon an beiden Geschädigten Seiten gekämpft? Ich habe gerade in die Wege geleitet, dass alle Geschädigten hier bei mir vor Ort den Vertrag wegen arglistiger Täuschung angefochten haben und zudem ist auch der Verein aktiv geworden, auf dessen Gelände die Werbetafel aufgestellt worden soll; denn auch die wurden getäuscht. Leider bin ich als Anwältin auch auf die Masche reingefallen….
    Also ich fasse mal mögliche rechtliche Schritte zusammen:
    1. Anfechtung des Vertrages wegen arglistiger Täuschung (falls dies zutrifft)
    2. Anfechtung wegen Irrtum (sofern eine solcher beim Vertragspartner von defiomed erregt wurde)
    3. Anzeige wegen versuchtem Betrug (solange noch kein Geld gezahlt wurde nur Versuch)
    4. Wettbewerbszentrale
    @ Thomas H: vielleicht können wir in Kontakt treten und die Sache gemeinsam verfolgen? Ich organisiere das bei uns im Ort auch für alle Betroffenen gemeinsam, damit einer den Überblick hat und alle Informationen sinnvoll zusammenlaufen.

  21. HelgaW.
    11.12.2013, 11:08 Uhr   |   Direktlink

    Es heißt doch immer: Wer Lesen kann, ist klar im Vorteil! Dies sollte für viele, die ihrem Ärger hier Luft machen, ebenso gelten wie für jeden anderen.
    Wer als Geschäftsmann (da sollte man sich zumindest ein wenig im Vertragswesen auskennen) Verträge nicht richtig liest und dann auch noch die Kündigung vergisst, ist selbst daran schuld.
    Und nun wird sich lautstark über die eigene Versäumnis beklagt, ein Schuldiger muss her! Es ist unerhört, wie hier Tatsachen verdreht werden, nur um die eigenen Fehler zu vertuschen.
    Vielleicht beim nächsten Mal einfach denken, dann reden!

  22. ThomasH.
    11.12.2013, 19:34 Uhr   |   Direktlink

    Servus Frau Burmann, vielen Dank für Ihr Angebot der Kontaktaufnahme, welches ich gerne annehme.

    Zu HelgaW.
    Da Ihnen die Tatsachen nicht bekannt sind, behalten Sie bitte
    Ihren geistigen Durchfall für sich, es sei denn Sie sind Mitarbeiter besagter Firma, welches einiges erklären würde.

  23. Burmann
    13.12.2013, 12:30 Uhr   |   Direktlink

    hallo Thomas H,
    meine EMail: christine.burmann@gmx.de

  24. Markus H
    20.01.2014, 22:45 Uhr   |   Direktlink

    Hilfe!!! Mein Sky- Abbonent hat sich verlängert weil ich Trottel zu blöd war den Scheiss zu kündigen! Nun zahle ich statt 35Euro im Monat, 66€ im Monat!!! Warum? Weil man mir einfach auf meinen anfänglichen 2 Jahresvertrag einen monatlichen Gutschein erstellt hat um auf die 35euro zu kommen.
    Klasse, nun ist die gleiche Leistung auch noch TEURER geworden. Aber weil ich so dämlich bin und nicht lesen konnte, kotze ich mich jetzt erstmal aus und lass mir Dinge einfallen wie: Ey, das hat der nicht gesagt,…oder hey, Sky zahlt für die Übertragungen nur 12 Mio Euro aber nimmt 217 Mio Euro ein…. oder hey: Manchmal sind die Spiele doof, das hat der auch nicht gesagt….. BLA BLA BLA. Was ich damit sagen will: SCHREIBEN HIER ERWACHSENE? Liest euch eure Verträge durch, dann passiert sowas auch nicht. Und nur weil ihr irgend nen 1Euro Laden habt und nicht genug Kohle verdient, hört auf euch auszuheulen. Und an den Kollegen der Württembergischen: Zahlt mir mal lieber meinen Marderschaden!!! Der war versichert und bezahlt aber keine *** bei euch juckt es. Aber die fetten Provisionen einstreichen und Leute JEDES Jahr ne neue BU andrehen und so. Ihr seid nun wirklich die ALLERLETZTEN die den Rand aufmachen sollten ;-) . Ich wünsche trotzdem allen anderen alles Gute und viel Erfolg für die Zukunft und dass ihr da so raus kommt wie ihr euch das vorstellt.

