09.02.2012, 09.11 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Winter-Mond: Nicht nur rund und schön…

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Zugefrorene Seen und Bäche - der knackig-kalte Winter bietet auf der Erde beeindruckende Schauspiele, aber auch am Himmel, wie die Mond-Impression vom Abend des 05. Februar 2012 beweist!

Haben Sie es auch gesehen und gestaunt am Sonntagabend, 5. Februar 2012: Der Mond stand nicht nur (fast) rund und schön am Himmel über dem CW-Land, „Frau Luna“ war auch von einem hellen Kranz umsäumt. Was mochte wohl der Grund für das faszinierende Himmelschauspiel gewesen sein, fragten auch wir uns und „klopften“ bei Micheal Winkhaus an. Der Lehrer des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums (CFG) ist Initiator der Schüler-Sternwarte auf dem Dach des Schulzentrums Süd. Und: „Ich habe das auch gesehen und war ebenso fasziniert“, berichtet der Dörper „Chef-Astronom“. Im Unterschied zu den meisten unter uns weiß Michael Winkhaus auch eine Erklärung: Bei dem Phänomen handelte sich um einen so genannten „Mondhof“ (auch Mondkorona genannt).

Bei der „ganz typischen Interferenzerscheinung“, so Winkhaus, wird der „Mondhof durch Beugung des Mondlichtes an den Wassertröpfchen oder Eiskristallen einer dünnen Wolke verursacht, die sich vor den Mond geschoben hat“, erklärt der Cronenberger: „Licht ist eine elektromagnetische Welle und wird an einem Hindernis ‚gebeugt‘. Überlagerungen der gebeugten Wellen können auch Interferenzerscheinungen hervorrufen“, erläutert Winkhaus weiter. Ein solches „Beugungsbild“ in Form eines farbigen Interferenzrings sei am Sonntagabend zu beobachten gewesen.

Und für die Laien unter den CW-Lesern hat Michael Winkhaus dazu sogar einen passende „Bauernweisheit“ „auf Lager: „Ist der Ring nahe dem Mond, uns der Regen verschont, ist der Ring aber weit, hat er Regen im Geleit.“ Soll heißen: „Wir können nach wie vor schöne (und damit kalte) Wintertage erwarten“, sagt der CFG-Physiker voraus und freut sich als Leiter der Astronomie-AG am CFG darüber: „Wir haben jede Menge Kurse hinter uns, bei denen es zwar sehr kalt, aber wunderbar klar war.“

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