10.09.2012, 15.49 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

GCU: Schülerpreise des Jahres 2012 verliehen

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Der Vorstand der Gemeinschaft Cronenberger Unternehmen sowie Bezirksbürgermeister Michael-Georg von Wenczowsky (li.) mit den diesjährigen Schüler-Preisträgern.

Im gemütlichen Ambiente der Cronenberger Fest-Scheune verlieh die Gemeinschaft Cronenberger Unternehmen (GCU) am vergangenen Freitag, 7. September 2012, ihre Schüler-Förderpreise. Dass die zwischenzeitlich aufgelöste Hauptschule Cronenberg nach Angaben von GCU-Chef Peter Capellen keinen Schüler ihres letzten Jahrganges an der Berghauser Straße mehr benannt hatte, sorgte zwar allenthalben ebenso wie die Auflösung selbst für Bedauern; den festlichen Charakter des Abends konnte das jedoch keineswegs schmälern. Und auch nicht die Freude von Jan Wozniak (Friedrich-Bayer-Realschule) sowie von Marvin Huang (Carl-Fuhlrott-Gymnasium), die für ihre besonderen (naturwissenschaftlichen) Schul-Leistungen mit den GCU-Preisen ausgezeichnet  wurden.

Jan Wozniak: Beliebt, zuverlässig und mit dem besten FBR-Abschluss

Jan Wozniak schloss die Bayer-Realschule im letzten Schuljahr als Jahrgangsbester ab: Aber nicht nur wegen seines 1,4er-Zeugnisses wurde der 16-Jährige Küllenhahner für den GCU-Preis benannt – „Jan Wozniak ist auch ein beliebter Schüler und war sehr zuverlässig“, attestierte ihm GCU-Vize und Laudator Dr. Andreas Groß. Damit nicht genug: Zudem habe sich Jan Wozniak an vielen Stellen für die Belange der Schule und seiner Mitschüler eingesetzt, würdigt die Verleihungsurkunde. Der ehemalige Realschüler, der nunmehr an der Erich-Fried-Gesamtschule sein Abitur „bauen“ will, freute sich über den GCU-Preis: „Das ist eine Ehre“, sagte der 16-Jährige im Gespräch mit der CW und fügte praktisch hinzu: „Und das macht sich bestimmt auch einmal in einer Bewerbung gut!“ Dass er einen Beruf in der Finanzbranche anstrebt, zeigte sich in der Antwort auf die Frage, was er wohl mit dem GCU-Preisgeld in Höhe von 200 Euro anfangen werde: „Sparen“, versicherte Jan Wozniak – schließlich steuert der GCU-Preisträger im nächsten Jahr den Führerschein an…

Marvin Huang: „Vielleicht sogar mit mehr Mathe-Beweistechniken als mancher Lehrer…“

Ebenso solide zeigte sich Fuhlrott-Gymnasiast Marvin Huang: Den Führerschein hat der 16-Jährige zwar nicht im Blick, vielmehr will er das GCU-Preisgeld als Grundstock für sein späteres Studium sparen. Huang wurde von seinem Gymnasium für seine herausragenden Leistungen in den Fächern Mathematik, Physik, Informatik und Chemie für den GCU-Preis benannt. Der Sohn chinesischstämmiger Eltern finde auch bei komplexen Problemstellungen eigenständig Lösungsansätze und erkenne problemlos fachübergreifende Zusammenhänge, würdigt die Laudatio die Leistungen des Küllenhahner Gymnasiasten. In Mathematik zum Beispiel kenne Marvin Huang deutlich mehr Beweistechniken als die meisten seiner Mitschüler – „und vielleicht auch als mancher Lehrer“, fügte Dr. Andreas Groß schmunzelnd hinzu.

So zählte Marvin Huang im Fach Informatik zu einem Schüler-Team, das bei dem bundesweiten Wettbewerb „Intel Leipnitz Challange“ die Höchstpunktzahl erzielte und es unter 1.000 Teilnehmergruppen in die Top 100 schaffte. Keine Überraschung, dass der CFG-Schüler, der im kommenden Jahr sein Abitur schaffen möchte, einen Zeugnisdurchschnitt von 1,03 vorzuweisen hat – eine „Zwei minus“ im Fach Deutsch war dabei die schwächste Note des Lichtscheiders, der im übrigen beim SSV Germania 1900 Tischtennis spielt. „Es freut mich total“, sagte der frisch gebackene GCU-Preisträger zu der Auszeichnung: „Als Repräsentant des Gymnasiums ausgezeichnet zu werden, macht mich stolz und ist auch ein Ansporn.“

Michael-Georg von Wenczowsky: „Einmalige Auszeichnung und natürlich in Cronenberg!“

Oberbürgermeister Peter Jung, der es sich trotz engen Terminkalenders nicht nehmen ließ, zumindest kurz bei der GCU-Verleihung dabei zu sein, würdigte die Auszeichnung der Cronenberger Unternehmervereinigung, zumal Cronenberg mit der Bayer-Realschule und dem Fuhlrott-Gymnasium zwei hervorragende Schulen besitze. Gemeinsam mit der Junior Uni, der Bergischen Universität oder auch einer Vielzahl großartiger Unternehmen trage auch eine Auszeichnung wie der GCU-Preis zur Förderung von Fachkräften bei, lobte Jung: „Mir liegt daran, dass Spezialisten hier ausgebildet werden und auch Arbeitsplätze finden.“ In diesem Sinne nutzte Peter Jung die Gelegenheit des GCU-Festabends auch dazu, um den versammelten Cronenberger Unternehmern dafür zu danken, dass sie Jahr für Jahr Ausbildungsplätze bereit stellen.

Bezirksbürgermeister Michael-Georg von Wenczowsky schloss sich dem OB-Lob an und würdigte die GCU-Auszeichnung als einmalig in Wuppertal: „Und natürlich gibt es sie in Cronenberg!“ Von Wenczowsky äußerte sein Bedauern zur Schließung der Hauptschule Cronenberg und warb zugleich für ein Bürgerzentrum in dem denkmalgeschützten Gebäude an der Berghauser Straße. Durch den Einzug des Berufskollegs Haspel haben man nun drei bis fünf Jahre Zeit gewonnen, um an dieser Vision zu arbeiten. In munteren Gesprächen bei Schmankerln aus der hauseigenen Küche des Partyservices Schmidtke sowie mitreißender musikalischer Intermezzi der Wuppertaler Gesangsensembles „Voices“ klang der kurzweilige GCU-Festabend erst gegen Mitternacht aus.

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