  25. Mettmannerin
    18.02.2014, 18:50 Uhr   |   Direktlink

    Lieber Markus H.,

    im Falle defimed wäre es wohl zutreffender, folgendes Beispiel zu bemühen:
    Sie schließen ein Sky-Abonnement ab, weil man Ihnen verspricht, alle Spiele der Champions-League sehen zu können und mit Ihrem Beitrag Projekt für arme Kinder in Entwicklungsländern zu unterstützen- und zwar ausschließlich. Sky würde angeblich nichts vom Erlös behalten (außer geringen Verwaltungskosten. Etwas anderes geht aus dem Vertrag, den Sie abschließen, nicht hervor. Nach ein paar Monaten bemerken Sie, dass die Unterstützung der armen Kinder durch Sky darin besteht, billige Euro-Artikel wie z.B. Fußbälle zu verteilen und den großen restlichen Gewinn streicht Sky selbst ein. Als kleines Schmankerl fällt Ihnen dann noch auf, dass Sie leider einen Vertrag für das Ansehen der Champignons-League und nicht etwa der Champions-League unterschrieben haben und dürfen sich ab sofort an jedem Wochenende über die Highlights der örtlichen Kreisliga-Spiele freuen- live, natürlich.
    Da wünsche ich viel Vergnügen und schöne Grüße an den Marder.

  26. Mettmannerin
    18.02.2014, 18:57 Uhr   |   Direktlink

    LIebe Helga H.,

    welche Versäumnisse meinen Sie denn genau? Defimed hat in Mettmann Empfehlungsschreiben von Schulen vorgelegt, die diese nie ausgestellt hatten. Es wurde ein Zeitungsartikel in der Lokalpresse veröffentlicht, der den Eindruck erweckt, die Schule bitte selbst um Sponsoring, in Wahrheit hat defimed den Artikel veranlasst, Die Schule wusste von nichts. Es wurden Fotos vorgelegt, die zeigten, wie die Werbung anschließend präsentiert werden soll. Die Realität stimmt damit nicht überein. Es wurde behauptet, das Sponsoring sei notwendig, um den Defibrillator überhaupt aufhängen zu können, dabei hängt das Ding schon seit drei Jahren. Was meinen Sie, leibe Frau Helga H., warum nicht nur doe „Sponsoren“, sondern auch die Institutionen, wie z.B. Schulen massenhaft die Verträge mit defimed kündigen? Die hätten nun wirklich keinen Grund dazu, wenn alles mit rechten Dingen zugeht.
    Sollten Sie bei Defimed in Lohn und Brot stehe, wäre es wohl an der Zeit, sich langsam nach einem anderen Brötchengeber umzusehen. Denn in der alten Form wird es dieses Geschäftsmodell nicht mehr geben.

  27. Michael B.
    21.03.2014, 17:24 Uhr   |   Direktlink

    Moin Moin,
    von mir wollte die Firma Defimed Lebensrettung durch Sponsoring auch Ihre 2. Rate haben. Haben mich verklagt und verloren ! ! ! Es gibt einen Weg den Vertrag anzufechten.

