25.11.2012, 10.36 Uhr   |   Marcus Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Engagierter Auftritt des RSC Cronenberg gegen Benfica Lissabon

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Eine deutlich effektivere Chancenausbeute konnte der RSC Cronenberg gegen Benfica Lissabon vorweisen, allerdings nicht bei Penaltys wie hier von Marco Bernadowitz.

Dass die „Nuss“ RSC Cronenberg so schwer zu knacken sein würde, das hätten sich die Portugiesen gewiss nicht gedacht. Aber Benfica Lissabon hätte vorgewarnt sein sollen, schließlich verzweifelte schon so manches Top-Team aus Europa in der „Löwen-Höhle“ an der Ringstraße. Und am Samstagabend, 24. November 2012, sah es in der Alfred-Henckels-Halle lange nach einer Sensation aus.

Denn Benfica hatte gerade nach dem Anstoß seinen ersten Angriff gespielt, da legten die Cronenberger los wie die Feuerwehr: Einen herrlichen Konter verwandelte Mark Wochnik nach gerade einmal 25 Sekunden zum 1:0. Und die Hausherren hatten die Gelegenheit, frühzeitig zu erhöhen: Nach einer Blauen Karte für Benfica wenige Minuten später gab es einen Direkten Freistoß – aber Marco Bernadowitz versoss.

RSC-Torwart Basti Wilk hielt sensationell gegen stürmende Gäste

Postwendend sah dieser dann ebenfalls Blau, weil er den Konter der Gäste verhindern wollte und etwas zu ungestüm in den Zweikampf an der Bande ging. RSC-Torwart Basti Wilk, der an diesem Europapokal-Abend wieder einmal sensationell hielt und bei jedem Gegentreffer machtlos war, hielt die Führung fest. Trotzdem häuften sich die Fehler in der RSC-Abwehr – und Lissabon kam zum 1:1 durch Viana.

Doch in der 13. Spielminute konterten Benni Nusch und der zwischenzeitlich eingewechselte Kay Hövelmann so schnell, dass Letzterer fast spielerisch die Kugel wieder im Netz der Portugiesen unterbrachte. Die Halle jubelte, Benfica wirkte vollends überrascht von der Effektivität der Cronenberger. Marco Bernadowitz hatte zwar noch das 3:1 auf dem Schläger, doch bereits vor der Halbzeitpause nutzten die routiniert aufspielenden Gäste die zahlreicher werdenden Fehler des stark dagegen haltenden RSC aus und drehten die Partie durch Treffer von Rodrigues und López auf 2:3.

Meckernder Jens Behrendt sieht wieder einmal die Blaue Karte

Die zweite Hälfte begann mit einer Riesenchance von Mark Wochnik, doch der verdiente Ausgleich wollte nicht fallen. Vielmehr erhöhte Rafael auf 2:4, auch nach dem zehnten Teamfoul von Lissabon konnte Benni Nusch nicht den Anschlusstreffer erzielen. Jens Behrendt erwies seinem Team wieder einmal einen Bärendienst, indem er sich für Meckerns die Blaue Karte abholte – den fälligen Direkten hielt Basti Wilk aber ebenso, wie den Strafstoß nach dem zehnten Teamfoul des RSC.

Nachdem Neves fünf Minuten vor dem Ende zum 2:5 traf, gelang knapp zwei Minuten später Benni Nusch der 3:5-Anschlusstreffer. Die Löwen witterten noch einmal ihre Chance: Pedro Fragoso hatte dabei noch einmal die beste Gelegenheit, als er frei vor dem portugiesischen Torwart auftauchte. Eine Punkteteilung sollte aber an diesem Abend nicht sein, der Stimmung tat dieser Umstand aber keinen Abbruch: Mit minutenlangem Applaus wurden die RSC-Löwen verabschiedet.

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