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16.03.2012, 16.00 Uhr   |   Marcus Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Dietrich Hoeborn hat „dauerhafte Spuren hinterlassen“

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Feierliche Verabschiedung: Dietrich Hoeborn (mi.) mit Bundesbildungsminister a.D. Karl-Hans Laermann, Oberbürgermeister Peter Jung, seiner Gattin Gabriele Hoeborn, seinem Nachfolger als Dekan, Eberhard Schmidt, und Uni-Rektor Lambert T. Koch (v.l.n.r.) in der Unterbarmer Pauluskirche.

Auch wenn er schon seit 25 Jahren auf dem Küllenhahn wohnt, „er ist weiterhin ein Hamburger Jung geblieben.“ Da ist sich der ehemalige Bundesminister für Bildung und Wissenschaft, Karl-Hans Laermann, ganz sicher. Aber Dietrich Hoeborn passt als „ausgesprochener Familienmensch“ mit seinem Engagement sowie seiner angenehmen hanseatischen Weltoffenheit und Weitsicht trotzdem perfekt in die kleine Hofschaft auf den Wuppertaler Südhöhen.

„Er kann vieles gut machen, besonders gut feiern“, erinnert sich auch Wuppertals Oberbürgermeister Peter Jung überaus gerne an viele gemeinsame Stunden mit seinem „Nachbarn“. Hoeborn sitze oft mit seiner Pfeife in der Ecke und beobachte das Treiben ganz genau. „Mir hat immer besonders gut seine Erdung gefallen“, stellt Jung besonders eine Eigenschaft des Professors heraus. Für die ist Küllenhahn gewiss das rechte Pflaster: Hoeborn habe im Ortsteil viele Dinge gemacht, die man nicht gedacht hätte, erklärt Jung. Unter anderem auch hohen Besuch an die Kaisereiche gebracht.

Weithin bekannt ist die Anekdote, wie Dietrich Hoeborn im Jahre 1999 den ehemaligen Bürgermeister von Košice, Rudolf Schuster, bei einem Deutschland-Besuch ins Tal lotste. Erst, um ihm „abseits des offiziellen Protokolls“, erinnert sich Karl-Hans Laermann, die nach Schuster und der Wuppertaler Partnerstadt benannten Hörsäle an der Bergischen Universität zu zeigen. Anschließend war dann sogar noch ein Abstecher in Hoeborns Heim an der Kaisereiche drin. Schuster war allerdings nicht mehr „nur“ Bürgermeister von Košice sondern zu diesem Zeitpunkt bereits slowakischer Staatspräsident.

Das war nur möglich, weil sich die beiden schon länger kannten: 1990 reiste Hoeborn erstmals in Wuppertals Partnerstadt, um als Koordinator den wissenschaftlichen Austausch der Wuppertaler Uni und der technischen Universität und der Technischen Hochschule Košice anzustoßen. Hier liefen sich die beiden Bauingenieure Hoeborn und Schuster über den Weg. „Vieles von dem, was Sie jahrelang als ‚Motor‘ der Partnerschaft zwischen der Bergischen Universität initiiert oder begleitet haben, hat dauerhafte Spuren hinterlassen“, resümiert Schuster in einem Grußwort an den Neu-Pensionär. Im Jahre 2003 bekam der Staatspräsident eine Ernennung zum Ehrendoktor des Fachbereichs Bauingenieurwesen der Wuppertaler Uni verliehen.

Am Mittwochnachmittag, 14. März 2012, wurde Dietrich Hoeborn als dienstältester Dekan in den Ruhestand verabschiedet. „Er hat als Dekan fast so lange gedient, wie Helmut Kohl als Kanzler“, fasste Uni-Rektor Lambert T. Koch die Schaffenszeit des Küllenhahners zusammen. Seit 1997 habe Hoeborn den Fachbereich D, Architektur, Baningenieurwesen, Maschinenbau und Sicherheitstechnik, geleitet. „Ein Fach, das uns keine Sorgen bereitet“, freut sich Koch.

Hoeborn habe sich engagiert der Aufgabe als Dekan zugewandt, ergänzte Laermann. Mit seiner Gelassenheit und dem trockenen Humor habe er die Sympathien der Studenten leicht gewonnen, seine Sprechstunden seien „legendär“ gewesen. Hoeborn habe dabei stets ein beachtliches Arbeitspensum an den Tag gelegt. Von diesem muss sich der Küllenhahner (Laermann: „seit fast 40 Jahren in Wuppertal verwurzelt“) nun wohl verabschieden. Aber eines scheint sicher: Vollends zur Ruhe setzen wird sich Dietrich Hoeborn gewiss nicht. Dafür ist es am Küllenhahn zu schön.

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