08.08.2012, 12.33 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Unterkirchen: Stadt lädt Skater zum Mitmachen ein

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Sebastian Kämper von der städtischen Spielplatz-Planung hofft darauf, dass sich auch viele Kinder und Jugendliche aus dem CW-Land bei ihm melden, um ihre Vorstellungen zum Skate-Platz Unterkirchen und/oder anderen Plätzen einzubringen.

Zwar ist es auf dem Skate-Platz in Unterkirchen nach dem Abbau zweier maroder Ramps (die CW berichtete) ziemlich ruhig, in die von der CDU jüngst geforderte Wiederherstellung der Rampen kommt indes Bewegung: Eine Honorarkraft des zuständigen Stadtbetriebs Kinder, Jugend und Familie soll sich in den kommenden Monaten darum kümmern, mit Nutzern des Skate-Platzes Ersatz-Ramps zu planen und zu bauen.

Wie Spielplatz-Planer Tom Zimmermann gegenüber der CW berichtet, zählt neben der Skate-Anlage am Eskesberg auch die Anlage in Unterkirchen zu dem Projekt; das Ziel der Stadt: Gemeinsam mit jugendlichen Nutzern der Anlagen sowie der Skate-Halle „Wicked Woods“ in Langerfeld und dem Wichernhaus sollen neue, „outdoorgeeignete“ Rampen geplant werden, die dann in einem Workshop auch gemeinsam gebaut werden sollen. Die für die Skate-Anlage am Eskesberg zuständige BV Elberfeld-West hat nach Angaben von Spielplatz-Planer Zimmermann bereits ihre Zustimmung sowie finanzielle Unterstützung signalisiert. Wenn Bezirksbürgermeister Michael-Georg von Wenczowsky aus dem Urlaub zurück ist, will der Stadtbetrieb auch in Cronenberg um Unterstützung bitten.

Den Kontakt zu den Nutzern der Skate-Anlagen soll Sebastian Kämper knüpfen: Der 20-jährige Cronenberger ist als Honorarkraft für den Stadtbetrieb Kinder, Jugend und Familie tätig und hat die Aufgabe, sich stadtweit um „einen Draht“ zur Jugendlichen-Szene zu bemühen. So wird sich Kämper um Projekte wie „Basketball bei Nacht“ kümmern, die mögliche Einrichtung einer Parkour-Area am Bergischen Plateau vorbereiten oder auch versuchen, eine Bolzplatz-Liga einzustielen. Hier wie auch bei der Skateplatz-Initiative ist es das Ziel der Stadt, „die Szene“ bei den einzelnen Projekten „ins Boot“ zu holen: „Wir wollen nicht einfach etwas hinsetzen“, erläutert Sebastian Kämper das Vorhaben: „Die Kinder und Jugendlichen sollen sich mit ihren Ideen einbringen können.“

Polizei: Jugendliche sind überall unerwünscht

Während in Cronenberg der Kontakt zu den Jugendlichen noch hergestellt werden muss, ist das Echo bei der Polizei bereits positiv: „Wir halten es für entscheidend, den Kontakt zu den Jugendlichen herzustellen, um auch ihre Bedürfnisse und Wünsche einmal abzufragen“, begrüßt Polizeikommissarin Simone Bremer die Stadt-Initiative. Aus polizeilicher Sicht liege der Fokus natürlich auf Sicherheit und Ordnung, „wir sind aber auch davon überzeugt, dass das Problem darin zu suchen ist, dass den Jugendlichen keine „Nische“ zugeteilt wurde, in der sie sich „altersgerecht“ bewegen können. Überall sind sie unerwünscht und bekommen diese Tatsache auch sehr deutlich zu spüren.“ Die Hoffnung von „Dorfpolizistin“ Bremer: „Vielleicht besteht ja letztendlich durch eine Zusammenarbeit eine Möglichkeit, unseren Stadtteil ein wenig jugendfreundlicher zu gestalten und damit das Problem an der Wurzel anzugehen.“

Kinder und Jugendliche, die an dem Projekt „Skate-Anlage Unterkirchen“ gerne mitwirken würden oder Ideen zu anderen Spiel- und Bolzplätzen im CW-Land haben, können sich gerne direkt mit Sebastian Kämper per Handy unter der Rufnummer 0172-642 38 76 in Verbindung setzen. Ebenso freuen sich Sebastian Kämper und Tom Zimmermann natürlich auch über zahlreiche Vorschläge und Kontaktaufnahmen per E-Mail an die Adresse tom.zimmermann @ stadt.wuppertal.de.

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