26.11.2012, 17.00 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Senioren mit dem „Enkel-Trick“ um 9.000 Euro betrogen

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Um 9.000 Euro ihrer Ersparnisse brachten eine oder zwei skrupellose Unbekannte mit dem so genannten „Enkel-Trick“ ein Hahnerberger Rentner-Ehepaar. Bei der 86-jährigen Seniorin und ihrem 84-jährigen Ehemann klingelte am vergangenen Freitagvormittag gegen 11 Uhr das Telefon. Die Anruferin am anderen Ende der Strippe gab sich als Enkelin „Karola“ aus und fragte die 86-Jährige, ob sie ihr 28.000 Euro und Schmuck geben könnte – sie brauche Geld für einen Wohnungskauf in Solingen.

Vier oder fünf weitere Telefonate über einen Zeitraum von zwei Stunden wurden geführt, die Senioren schöpften aber offenbar keinen Verdacht. Sie konnten der vermeintlichen Enkelin zwar „nur“ 9.000 Euro anbieten, auch dazu willigte „Karola“ natürlich ein: Sie schickte der Hahnerbergerin ein Taxi in den heimischen Schulweg, mit dem die Seniorin alsdann zu einer Bank am Islandufer fuhr, um das Geld vom Sparbuch abzuheben. „Großzügig“ hatte „Karola“ der Seniorin zuvor gesagt, dass sie das Taxi bezahlen würde. Auch gab die Trickdiebin der 86-Jährigen mit auf den Weg, dass nach ihrer Rückkehr eine „Frau Rubin“ bei ihr vorbeischauen würde, um das Geld abzuholen.

Gegen mittlerweile 14 Uhr zurück im Schulweg, erwies sich die 86-Jährige weiterhin als zu gutgläubig: Sie rief sogar nach der avisierten Geldbotin und prompt stand „Frau Rubin“ auf der „Matte“. Die Unbekannte nahm den Briefumschlag in Empfang und machte sich zu Fuß aus dem Staub. Erst zwei Stunden später schwante den Senioren, dass sie übers Ohr gehauen worden waren und sie alarmierten die Polizei.

Der Beschreibung nach war die mutmaßliche Trickdiebin „Frau Rubin“ circa 20 bis 25 Jahre alt, etwa 1,60 Meter groß und hatte ein rundliches Gesicht. Die Frau trug eine grüne Jeansjacke mit Kapuze; ob sie mit der Anruferin identisch ist oder es eine Komplizin gibt, ist unbekannt. Hinweise zu dem Trickdiebstahl mit dem Enkel-Trick nimmt die Polizei unter Telefon 0202-247 13 90 (Cronenberg) oder unter 0202-284-0 (Präsidium) entgegen.

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