21.03.2011, 23.10 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Unfall-Bilanz 2010: Licht und Schatten im CW-Land

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Positive Zahlen konnten Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher und Ursula Holz, die Leiterin der Direktion Verkehr der Polizei im Bergischen Städtedreieck, kürzlich bei der Vorstellung des Jahresverkehrsberichts 2010 für Wuppertal, Solingen und Remscheid verkünden: Zwar stieg die Zahl der Unfälle im Präsidialbereich (Remscheid-Solingen-Wuppertal), nicht zuletzt auch bedingt durch die massiven Schneefälle im Frühjahr und zum Ende des Jahres, um 3,5 Prozent auf 21.810 Unfälle (2009: 21.075 Unfälle).

Allerdings registrierte die Polizei auch einen historischen Tiefststand bei den Verletzten: Mit 2.026 Verletzten wurden in den drei Städten so wenige Opfer wie nie seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 1960 gezählt: “Die Wende zum Positiven erfolgte trotz Zunahme der Unfallzahlen und des Anstieges der zugelassenen Fahrzeuge“, stellte Polizeioberrätin Holz zufrieden fest: „Das Bergische Städtedreieck ist eine sehr sichere Verkehrsregion“, ergänzte Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher: „Das ist unser Fazit.“

Licht, aber auch Schatten bieten die Zahlen, die Polizeioberkommissar Uwe Klapps für die Hauptverkehrsachsen im CW-Land vermeldet. Positiv: Auf der Hauptstraße ist die Zahl der Verkehrsunfälle auf den niedrigsten Stand seit acht Jahre gesunken. Krachte es zwischen der Kreuzung Cronenfeld und der Ortsmitte 2002 noch 86-mal, so wurden hier im letzten Jahr nur noch 63 Unfälle gezählt (2009: 64) – ein Rückgang von rund 25 Prozent! Die Zahl der Zusammenstöße mit Verletzten stieg 2010 allerdings leicht von 11 (2009) auf 12 an.

Negativ: Entlang der Einkaufsmeile in der Ortsmitte gab es bei den Unfällen einen Anstieg auf 29 Zusammenstöße (2009: 22 Unfälle). Während es hier 2009 keine Verletzten gab, wurden im letzten Jahr zehn Personen zwischen Herichhauser und Borner Straße verletzt. Darunter war allerdings “nur” ein Fußgänger – “überraschend, wenn man sieht, was dort alles jenseits der Ampeln die Hauptstraße kreuzt”, findet Verkehrshüter Uwe Klapps.

Kaum verändert hat sich die Lage auf der Cronenberger Straße: Von 57 Unfällen (2009) stieg die Zahl der Zusammenstöße hier auf 58 im vergangenen Jahr. Positiv dabei: Die Verletztenzahl ging von 12 (2009) auf 7 zurück. Allein zwei Verletzte gab es bei einem Unfall am 9. Oktober, als ein talwärts fahrender Radfahrer (28) auf dem Bürgersteig einen Fußgänger (67) erfasste und diesen schwer verletzte. Ein Unfallschwerpunkt lässt sich nach Angaben von Uwe Klapps nicht mehr ausmachen, die zuvor neuralgische Stelle in Höhe der Einmündung “Funkloch” scheint nach Neuasphaltierung der Fahrbahnen entschärft.

Ebenfalls leicht erhöht hat sich die Unfallzahl auf der L 74: Nach 47 Unfällen (2009) musste die Polizei hier 2010 zu 49 Unglücken ausrücken. Positiv: Die Verletzten Zahl sank auf 9 Personen (2009: 25 Verletzte).

Einziger richtiger Negativ-Außreißer in der Verkehrsbilanz ist die Hahnerberger Straße: Von 127 Unfällen in 2009 stieg die Zahl hier auf 147 Unglücke im letzten Jahr. 19 Personen wurden dabei verletzt (2009: 13), allerdings allein sechs Personen davon bei einem Busunfall.

Und wie sieht es an der Ecke Berghauser Straße/Unterkirchen aus, also der Zufahrt zum neuen Cronenberger Einkaufsstandort? 2010 kam es hier zu zwei Unfällen – aus Sicht der Polizei kein Grund für irgendwelche Maßnahmen; Befürchtungen, dass es hier zu einem Verkehrschaos kommen könnte, scheinen sich also nicht zu bestätigen.

Lesen Sie mehr zur Unfallbilanz 2010 in der nächsten CW!

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