24.09.2012, 10.41 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Ungewöhnlich: „Abwrackprämie“ für Kinderhospiz

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Aus einem Altauto eine Spende fürs Kinderhospiz gemacht, die dank der Bethe-Stiftung dann auch noch verdoppelt wurde - da hatten Günther Reimann und Enkel Janos allen Grund zur Freude, als sie den Spendenscheck an Zita Höschen überreichten.

Der Spendenaktionen für das geplante Kinderhospiz Burgholz gibt es viele: Hilfreiche Ideen sind es sicherlich, anlässlich von runden Geburtstagen, Jubiläen, Firmenfeiern oder auch bei Beerdigungen auf Gaben zu verzichten und statt dessen um Spenden zu bitten – schließlich zählt jeder Euro für das Kinderhospiz an der Küllenhahner Kaisereiche. Die Cronenbergerin Beate Dilthey beweist aber auch seit einiger Zeit, dass es sich sogar mit selbst gemachter Marmelade und Aufgesetztem helfen lässt, erst am vergangenen Samstag, 22. September 2012, veranstalteten die Geschäftsleute am Hans-Otto-Bilstein-Platz einen Tag der offenen Tür sowie „Müller für die Sinne“ anlässlich seines 10-jährigen Bestehens eine Charity-Auktion zugunsten der Kinderhospiz-Stiftung. Nicht zu vergessen der Sponsorenlauf, welchen die vier Cronenberger Bürgervereine am kommenden Samstag, 29. September 2012, für das geplante Hospiz an der Kaisereiche durchführen werden.

Zita Höschen von der Kinderhospiz-Stiftung hat dabei bereits seit Monaten die freudige Pflicht, durchs bergische Städtedreieck zu fahren und die einzelnen Spendenschecks in Empfang zu nehmen – so etwas nennt man wohl positiven Stress! Die Caritas-Mitarbeiterin hat im Laufe der Spenden-Sammlung für das Kinderhospiz auf diese Weise zahlreiche Aktionen kennen gelernt, was sich das Cronenberger Ehepaar Edith und Günther Reimann mit ihrem Enkel Janos Hübner einfallen ließ, war aber auch für Zita Höschen neu: Großeltern und Enkelkind spendeten den Erlös aus einem Pkw-Verkauf für das Kinderhospiz.

Der rote Mazda 3, den Günther Reimann 1996 kaufte und ab 2003 dann seiner Tochter überließ, hatte nunmehr stolze 250.000 Kilometer „runter“ und musste doch öfter mal in die Werkstatt, sodass sich Janos‘ Mutter einen neuen Pkw zulegte. Eigentlich sollte der Enkel den Verkaufserlös des Mazda aufs Sparkonto bekommen; da das Führerschein-Geld darauf jedoch schon zusammen gekommen war, fassten Opa und Enkel einen uneigennützigen Entschluss: „Das spenden wir fürs Kinderhospiz!“

300 Euro gab’s für den treuen Mazda noch – dass sie nicht auf seinem Konto landeten, war für Janos kein Problem: „Ich find‘ es es gut, dabei zu helfen, dass die Kinder noch eine schöne Zeit haben können“, sagte der Zehnjährige bei der Scheckübergabe. Und weil ihre Spende im Zuge der noch bis Ende September laufenden Verdopplungsaktion der Bethe-Stiftung auf 600 Euro für das Kinderhospiz wächst, freuten sich Günther Reimann und Janos natürlich doppelt, als sie die „Abwrackprämie“ an Zita Höschen überreichten.

Wer spenden möchte: Das Konto der Kinderhospiz-Stiftung Bergisches Land hat die Nummer 979 997 bei der Stadtsparkasse Wuppertal (BLZ 330 500 00). Online kann unter www.caritas-wsg.de gespendet werden. Mehr Infos zu dem Projekt sind online unter www.kinderhospiz-wuppertal.de abrufbar. Mehr Informationen zur Bethe-Stiftung gibt es hingegen unter www.bethe-stiftung.de.

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