30.05.2011, 16.42 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Kinderhospiz: Endlich auf der Zielgeraden?

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Monatelang herrschte Funkstille zum geplanten Kinderhospiz Küllenhahn, jetzt kommt offenbar wieder Bewegung in das Vorhaben an der Kaisereiche: Für den kommenden Mittwoch, 1. Juni, wurde ein Pressetermin am ehemaligen Kinderheim Küllenhahn anberaumt, in welches das Kinderhospiz einziehen soll. Wie die CW vorab erfuhr, konnten die Differenzen über den Preis für das ehemalige Kinderheim-Areal zwischenzeitlich ausgeräumt werden.

Die Trägerstiftung, der neben Caritas und Diakonie auch Großspender Erich Bethe (Bethe-Stiftung) angehört, wird das Grundstück demnach von der Stadt kaufen. Der Preis soll sich nach CW-Infos auf 550.000 Euro belaufen. Kämmerer Dr. Johannes Slawig wollte das auf Nachfrage zwar nicht bestätigen, aber auch nicht dementieren: “Von Seiten der Stadt ist alles klar”, verriet Slawig gegenüber der CW: “Der Preis ist von der Stiftung akzeptiert worden.” Ein Kaufvertrag sei indes aber noch nicht unterschrieben, zuvor müssten noch juristische Details zur Stiftung geklärt werden.

Slawig bekräftigte, dass die Stadt voll hinter dem Projekt stehe. Man sei der Stiftung beim Kaufpreis bis an die Grenzen des Möglichen entgegen gekommen – “wir als Stadt halten das Kinderhaus für ein ganz, ganz wichtiges Projekt”, unterstrich der Wuppertaler Stadtdirektor: “Wir werden es nach allen unseren Möglichkeiten unterstützen, damit es endlich Realität werden kann.” Dazu ist aber noch einiges an Geld notwendig: Für das rund vier Millionen Euro teure Kinderhospiz sind bislang rund 2,5 Millionen Euro an Spenden zusammen gekommen. So will die Jackstädt-Stiftung 1,2 Millionen Euro bereit stellen, in Zusammenhang mit dem Benefizkonzert “Cronenberg hilft” sagte die Bethe-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Ronald McDonalds-Stiftung eine Million Euro für die Küllenhahner Einrichtung zu (die CW berichtete).

Damit die Finanzierungslücke von zirka 1,5 Millionen Euro geschlossen werden kann, will sich die Stiftung nun offenbar professioneller Unterstützung beim Einwerben von Spenden und Fördermitteln bedienen: Nach CW-Infos soll ein Mitarbeiter extra für das “Fundraising” eingestellt worden sein. Näheres soll am kommenden Mittwoch bekannt gegeben werden.

In dem stationären Kinderhospiz Küllenhahn, das ökumenisch von Caritas und Diakonie getragen werden soll, sind zwölf Plätze für Kinder und Jugendliche mit lebensbedrohlichen Erkrankungen geplant. Auch Eltern sollen zeitweise in dem Hospiz übernachten können. Die Kosten pro Hospiz-Platz sollen sich auf 100.000 Euro im Jahr belaufen. Wer das Kinderhaus-Projekt unterstützen möchte, kann auf folgendes Konto spenden: Stiftung Kinderhospiz Wuppertal, Kto. 97 99 97, Stadtsparkasse Wuppertal (BLZ 330 500 00). Mehr Infos auch online unter caritas.erzbistum-koeln.de/wuppertal.
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