18.05.2012, 11.44 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Bayer-Realschule: Fußball-Allianz mit dem WSV

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Gehen in Zukunft in Sachen Fußball-Förderung Hand in Hand: Hartmut Eulner, Leiter der Friedrich-Bayer-Realschule (2.v.l.) und Sportlehrer Roland Dippel (li.) sowie WSV-Cheftrainer Hans-Günter Bruns (2.v.r.) und Thomas Ediger.

Die Friedrich-Bayer-Realschule (FBR) ist schon seit langem „sportbetonte Schule“. Zahlreiche sportliche Erfolge und die Einrichtung der „Sportklasse“ bezeugen, dass die Schule den Titel zu Recht trägt. Nun wird zusammen mit einem der „großen“ Vereine der sportliche Akzent weiter verstärkt: Die Schule geht eine Kooperation mit dem Wuppertaler Sportverein (WSV) ein.

Die endgültige Struktur der Zusammenarbeit muss zwar noch ausarbeitet werden, doch trotzdem konnten Vertreter beider Seiten schon Details bekanntgeben. So soll eine reine Fußballklasse für Jungen (Mädchen werden bereits in Kooperation mit dem SV Bayer gefördert) eingerichtet werden, die von Fachleuten des WSV betreut wird. „Wir wollen den Kindern eine kompetente Fußballausbildung durch den WSV bieten“, erklärten Schulleiter Hartmut Eulner und FBR-Sportlehrer Roland Dippel. Dabei sollen sportliche Förderung und gute schulische Leistungen kein Widerspruch darstellen: „Der Leistungssportgedanke steht hinter der Schule“, erläuterten Hans-Günter Bruns, Cheftrainer des WSV, und Thomas Ediger (Fitnesstrainer WSV).

Schulleiter Eulner und Trainer Bruns haben Erfahrung mit allzu ehrgeizigen Eltern, die die (oft kurze) Karriere ihrer Kinder zu radikal vorantreiben wollen. So werden begabte Kinder oft zu bekannten Vereinen weit außerhalb des sozialen Umfelds der jungen Sportler geschickt. Die geplante Gemeinschaftsarbeit des Vereins mit der Schule würde erstmals eine lokale Anlaufstelle bieten, so beide Seiten. Darüber hinaus betonte der ehemalige Bundesligaspieler Bruns den rein förderlichen Charakter des Projekts: „Es gibt keine Pflicht, im WSV zu spielen, wir wollen keine Spieler für den WSV werben“, so der 58-Jährige.

Ab August 2013 soll die erste Fußballklasse das neue Angebot wahrnehmen, eine Kapazität von 28 Jungen ist angepeilt. Die Option auf Einbindung anderer Schulen steht durchaus offen, so könnten evtl. Spieler anderer Schulen bei AGs‘ außerhalb der Schulzeiten teilnehmen. Fußballprofi Bruns beurteilt das Konzept sehr positiv: „Das ist eine Sache, zu der ich total stehe.“

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