05.07.2011, 14.42 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Stadt warnt: Füchse immer öfter auf „Hausbesuch“

Dem städtischen Forstamt wurden in den letzten Wochen verstärkt Füchse in Gärten und auf Terrassen gemeldet. Sogar aus oberen Stockwerken in Hochhäusern haben die Stadt-Förster schon Füchse abgeholt.  “In Wuppertal haben die Füchse ihre Scheu verloren, weil sie in Parks und Gärten sowie in Komposthaufen und Mülltonnen ein reichhaltiges Nahrungsangebot finden“, berichtet Albert Vosteen, Leiter der städtischen Forstabteilung. Vosteen warnt davor, Hunde und Katzen oder auch Igel im Garten oder auf der Terrasse zu füttern: Selbst aus großer Entfernung locke das Füchse an.

Die Folgen sind bereits erkennbar: Meister Reinecke wandert allmählich ins Stadtgebiet ein, da er sich wegen des Nahrungsangebotes hier stärker als in Naturgebieten vermehren kann. Weiteres Problem dabei: „Jungfüchse, die hier aufwachsen, werden auf ihre Stadt-Reviere geprägt und sie nicht mehr verlassen“, so Albert Vosteen weiter. Da der Fuchsbestand in Siedlungsbereichen nicht bejagt werden kann und die „schlauen Füchse“ Lebend-Fallen auch aus dem Wege gehen, appelliert das Forstamt, auf das (ungewollte) Füttern zu verzichten und frei verfügbare Nahrungsquelle zu beseitigen. Katzenfutter gehört nicht auf die Terrasse und Speiseabfälle nicht in den Kompost; Mülltonnen müssen verschlossen sein.

Bei Kontakt sollte Füchsen immer einen Fluchtweg frei gelassen werden, damit sie nicht in Panik geraten und aggressiv reagieren. Weil eine Gefahr der Ansteckung mit dem Fuchsbandwurm besteht, sollten Salat, Gemüse, Früchte aus Bodennähe und Fallobst vor dem Verzehr gründlich abgewaschen werden, rät das Forstamt. Nach Gartenarbeiten sollte man gründlich die Hände waschen. Hunde und Katzen müssen regelmäßig entwurmt werden.

Tote oder tollwutverdächtige Füchse sollten der Jagdbehörde unter der Telefonnummer 0202/563-55 49 oder der städtischen Forstverwaltung unter 0202/563-55 48 gemeldet werden.

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