22.02.2012, 22.21 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Kanzler-Medaille für Hospiz-Aktivistin Silke Kirchmann

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Die Trägerin der Kanzler-Medaille 2012 der CDU Cronenberg: Silke Kirchmann (2.v.li.) mit Cronenbergs neuem CDU-Chef Thomas Gaffkus-Müller, Stellvertreterin Claudia Schmidt und Bezirksbürgermeister Michael-Georg von Wenczowsky (re.).

Zum Politischen Aschermittwoch luden nicht nur die großen Bundesparteien in die Säle im blau-weißen Freistaat ein; auch im von einigen „hartgesottenen Dörpern“ selbsterklärten „Freistaat Cronenberg“ stieg am heutigen 22. Februar 2012 ein politischer Karnevals-Kehraus: Bei Lebenshilfe-Heringsstipp, Uhlemeyer-Frikadellen und Weizenbier sowie wenig karnevalistischen Tönen von Elvis-Imitator „Prince Graceland“ gab’s beim Polit-Aschermittwoch der CDU Cronenberg mehr oder minder launige Reden aus Stadt und Bund.

Mit dem Termin der Dörper Christdemokraten ist alljährlich aber auch ein in keinster Weise karnevalistischer, sondern ganz und gar ernsthafter Programmpunkt verbunden: Die Ehrung von besonderem (ehrenamtlichen) Engagement mit der Kanzler-Medaille der CDU Cronenberg. In diesem Jahr wurde Silke Kirchmann von den Dörper Christdemokraten mit der Auszeichnung bedacht. Die gebürtige Cronenbergerin ist Leiterin der Ambulanten Hospizdienste der Caritas Wuppertal/Solingen und seit neustem zusätzlich auch Hospiz- und Palliativ-Beauftragte im Bergischen. Im Rahmen ihrer Tätigkeit in der Hospiz-Arbeit zählt die 43-Jährige zu den engagiertesten „Vorantreibern“ des geplanten Kinderhospizes Burgholz.

Laudator Michael-Georg von Wenczowsky, Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Cronenberg, skizzierte den Werdegang der Geehrten, die zunächst als Krankenschwester tätig war und ab 1993 zur Vorreiterin der Hospiz-Arbeit in Wuppertal wurde. Und zwar, wie Michael-Georg von Wenczowsky zu berichten wusste, 1996 mit gerade erst 28 Jahren als erste Hospiz-Koordinatorin in der Stadt. Von Wenczowsky würdigte die Preisträgerin als Stifterin der Idee eines Kinderhospizes im Bergischen: „Das war im Jahr 2007 und jetzt haben 2012 und stehen kurz vor der Grundsteinlegung.“ Dass dort voraussichtlich ab 2013 schwerstkranke Kinder und ihre Angehörige zeitweise ein Zuhause finden können, „dafür sollten wir alle dankbar sein“, sagte Michael-Georg von Wenczowsky, „das ist auch dem Engagement von Silke Kirchmann zu verdanken“.

Die frisch gebackene Kanzler-Medaillen-Trägerin dankte nicht nur der Caritas-Geschäftsführung dafür, dass diese ihr „Chaos & Kreativität“ mittrage; der Dank von Silke Kirchmann ging vor allem an ihre in Cronenberg lebenden Eltern. Sie hätten ihr Mut und Leidenschaft mit auf den Weg gegeben – „das treibt mich an, in der Hospizarbeit weiterzumachen.“ Ihre Tätigkeit lasse das Leben deutlicher, präsenter werden, berichtete Silke Kirchmann; entsprechend schloss sie mit dem geflügelten Wort: „Nutze den Tag“ – aber, so Silke Kirchmann, „für das Wesentliche!“

Den Bericht zum Politischen Aschermittwoch finden Sie in den nächsten Tagen zunächst hier auf der Online-Seite der CW und am 02. März 2012 in der übernächsten Print-Ausgabe der Cronenberger Woche.

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