29.03.2012, 08.54 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Geburtstagsgeld auf dem Postweg verschwunden

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Es sollte eine tolle Überraschung werden: Zum 90. Geburtstag einer Cronenbergerin hatten Freunde der Jubilarin aus Thüringen vor zwei Wochen einen Brief mit 90 Euro ins Dorf geschickt. Doch bei der rechtmäßigen Empfängerin hingegen kam das Geld nie an.

„Ich habe sehr viel Post zum Geburtstag bekommen“, erinnert sich die Seniorin. „Nur dieser eine Brief blieb verschollen.“ Bei der Polizei wurde die 90-Jährige an die Deutsche Post verwiesen, diese sei für Reklamationen zuständig, hieß es. Vor drei Jahren hatte die Cronenbergerin bereits einen ähnlichen Fall erlebt, auch hier war Geld auf dem Postweg verschwunden. Das Verfahren wurde dann damals ebenfalls eingestellt.

Da immer mal wieder Geldsendungen nicht den Empfänger erreichen können, rät die Deutsche Post ihren Kunden daher, Geldsendungen zwingend als versichertes Paket aufzugeben. Hier wird bei Verlust oder Beschädigung bis zu einem Wert von 500 Euro gehaftet. Es ist nicht immer der Briefträger, der Vertriebsweg eines Briefes ist lang. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten, Geldsendungen “herauszufischen“.

Die Cronenbergerin hat hingegen eine ganz andere Lösung parat: “Ich habe meinen Freunden gesagt, sie sollen sich, wenn sie mir zum 95. Geburtstag noch einmal Geld schenken wollen, bei meinen Angehörigen meine Bankverbindung besorgen und das Geld überweisen.“ Eine praktischere – wenn auch nicht so kreative – Entscheidung.

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