  28. Michael B.
    21.03.2014, 17:31 Uhr   |   Direktlink

    Meine Emailaddy : defimendgegner@web.de

  29. Burmann
    26.03.2014, 10:00 Uhr   |   Direktlink

    Guten Morgen Zusammen,
    ich kann der Mettmannerin und Herrn B. nur beipflichten. Es hilft keinem weiter hier sachlich nicht zutreffende Vergleiche heranzuziehen. Wenn Jemand in Kenntnis aller wesentlichen Umstände einen Vertrag zeichnet ist das eine Sache, wenn aber über die wesentlichen Umstände eines Vertrages getäuscht wird, sollte man das nicht hinnehmen. Wer den Vertrag nicht kennt und bei den Gesprächen nicht dabei war, kann sich auch kein Bild machen. Ich kann nur jeden Betroffenen ermutigen, sich zu wehren. Herr B. und ich haben zahlreiche Punkte gefunden, die eine mögliche Vertragsanfechtung begründen und gegen einen wirksamen Vertrag sprechen.

  30. Uwe Saak
    11.05.2014, 17:19 Uhr   |   Direktlink

    Mich hat Defimed reingelegt. Ich habe nichts unterschrieben, keine Bescheide bekommen und muß nun 1600,– € bezahlen.

  31. Hilferuf
    16.09.2014, 19:12 Uhr   |   Direktlink

    Hallo Herr Herr B. und Herr Burmann, auf mich wird das Gleiche zukommen. Ich habe mein Geschäft vor knapp 3 Monaten bereits aufgegeben, dennoch wird mir eine Anzeige drohen. Dies resultiert aus den oben genannten Beispielen.

    Wer ist Ihr Anwalt gewesen? Können Sie mir bitte den Namen nennen. Es wird dann sicherlich einfacher sich durchzukämpfen, schließlich kennt dieser Anwalt die Grundlage bereits.

    Vielen Dank.

    Beste Grüße

    Hilferuf

  32. Röder
    10.10.2014, 16:45 Uhr   |   Direktlink

    Hallo, leider haben wir jetzt hier auch riesen Ärger mit Defimed! Hat inzwischen jemand einen Weg gefunden, diesen Betrug aufzudecken und einen Prozeß gegen Defimed gewonnen? Beste Grüße, ML Röder

    PS: Wer geht mit zu Frontal 21 ? Oder wer klagt gemeinsam mit uns gegen defimed wegen Betruges und Täuschung?

  33. Umstrittenes Defibrillator-Sponsoring | Burgwedel Aktuell
    05.02.2015, 17:34 Uhr   |   Direktlink

    […] gutes Geschäft: Jeweils bis zu 1.200 EUR zahlten durchschnittlich 30 Sponsoren, berichtete die „Cronenberger Woche“ im März 2012. Ca. 24.000 EUR kämen durchschnittlich zusammen, so die Cronenberger weiter. Die […]

  34. mariya b
    16.08.2015, 13:02 Uhr   |   Direktlink

    hallo zusammen,
    Ich habe mein Geschäft 06.2013 abgemeldet und am 14.07.2015-zwei Jahre später bekamm ich einen Brief von defimed ,ich muss weiter zahlen! Die wissen,Auskunft vom Gewerbeamt,dass ich kein Geschäft habe.
    Kann jemand mir helfen!!!
    Schöne Woche
    Mariya b

  35. Gabriele F.
    03.03.2016, 08:57 Uhr   |   Direktlink

    Hallo,
    auch ich bin Anfang 2013 auf diese Masche reingefallen. Selbst mein Anwalt m einte, ich müsse zahlen, da ließe sich nichts machen. ich hätte ja unterschrieben. Mein Besuch in der katholischen Familienbildungsstätte bei der KLeitung hat auch nichts gebracht. Die Mitarbeiterin von Defimed hatte sich bei mir als eine Mitarbeiterin der Kath. Familienbildungsstätte ausgegeben, um nach außen ein seriöses Bild abzugeben. Ich habe den Vertrag schnellstens gekündigt. da ich anfangs niocht zahlen wollte, kam auch schon bald ein Inkasso auf mich zu und forderte mittlerweile über 1000,00 €, die ich dann leider auch gezahlt habe. Vielleicht sollte man sich wirklich mal gemeinsam an die Öffentlichkeit wenden, damit dieses treiben ein Ende findet. Ich würde mich über entsprechende Rückmeldungen freuen. Schönen Tag
    Gabriele F.

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