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08.02.2012, 11.50 Uhr   |   Marcus Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Kritische Worte bei der Cronenberger Feuerwehr

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Auch in diesem Jahr wurden wieder zahlreiche Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Cronenberg für langjährige Mitgliedschaft geehrt oder aber befördert.

Erschrocken zeigte sich Bezirksbürgermeister Michael-Georg von Wenczowsky davon, was er im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Cronenberg (FFC) zu Gehör bekam. Die Kameraden hatten sich zuvor in den Berichten mehrfach über mangelnden Rückhalt seitens der Stadt beklagt. FFC-Schriftführer Christian Oertel hatte ausgeführt, dass man immer wieder „Steine in den Weg“ geworfen bekomme: Der Sparkurs der Stadt sorge dafür, dass einfache Dinge aufgrund von Personalmangel nicht mehr möglich seien und auf die Ehrenamtler abgewälzt werden. Darüber hinaus sollten sich die Feuerwehrleute fit halten, dürften aber nicht kostenfrei in den städtischen Einrichtungen trainieren. Zudem kämpfe man seit zwei Jahren mit Wassereinbrüchen im eigenen Gerätehaus. Einzig der Förderverein unterstütze „wo er nur kann“, ergänzte Benjamin Schürholt in seinem Jahresbericht der Ersthelfer.

Besonders der Umstand, dass die Stadt eine Vollversicherung ihrer rund 600 freiwilligen Feuerwehrleute für insgesamt 5.000 bis 7.000 Euro im Jahr nicht zahle, machte Cronenbergs Bezirksbürgermeister stutzig: „Ich bin erschüttert“, gab von Wenczowsky zu Protokoll. Werte wie die christliche Nächstenliebe, wie sie die Floriansjünger Tag für Tag praktizieren, müssten erhalten bleiben. Ulrich Zander von der Feuerwehr Wuppertal führte aus, dass man den Betrag gerne übernehmen würde, von der Bezirksregierung allerdings formaljuristisch ausgebremst werde. „Das kann eigentlich keine Summe sein“, gab Zander zu. „Wenn die Stadt nicht in der Lage ist, die Versicherung zu übernehmen, müssen wir gucken, wie wir das aus dem Etat der Bezirksvertretung zur Verfügung stellen“, versprach von Wenczowsky. Neben dem eigenen Förderverein sei es besonders fraktionsübergreifend das Cronenberger Stadtteilparlament, welches immer ein „offenes Ohr für die Freiwillige Feuerwehr“ habe, lobte Löschzugführer Dirk Jacobs. In Sachen freier Eintritt in städtische Sportstätten konnte Ulrich Zander hingegen „Entwarnung“ geben: Dieser sei wohl „in Kürze verfügbar“.

Kritische Worte richtete auch der zweite Vorsitzende des Fördervereins an die Cronenberger Floriansjünger, die im Jahr 2011 insgesamt 205 Mal angefordert wurden: „Gewisse Berührungsängste“ gebe es auch nach über zehn Jahren noch: „Wir sind noch nicht richtig zusammengewachsen, da müssen wir was tun“, forderte der ehemalige Löschzugführer Jürgen Hohnholdt. Nachdem der Verein über das Jahr hinweg bereits über 5.500 Euro in die Feuerwehr investiert hatte, gab es zur Jahreshauptversammlung noch einen neuen, elektrisch betriebenen Überdrucklüfter. Zum Ende der Versammlung erklärte der bisherige stellvertretende Löschzugführer Detlef Elter nach vier Jahren seinen Rücktritt. „Das Feld ist bestellt“, resümierte Elter, „ich werde mich aber natürlich weiterhin engagieren.“

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Cronenberg in der Sudberger Nikodemuskirche gab es natürlich auch wieder zahlreiche Beförderungen und Ehrungen: Jennifer Gehrenbeck und Lukas Kittler bekamen eine Teilnahmebescheinigung für den Truppmann-Lehrgang überreicht, Julian Homm wurde zum Oberfeuerwehrmann, Dominik Elter und Lucas Müller wurden zu Unterbrandmeistern befördert. Detlef Elter bekam die Feuerwehrehrenzeichen in Gold des Landes NRW für 35 Jahre Dienst, Christian Oertel und Thorsten Kozyra wurden für 20 Jahre, Gregor Bredlich, Dominik Elter, Kevin Glebe, Julian Homm sowie Sven Häuser für 10 Jahre Dienst in der FFC geehrt.

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