23.01.2012, 19.46 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Kinderhospiz Burgholz: Nächstes Jahr fertig?

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Stadtdechant Dr. Bruno Kurth (re.) und Superintendentin Ilka Federschmidt (2.v.r.) bei der Spendenübergabe an Zita Höschen sowie Dr. Christoph Humburg (li.) und Dr. Martin Hamburger.

Am heutigen Montag, 23. Januar 2012, war für Caritasdirektor Dr. Christoph Humburg, Diakoniedirektor Dr. Martin Hamburger sowie Zita Höschen, die Koordinatorin der Kinderhospiz-Stiftung Bergisches Land, einmal mehr ein Tag zum Strahlen: Stadtdechant Dr. Bruno Kurth und Ilka Federschmidt, Superintendentin des Kirchenkreises Wuppertal, überreichten einen „dicken Scheck“ für das geplante Kinderhospiz Burgholz: Genau 41.080, 06 Euro gab es für das geplante Projekt an der Kaisereiche; da die Bethe-Stiftung den Betrag verdoppelt, kann sich die Kinderhospiz-Stiftung also über mehr als 80.000 Euro für ihr Vorhaben freuen.

Die Spende resultiert aus einer Sonderkollekte, welche alle evangelischen und katholischen Gemeinden in Wuppertal am zweiten Advent zugunsten des Kinderhospiz-Projekts durchführten. Eine bislang beispiellose Initiative: Wie Ilka Federschmidt und Bruno Kurth bestätigten, gab es eine solche ökumenische Sonderkollekte bislang noch nicht in Wuppertal. „Alle Gemeinden sind unserem Aufruf gefolgt“, stellte Stadtdechant Bruno Kurth erfreut fest, „viele haben auch gesagt, dass sie ihre reguläre Kollekte für das Kinderhospiz spenden“. Dazu gab es zahlreiche weitere „erfindungsreiche Sonder-Aktionen“ in den Gemeinden, ergänzte Kurths evangelische „Kollegin“ Ilka Federschmidt, es hätten zum Beispiel auch Kreise und Gruppen fleißig gesammelt und gespendet: „Das Kinderhospiz-Projekt hat die Herzen und den Verstand der Menschen erreicht“, befand die Superintendentin.

Als Indiz dessen werteten die beiden Kirchenführer, die Direktoren von Caritas und Diakonie sowie Stiftungskoordinatorin Höschen auch die Höhe der Spendensumme: Mit 31.066,45 Euro allein in den Wuppertaler Gemeinden, hatten alle Beteiligten nicht gerechnet: „Das habe ich nicht zu hoffen gewagt“, bekannte Superintendentin Federschmidt; Stadtdechant Kurth unterstrich, dass auch in Remscheid und Solingen für das geplante Haus im Burgholz gesammelt wurde. Rund 10.000 Euro kamen in den beiden Nachbarstädten zusammen – „das Kinderhospiz wird als bergisches Projekt voll angenommen“, betonten Diakoniedirektor Martin Hamburger und sein Caritas-Kollege Christoph Humburg.

Insgesamt hat die Kinderhospiz-Stiftung nun 2,933 Millionen Euro für das auf 4,5 Millionen Euro geschätzte Hospiz auf Küllenhahn zusammen. Wenn 80 Prozent der Kosten, also rund 3,6 Millionen Euro, auf dem Spendenkonto gelandet sind, soll mit dem Bau an der Kaisereiche begonnen werden. „Wir sind ganz, ganz optimistisch, dass wir in diesem Jahr den ersten Spatenstich setzen können“, verriet Koordinatorin Zita Höschen, zumal eine Großspende in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro in Aussicht stehe; innerhalb eines Jahres, also Ende 2013 könnte das Haus an der Kaisereiche dann eröffnen.

Gut sieht es auch auf der formalen Seite aus: Mit der Stadt sind alle grundsätzlichen Fragen geklärt, berichteten Martin Hamburger und Christoph Humburg und zollten der Verwaltung sogar ein Lob: Die Stadt habe alle noch offenen Fragen und Genehmigungen „sehr, sehr zügig“ bearbeitet. Zumal noch rund 600.000 Euro zumindest für den Baustart benötigt werden, sind natürlich weiter Spenden willkommen: Zahlungen für das Projekt können unter dem Stichwort „Kinderhospiz Burgholz” auf das Konto 979 997 der Kinderhospiz-Stiftung Bergisches Land bei der Stadtsparkasse Wuppertal (BLZ 330 500 00) eingezahlt oder auch online unter www.caritas-wsg.de geleistet werden.

Text: Lisa Heuwold und Jessica Ritzmann/Meinhard Koke

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