11.06.2012, 14.00 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Ehrenmal-Diebstahl: Nicht alle Namen gesichert?

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Nur diese eine der insgesamt 22 Bronze-Tafeln rund um das Ehrenmal Cronenberg ließen die unbekannten Metall-Diebe in der Nacht zum 5. Juni 2012 zurück.

Nach dem Metall-Diebstahl am Ehrenmal (die CW berichtete ausführlich), meldete sich nun der Cronenberger bei der CW, der Foto-Aufnahmen der 22 Bronze-Tafeln erstellt hat, von denen 21 vermutlich in der Nacht zum 5. Juni 2012 aus dem Ehrenmal herausgstemmt und gestohlen wurden. Der Fotograf, der namentlich nicht in Erscheinung treten möchte, berichtet, dass er in den Jahren 2006 bis 2008 insgesamt 30 Bilder von der Cronenberger Gedenkstätte für die Gefallenen des 1. und 2. Weltkrieges gemacht hat. Der Grund: Ein Großonkel des Mannes war auf einer der Namenstafeln verewigt, die an die Cronenberger Gefallenen während des 1. Weltkrieges erinnerten.

Nach Worten des Cronenbergers sind auf seinen Fotos ein Großteil der Tafeln abgebildet und lesbar; für alle 22 Bronze-Tafeln trifft das allerdings nicht zu. Seine Aufnahmen stellte der Fotograf zwischenzeitlich der Cronenberger Polizei, dem Cronenberger Heimat- und Bürgerverein (CHBV) sowie dem städtischen Gebäudemanagement zur Verfügung, das für das Ehrenmal Cronenberg zuständig ist: „Ich hoffe, dass diese Dokumente helfen können, die Straftat aufzuklären und bei der ehrenvollen Wiederherstellung des Denkmals gute Dienste leisten“, schreibt der Cronenberger an die CW: „Vielleicht verfügen ja auch noch andere Cronenberger Bürger über Fotos, auf denen die Tafeln lesbar sind.“

Wer Aufnahmen der Namenstafeln hat, kann sich gerne auch mit der CW unter Telefon 0202-247 13 90 oder per E-Mail unter info @ cronenberger-woche.de in Verbindung setzen – wir leiten die Infos dann weiter! Zur Erinnerung: Der Materialwert der gestohlenen Bronze-Tafeln wird auf 30.000 Euro beziffert. Abseits des materiellen Schadens brachte Bezirksbürgermeister Michael-Georg von Wenczowsky seine Hoffnung zum Ausdruck, dass alle Namen der über 400 Gefallenen mit dem skrupellosen Diebstahl nicht auch verloren sind.

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