20.07.2011, 20.26 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Raus aus Stadtverband, rein in „Die Cronenberger“

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Die "Cronenberger"-Sprecher Sabine Böttcher (Sudbürger) und Rolf Tesche (CHBV) mit den beiden weiteren Bürgervereinsvorsitzenden Michael-Georg von Wenczowsky (BHC) und Peter Vorsteher (re, Küllenhahn).

Die beiden Bürgervereine „Sudbürger“ und „Cronenberger Heimat- und Bürgerverein“ (CHBV) sind aus dem Stadtverband der Wuppertaler Bürgervereine ausgetreten. Während der Bürgerverein Hahnerberg-Cronenfeld (BHC) nicht austreten konnte, weil er ohnehin nicht Mitglied ist, verblieb der Küllenhahner Bürgerverein in dem Zusammenschluss der Wuppertaler Bürgervereine.

Den Austritt begründen Sudbürger-Chefin Sabine Böttcher und CHBV-Vorsitzender Rolf Tesche damit, dass sich beide Vereine zu wenig durch den Stadtverband vertreten fühlten. So melde sich der Stadtverband zu Themen wie „Junior Uni“ oder „Nordbahntrasse“ häufig zu Wort, zum Beispiel im Kampf gegen die Bürgerbüro-Einschränkungen sei jedoch keine Unterstützung gekommen. „Der Stadtverband scheint andere Interessen zu haben“, sagt BHC-Vorsitzender Michael-Georg von Wenczowsky: „Das sind Dinge, die den Bürgervereinen vor Ort nicht weiterhelfen.“

Derweil seien auch die an den Stadtverband zu entrichtenden Beiträge vergleichsweise hoch: „Zehn Prozent für einen Stadtverband, der die Interessen nicht so vertritt – diese Mitgliedsgelder können wir besser in Cronenberg einsetzen“, so BHC-Chef von Wenczowsky. Auch der Küllenhahner Vereinsvorsitzende Peter Vorsteher berichtet von Diskussionen, man habe sich jedoch zunächst für den Verbleib im Stadtverband ausgesprochen. In bereits begonnenen Gesprächen wolle man anregen, dass der Stadtverband in einer Satzung seine Ziele formuliert, Vorsteher: „Das Schiff muss etwas flotter werden.“

Während CHBV-Chef Rolf Tesche unterstréicht, dass die Tür zum Stadtverband nicht endgültig zugeschlagen sei und daran erinnert, dass der CHBV im Kampf um den Wiederaufbau des Schwimmsport-Leistungszentrum schon einmal ausgetreten und später wieder eingetreten sei, betonen alle vier Dörper Bürgervereinsvorsitzende, dass sie auf eine engere Zusammenarbeit in Cronenberg setzen. Wie die CW bereits berichtete, will das Bürgervereins-Quartett seine Kräfte bündeln und hat dazu die Arbeitsgemeinschaft „Die Cronenberger“ ins Leben gerufen. Viele Themen betreffen alle Cronenberger, erläutert Sabine Böttcher, gemeinsam mit Rolf Tesche Sprecherin der „Cronenberger“. Den letzten Anstoß zur Gründung der Arbeitsgemeinschaft gab indes die gemeinsame Unterschriften-Aktion für den Bürgerbüro-Erhalt: „Wir haben sehr gut zusammengearbeitet“, bilanziert Sudbürger-Chefin Sabine Böttcher.

Bei aller Gemeinsamkeit, die vier Vorsitzenden betonen, dass die AG kein Zusammenschluss sei – die Bürgervereine bleiben eigenständig. BHC-Vorsitzender Michael-Georg von Wenczowsky formuliert die Stoßrichtung der „Cronenberger“ mit einem geflügelten Wort: „Getrennt marschieren, vereint schlagen.“

Die vier Bürgervereine im Stadtbezirk Cronenberg haben insgesamt rund 1.400 Mitglieder. Nachdem „Die Cronenberger“ vor wenigen Wochen schon einen gemeinsamen Bürger-Stammtisch mit dem neuen städtischen Cronenberg-Förster Jan Frieg veranstalteten, sollen bald die nächsten gemeinsamen Veranstaltungen folgen: Am 14. August und am 18. September werden „Die Cronenberger“ geführte Stadt-Rundfahrten anbieten. Näheres dazu in Kürze in der CW.

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