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18.12.2011, 10.47 Uhr   |   Marcus Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Europapokal: RSC-Löwen schlagen Coutras mit 7:3

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Wie hier für Mark Wochnik (re.) war der erste Europapokal-Heimsieg des RSC Cronenberg für alle Löwen am Samstagabend ein hartes Stück Arbeit.

Die Löwen auf den neuen Trikots erschienen den Rollhockey-Herren des RSC Cronenberg den nötigen „Biss“ zu verleihen. Denn nach der unerwarteten Heimniederlage gegen Herringen in der Bundesliga eine Woche zuvor, bedurfte es einer deutlichen Steigerung, um im ersten Heimspiel der European League mithalten zu können. Die Vorzeichen standen allerdings recht gut, hatten die Cronenberger doch fast auf den Tag genau vor einem Jahr gegen US Coutras den ersten Punkt einfahren können. Und eben diese französische Mannschaft war am Samstagabend, 17. Dezember 2011, wieder in der Alfred-Henckels-Halle zu Gast.

Die Partie begann recht ausgeglichen. Die heimischen Löwen hatten zwar die größeren Spielanteile, die Konter von Coutras waren allerdings gefährlicher. Nach rund zehn Minuten waren es dann eben auch die Gäste, die durch Guerra mit 0:1 in Führung gingen. Das ließen die Cronenberger allerdings nicht auf sich sitzen und kamen nur drei Minuten später durch einen unhaltbaren Distanzschuss von Luis Coelho wieder heran. Anschließend wartete jedoch eine besondere Bewährungsprobe: Da Jens Behrendt die Blaue Karte gesehen hatte, musste sich Basti Wilk im Kasten des RSC zum ersten Mal bei einem Penalty auszeichnen. Er hielt (wie auch alle anderen folgenden Strafstöße), aber auch der Gegenzug von Mark Wochnik war nicht erfolgreich. Als der ehemalige Frankreich-Legionär Behrendt dann wieder aufs Feld durfte, bekam ein Franzose die Blaue Karte. Den fälligen Penalty schoss Jens Behrend direkt, der Ball war kurz hinter der Linie gewesen, doch der Schiedsrichter verweigerte diesem Treffer die Anerkennung.

So musste Jan Velte eine Minute später das 2:1 nach einer gelungenen Kombination erzielen. Jens Behrendt hatte zwar noch die Gelegenheit, die Führung weiter auszubauen, traf aber nur die Latte. Zweieinhalb Minuten vor der Halbzeit kamen die Franzosen dann etwas glücklich zum 2:2, wieder war Guerra erfolgreich. Allerdings traf noch vor der Pausensirene Louis Coelho zur erneuten Führung.

Die zweite Hälfte begann für den RSC wieder recht unerfreulich: Nach dem zehnten Teamfoul bekamen die Gäste wieder einen Penalty zugesprochen. Die Halle jubelte, als der Franzose daneben schoss. Allerdings musste der Strafstoß wiederholt werden, da Coelho zu früh aus dem gegnerischen Strafraum gestartet war. Aber auch beim zweiten Schuss bot sich das gleiche Bild. Eine Minute später war es dann Lafargue, der überraschend zum 3:3 traf.

Ab diesem Zeitpunkt wussten die Cronenberger, was zu tun war: Es begann eine stürmische Phase, in der sich Thomas Haupt, Mark Wochnik und Benjamin Nusch zahlreiche gute Chancen herausspielten. Nachdem letzterer unter anderem freistehend vor dem französischen Torwart die Kugel nur an die Latte gesetzt hatte, war er in der 36. Spielminute erfolgreicher und erzielte die 4:3-Führung. Aufregung herrschte dann allerdings fünf Minuten vor Schluss der spannenden Partie: Nach einem Foul (es wäre das zehnte Teamfoul gewesen) zog der Schiedsrichter die Blaue Karte für einen Franzosen. Nach einem Wortgefecht zwischen den Spielern und Verantwortlichen aus Coutras sowie den Unparteiischen wurde diese Strafe jedoch in eine Rote Karte erhöht. Thomas Haupt beeindruckte die ganze Diskussion allerdings nicht, er traf beim Strafstoß mit einem satten Direktschuss.

Durch eine „Dummheit“ sorgte Jens Behrendt allerdings bei den Franzosen für neue Hoffnung, doch noch einen Punkt aus der Alfred-Henckels-Halle mitzunehmen. Er hielt einen durchstartenden Gegner bei einem Konter fest und sah „Blau“. Aber an RSC-Keeper Wilk war bei Strafstößen an diesem Europapokal-Abend in Cronenberg kein Vorbeikommen: Er hielt den Schuss – und die Löwen auf der Siegerstraße. Knappe drei Minuten vor Schluss erhöhte Mark Wochnik dann im Rutschen das 6:3, Marco Bernadowitz stellte schließlich mit einem verwandelten Penalty nach dem zehnten Teamfoul der Franzosen den 7:3-Endstand her. 30 Sekunden vor Schluss hatte Coutras noch die Gelegenheit, den Abstand ein wenig zu verringern, doch Jan Velte hatte bei einem französischen Penalty schnell geschaltet und beim Schussversuch des Gegners diesem in wahrlich letzter Sekunde den Ball vom Schläger geschoben.

Durch den Heimsieg rangiert der RSC Cronenberg nach zwei Spieltagen in der Gruppe B der European League auf Platz zwei hinter Reus Deportiu, die bei UD Oliveirense nur zu einem 1:1-Unentschieden kamen. Das nächste Europapokalspiel für die Cronenberger steht am 21. Januar 2012 in Oliveirense auf dem Programm.

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