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23.05.2011, 10.40 Uhr   |   Marcus Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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SV Neuenhof: Nach Ära-Ende „baden gegangen“

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Gerhard Holland-Cunz (vorne) wurde von den Wasserball-Damen des SV Neuenhof verabschiedet.

Die „wichtigen Dinge“ gerieten bei der Jahreshauptversammlung des SV Neuenhof ins Hintertreffen: Dass der Verein inzwischen rund 2.600 Mitglieder hat, auf 256 Neueintritte allein im Jahr 2011 blicken kann, die Geschäftsstelle zukünftig auch Dienstag- und Donnerstagvormittag öffnen wird, man mit dem SV Bayer Wuppertal im Schwimmen und den Wasserfreunden Wuppertal bei den Wasserball-Herren kooperieren wird, dringend Helfer für Bad-Obmann Werner Budt sucht (die vielleicht mal in seine Fußstapfen treten), die Vereinsmeisterschaft am 26. Juni ausgerichtet und man am ersten September-Wochenende ein internationales Wasserball-Turnier veranstalten wird, geriet fast zur „Nebensache“. Vielmehr stand ein Mann im Mittelpunkt: Gerhard Holland-Cunz hatte bereits im Vorfeld erklärt, nach rund 25 Jahren nicht mehr für das Amt des 1. Vorsitzenden zur Verfügung zu stehen.

„Wir wären heute nicht so weit, wenn du dich nicht so engagiert hättest“, würdigte Ehrenratsvorsitzender Wolfgang Söhnchen die Vorstands-Ära von Gerhard Holland-Cunz. Die begann schon 1972 mit dem Eintritt in den SVN: Drei Jahre zuvor hatte die Vereinsbasis den bisherigen Vorstand abgewählt, weil dieser das Bad an die Stadt veräußern wollte. Dem neuen Vorstand bot Holland-Cunz seine Mithilfe an: „Du hattest einen riesigen Optimismus und hast uns immer wieder angestupst“, erinnerte sich Ex-Vorstand Wolfgang Söhnchen.

Gerhard Holland-Cunz blickte mit Wehmut zurück: „Es war eine schöne Zeit“, resümierte der bisherige SVN-Chef. Er habe viele verschiedene Facetten des Vereinslebens mitbekommen dürfen: Wie etwa aus dem „kältesten Freibad Wuppertals“ das wärmste wurde, das nun sogar im Winter genutzt wird oder auch die Erfolge „seiner“ Wasserballer, benannte Holland-Cunz. Das enorme Wachstum des Vereins, inzwischen der viertgrößte Sportverein in ganz Wuppertal, habe indes auch seine Schattenseite: Mit 300 bis 400 Mitgliedern habe früher viel mehr die Geselligkeit im Mittelpunkt gestanden – „schade, dass das heute nicht mehr so ganz möglich ist“.

Burkhard Orf, einstimmig zum Nachfolger im Amt des 1. SVN-Vorsitzenden gewählt, bewies aber, dass es mit der Geselligkeit so schlecht gar nicht bestellt ist: Zum Abschied gab ein großes Geschenk, das sich Gerhard Holland-Cunz allerdings erst „verdienen“ musste: Holland-Cunz musste zu den im warmen Freibadbecken mit einem großen Teelicht-Floß wartenden Wasserball-Damen springen. Nach einem kleinen Feuerwerk ging es dann zurück ins Haus Neuenhof zu geselligen Gesprächen und Rückblicken auf die Amtszeit von Gerhard Holland-Cunz.

„Ich hatte, das große Glück, ein Jahr lang zu hospitieren“, freut sich der erst im vergangenen Jahr zum 2. Vorsitzenden gewählte Burkhard Orf auf die vor ihm liegende „Menge Arbeit“ als neuer Vereinschef: „Es wird schwer sein, sich an Gerhard Holland-Cunz messen zu lassen.“ Dieser wird dem Vorstand allerdings weiterhin beratend zur Seite stehen. In ihren Ämtern bestätigt wurden übrigens Geschäftsführerin Nina Putsch, Badobmann Werner Budt, Sportwart Mischa Göke, Ehrenratsvorsitzender Wolfgang Söhnchen, Festwartin Annegret Büchel und Sozialwartin Gisela Rood. Für die ausscheidende Corinna Jungkunz wurde Sebastian Köthe als 1. Kassierer gewählt, den Posten des neuen Vereinsvorsitzenden Burkhard Orf als 2. Vorsitzender übernimmt kommissarisch bis zur offiziellen Wahl im kommenden Jahr Frank Vogeler.

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