18.01.2012, 09.04 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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50-jähriges Jubiläum: „Bring‘ was vom Uhlemeyer mit!“

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Ehrenurkunde zum Jubiläum: Die Inhaberfamilie Uhlemeyer, in der Mitte mit Senior Gerhard Uhlemeyer sowie seine drei Söhne Frank (li.), Ralf (mi.) und Jens (2.v.r.) vor ihrem Geschäft in der Südstadt.

Ehrenurkunde zum Jubiläum: Die Inhaberfamilie Uhlemeyer, in der Mitte mit Senior Gerhard Uhlemeyer sowie seine drei Söhne Frank (li.), Ralf (mi.) und Jens (2.v.r.) vor ihrem Geschäft in der Südstadt.

Ehrenurkunde zum Jubiläum: Die Inhaberfamilie Uhlemeyer, in der Mitte mit Senior Gerhard Uhlemeyer sowie seine drei Söhne Frank (li.), Ralf (mi.) und Jens (2.v.r.) vor ihrem Geschäft in der Südstadt.

Ob als Krakauer oder „Helle“ – die Grillwürste aus dem Hause Uhlemeyer sind in aller Munde: Bei der Rollhockey-EM in der Uni-Halle stärkten sie die Zuschauer, beim Küllenhahner Advent avancieren sie zu Adventswürstchen, bei „Cronenberg hilft!“ landen sie als Benefizwürste im Brötchen und nicht zuletzt sind es auch die Uhlemeyer-Würste, die in einem bekannten Imbiss im Tal die Grundlage der Wuppertaler Kult-Currywurst bilden; kurzum: die Südstädter Metzgerei Uhlemeyer bietet Qualität! Und zwar seit einem halben Jahrhundert: Das bekannte Geschäft an der Hopfenstraße 26 feierte am vergangenen Freitag, 13. Januar 2012, 50. Geburtstag.

Die Südstadt war vor 30 Jahren ein intaktes Viertel: Tante-Emma-Läden, kleine Kaufhäuser, Schreibwarengeschäft, Bäckereien, Haushaltswarenläden, Supermärkte, nicht zuletzt zahlreiche Gaststätten – rund um Ronsdorfer, Kölner und Weststraße gab’s fast nichts, was es nicht gab. Nur wenige Einzelhändler haben überlebt, die Metzgerei Uhlemeyer zählt dazu: Zwar machen Billig-Angebote von Discountern dem Inhaber-Terzett Frank, Ralf und Jens Uhlemeyer das Leben schwer, setzten Fleischskandale der Branche zu; zwar ist die Zahl der Metzgereien in Wuppertal in den letzten 50 Jahren von etwa 150 Geschäften auf nur noch etwa ein Dutzend geradezu abgestürzt – die Südstädter Metzgerei hat überlebt!

Am 13. Januar 1962 eröffnete Gerhard Uhlemeyer eine Straße weiter zum heutigen Sitz, an der Kieselstraße, die Metzgerei. Der Familienbetrieb wurde in Sachen Fleisch und Wurst schnell zu einer ersten Adresse in der Südstadt und darüber hinaus. 1975 eröffnete die Familie an der Ecke Hopfenstraße das „Schlemmereck“, eine Imbiss-Gaststätte, in der die Uhlemeyer-Leckereien zubereitet auf den Tisch kamen. Zwischenzeitlich verpachtete die Familie das Schlemmereck, vor zehn Jahren bauten die Uhlemeyers die Räumlichkeiten um und zogen ganz, auch mit ihrer Metzgerei, an der Hopfenstraße 26 ein. Eine richtige Entscheidung: Imbiss-Betrieb, Mittagstisch, heiße Theke, Lieferant für Veranstaltungen und Feste sowie nicht zuletzt ein florierender Party-Service sorgen dafür, dass die Uhlemeyers alle Klippen des sich verändernden Marktes und Einkaufsverhaltens umschiffen konnten.

Impression vom Benefizkonzert "Cronenberg hilft!" 2010: Die Uhlemeyer-Grillwurst schmeckt offensichtlich auch als Currywurst-Version bestens!

Impression vom Benefizkonzert "Cronenberg hilft!" 2010: Die Uhlemeyer-Grillwurst schmeckt offensichtlich auch als Currywurst-Version bestens!

Frank Uhlemeyer (47), übrigens der Obermeister der Wuppertaler Fleischerinnung, Bruder Ralf (45) und Jens Uhlemeyer (39), der zusätzlich zur Metzger-Ausbildung eine Kochlehre absolviert hat, setzen auf Qualität. Die Gebrüder kennen die Herkunft ihres Fleisches: Das Schweinefleisch stammt von einer Erzeuger-Gemeinschaft im Münsterland, das Rindfleisch kaufen die Uhlemeyer-Gebrüder bei zwei Wuppertaler Höfen ein, geschlachtet wird in einem Betrieb in Buchenhofen – kurze Wege und hohe Qualität lautet die Maxime der Metzgerei. Neben der Grillwurst und den Käsebeißern sind der Spießbraten, die Sülzen oder auch die Kochwurst und Salate besondere Spezialitäten der Uhlemeyer-Gebrüder, wobei Frank Uhlemeyer selbstbewusst feststellt: „Bei uns ist alles gut!“ Für die Leberwurst gilt das sowieso: „Die ist mein Lieblingskind“, schmunzelt Frank Uhlemeyer: „Ich esse jeden Morgen ein Brötchen mit feiner Leberwurst drauf.“

Dass Uhlemeyer gleich Qualität ist, bestätigte auch Kreishandwerksmeister Arnd Krüger, der Senior Gerhard Uhlemeyer und seinen drei Söhnen eine Ehrenurkunde zum 50-jährigen Jubiläum überreichte: Wenn er in der Südstadt einen Termin gehabt habe, plauderte Krüger aus dem Nähkästchen, hätten ihn seine Eltern gebeten: „Bring‘ was vom Uhlemeyer mit!“ Aber auch der große Andrang, der am Jubiläumstag in der Hopfenstraße 26 herrschte, bestätigte: Die Metzgerei ist eine Institution – zeitweilg platzte die Metzgerei-Gaststätte fast aus allen Nähten. Unter anderem schaute auch Oberbürgermeister Peter Jung vorbei und selbst Cronenbergs Bezirksbürgermeister Michael-Georg von Wenczowsky überschritt seine „Herrschaftsgrenze“, um den drei in Cronenberg wohnenden Uhlemeyer-Brüdern zu gratulieren: „Es war sehr schön, wie viele Kunden, Freunde und Bekannte mit Blumen, Präsenten und Glückwünschen gratuliert haben“, blickt Frank Uhlemeyer auf den Jubiläumstag zurück: „Das hat uns alle sehr gefreut.“ Mehr Infos zur Metzgerei-Gaststätte Uhlemeyer und ihrem Partyservice gibt’s auch online unter www.uhlemeyer-metzgerei.de.

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