09.09.2011, 09.04 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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50 Jahre Perry Rhodan: „Bodenstation“ des Kult-Astronauten liegt in Küllenhahn

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"Vom Küllenhahn in den Kosmos": Der Cronenberger Autor, Publizist und Übersetzer Uwe Anton ist der „geistige Vater“ von Perry Rhodan.

"Vom Küllenhahn in den Kosmos": Der Cronenberger Autor, Publizist und Übersetzer Uwe Anton ist der „geistige Vater“ von Perry Rhodan.

"Vom Küllenhahn in den Kosmos": Der Cronenberger Autor, Publizist und Übersetzer Uwe Anton ist der „geistige Vater“ von Perry Rhodan.

In Cronenberg ist die Welt noch halbwegs in Ordnung: Man kennt sich, schlägt die Dorf-Trommel, man ist bodenständig. Einer indes bricht fast täglich in ferne Welten auf, und zwar in ziemlich entfernte: Uwe Anton. Wir schreiben aktuell das Jahr 5050, in dem Perry Rhodan durch das Weltall „surft“, und Uwe Anton hält den unsterblichen Science Fiction-Veteran „auf Trab“. Der Küllenhahner ist Chefautor der weltgrößten Science Fiction-Heftreihe, die dieser Tage 50-jähriges Jubiläum feiert. Und auch im kleinen, so irdischen Küllenhahn wird mitgefeiert: Anlässlich des runden Geburtstages stellt Uwe Anton am 15. September (20 Uhr) die Kultfigur des Science Fiction-Genres im Rahmen der Reihe „Kirche kreativ“ in der Evangelischen Gemeinde Küllenhahn vor und wird über seine Arbeit als Chefautor des Klassikers „der literarischen Zukunftsmusik“ aus dem Nähkästchen plaudern.

In einer Auflage von rund 80.000 Stück erscheint wöchentlich eine Fortsetzung der Geschichte des Astronauten Perry Rhodan. Die im Pabel-Moewig-Verlag erscheinende Rhodan-Serie gilt als die am längsten fortlaufende Fortsetzungsgeschichte der Welt. Die in fünf Sprachen erscheinende Reihe umfasst inzwischen rund 150.000 Seiten in über 2.600 Bänden – allein die deutschsprachige Auflage bringt es auf über eine Milliarde Rhodan-Hefte. Und der rüstige Astronaut ist noch immer Kult: Im aktuellen Science-Fiction-Ranking des „buchreports“ finden sich allein drei Rhodan-Erscheinungen unter den Top Ten: „Die Reihe ist soetwas wie die Lindenstraße“, schmunzelt Uwe Aton, nur dass 1961 noch niemand etwas von der TV-Soap ahnte.

Uwe Anton, von Kindesbeinen an Science Fiction-Fan, zählt seit 15 Jahren zum Autoren-Team von Perry Rhodan, seit zweieinhalb Jahren ist der Küllenhahner Übersetzer und Publizist Chef-Autor der Reihe. An seinem Schreibtisch in der Rhönstraße entwickelt der 55-Jährige die Grundideen für die jeweiligen neuen Rhodan-Hefte – sein 10-köpfiges Autoren-Team übernimmt dann die „Feinarbeit“. Langweilig ist es Uwe Anton noch nie mit seinem Helden geworden, im Gegenteil: „Ich find’s toll, eine kontinuierliche Geschichte der Menschheit über die nächsten 3.000 Jahre zu entwickeln“, sagt der Küllenhahner Autor: „Es ist faszinierend, einen in sich geschlossenen Kosmos zu entwerfen.“

Das Leben seiner Kunstfigur erhält zum 50-jährigen Jubiläum indes eine Frischzellenkur: Anlässlich des Geburtstages wird Perry Rhodan in das Jahr 2036 „gebeamt“, unter der Überschrift „Perry Rhodan Neo“ wird die Parallelwelt des Astro-Veterans komplett überarbeitet – und zwar nach heutigen Vorstellungen von Science Fiction. Dazu erscheint die Neo-Serie im Taschenheft-Format, als E-Book sowie als Hörbuch, 2er- oder 3er-Bände sind geplant – so will man neue Fans für den Raumschiffpiloten gewinnen, so soll Perry Rhodan fit für die nächsten 50 Jahre werden.

Den kompletten Bericht lesen Sie in der CW-Ausgabe KW 36/2011 (Seite 5), mehr zu Perry Rhodan gibt’s unter perry-rhodan.net und zur Küllenhahner Veranstaltung mit Uwe Anton klicken Sie hier.

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