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23.03.2012, 19.00 Uhr   |   Marcus Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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„Mister RSC“: Peter Stroucken wurde 65 Jahre alt

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Peter Stroucken: Neben Familie und Firma hat der Sport und besonders der RSC Cronenberg einen großen Platz in seinem Herzen. (Foto: Marcus Müller)

Der Erfolg des RSC Cronenberg in den vergangenen Jahrzehnten ist neben einem großen Team, das wie eine Familie zusammen hält, besonders mit einem Namen verbunden: Präsident Peter Stroucken zieht als „Familienoberhaupt“ im Hintergrund die Fäden, hat die Entwicklungen im Verein stets im Blick und sorgt, wenn einmal verheißungsvolle Talente aus der eigenen Jugend nicht verfügbar sind, mit so manchem Top-Transfer für Aufsehen – immer um die Harmonie in der Mannschaft und das Wohl eines jeden Spielers bedacht. Am 15. März 2012 wurde Stroucken 65 Jahre alt. Doch zur Ruhe setzen wird er sich wohl noch lange nicht.

Eigentlich hätte er ja lieber Fußball gespielt. „Wie alle in meinem Alter damals“, erzählt Stroucken. Doch als dann in den Jahren 1956 und 1957 die Rollschuhbahn am Hofe gebaut wurde, seien seine Spielkameraden eben Rollschuh gelaufen: „Und da musste ich dann natürlich auch mitmachen.“ Der damalige Vorsitzende Alfred Henckels, nach dem die Halle an der Ringstraße heute benannt ist, habe ihm persönlich Rollkunstlauf beigebracht. „Damals bekamst du nicht sofort einen Schläger in die Hand gedrückt“, erzählt Stroucken. Mit elf Jahren trat er im Jahre 1958 dem RSC als Mitglied bei – und legte fortan eine steile „Karriere“ hin.

Über die Jugendmannschaften des Klubs spielte er sich letztlich bis in die Rollhockey-Bundesliga hoch, wurde der erste deutsche Nationalspieler aus Cronenberg. Nachdem er im Jahre 1976 zum Vorsitzenden des RSC gewählt wurde, hörte er zwei Jahre später dann mit dem aktiven Sport auf: „Das wurde alles ein bisschen zu viel“, erinnert sich Stroucken. „Manche sagen sogar, dass die sportlichen Erfolge erst dann gekommen seien, als ich aufgehört habe.“

Ein bisschen Wahrheit ist durchaus dran: Denn unter dem Präsidenten Stroucken feierten die Löwen (und später auch die Damen-Mannschaft) zahlreiche „fast unzählige“ Titelgewinne. „Das zeigt mir, dass ich vielleicht doch das Richtige gemacht habe“, freut sich der RSC-Präsident. Kein Wunder, dass er immer und immer wieder auf den Mitgliederversammlungen fast ohne Gegenstimme wiedergewählt wurde.

Peter Stroucken im Kreise seiner Mannschaft im Jahre 1962. (Foto: privat)

Peter Stroucken im Kreise seiner Mannschaft im Jahre 1962. (Foto: privat)

Darüber hinaus wurde er auch auf der Verbandsebene aktiv: Als Vizepräsident des Landesverbandes und zunächst als stellvertretender Fachwart, später als Nachfolger von Harro Strucksberg als Fachwart im DRIV, kümmerte sich Stoucken um die Belange der Aktiven über die Vereinsgrenzen hinweg. Seit drei Jahren ist er zudem stellvertretender Vorsitzender des Wuppertaler Stadtsportbundes. „Die wollten halt einen Funktionär dabei haben, der nah am Sport ist“, erklärt er sein weiteres Engagement. Ganz „nebenbei“ führt Stroucken gemeinsam mit einem Partner seit dem Jahre 1985 auch seine eigene Firma. Seine Funktionärs-Aktivitäten im Sport seien da allerdings „nur Hobby“, erklärt er.

Ein Hobby, das allerdings viel Spaß macht – und auch Arbeit mit sich bringt. Allein die Rollkunstlauf-EM im Jahre 2002 sei ein „tolles Erlebnis“ gewesen, erinnert sich Stroucken, aber auch recht arbeitsintensiv: Über 1.000 Aktive in vier Wochen zu betreuen, das sei nicht einfach gewesen. Etwas überschaubarer waren die anderen europäischen Wettbewerbe, die der Cronenberger nach Wuppertal holte: Die Rollhockey-EM der Herren 1992, die WM 1997, die Damen-WM 2004 und natürlich die Herren-EM 2010 und die Damen-EM 2011 seien alle einzigartig und einzelne Höhepunkte gewesen, erklärt der 65-Jährige. Bei der Vielzahl von Deutscher Meisterschaften des RSC sei die erste im Jahre 1980 „mit die Schönste“. Allerdings dicht gefolgt von der 2010: „Da hatten wir anfangs riesengroße Probleme und haben die Liga am Ende dennoch aufgemischt“, erinnert sich Stroucken, der einen großen Rückhalt bei seinem Tun bei seiner Familie findet. Ehefrau Magdalene, mit der er seit nunmehr 43 Jahren verheiratet ist, und seine Kinder spielen mit, helfen an der einen oder anderen Stelle fleißig mit – und Vater Peter sorgt dafür, dass neben dem ganzen Rollsport noch Zeit für die Familie bleibt. „Das hat früher nicht immer geklappt“, gibt er offen zu.

Einige Jahre wird Peter Stroucken dem RSC noch erhalten bleiben: „Ich mache die Arbeit gerne, egal wie stressig sie ist“, gibt er zu. „Die Erfolge geben einem ja letztlich recht.“ Darüber hinaus wolle er aber auch ein bestelltes Feld hinterlassen: Man habe für die Renovierung der Alfred-Henckels-Halle einen Kredit aufnehmen müssen, und da wolle er seinem „Nachfolger keine Bürde hinterlassen“, verspricht Stroucken. Auch wenn er beruflich zukünftig ein wenig kürzer treten wolle, in der Familie des RSC fühlt sich der Präsident wohl: „Es geht ja wohl noch ein paar Jährchen.“

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