11.01.2013, 09.30 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Stadt bleibt hart: Ersatz der Ehrenmal-Tafeln durch Sponsoren

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Kräftig ausgelichtet hat die Stadt rund um das Ehrenmal Cronenberg. Bezirksbürgermeister Michael-Georg von Wenczowsky zeigte sich dankbar, dass das Denkmal nunmehr besser sichtbar und damit auch vor weiteren Beschädigungen besser geschützt sei.

Wie mehrmals berichtet, hat die Stadt „Nein” zu einer Beteiligung an den Kosten für den Ersatz der gestohlenen Namens-Tafeln des Ehrenmals Cronenberg gesagt. Die 22 Bronze-Tafeln mit den Namen der 460 Cronenberger Gefallenen des 1. Weltkriegs waren von unbekannten Metall-Dieben in der Nacht zum 5. Juni 2012 herausgebrochen und entwendet worden – den Schaden beziffert die Stadt auf 65.000 Euro.

Dass die Stadt erklärte, sich aufgrund ihrer Finanzknappheit nicht an den Kosten für neue Tafeln zumindest beteiligen zu können, sorgte in Cronenberg für Kritik, darunter auch durch den Cronenberger Heimat- und Bürgerverein (CHBV) im Rahmen der Cronenberger Gedenkstunde zum Volkstrauertag. Am vergangenen Dienstag lud Oberbürgermeister Peter Jung daher Cronenbergs Bezirksbürgermeister Michael-Georg von Wenczowsky zu einem Gespräch zum Thema „Ehrenmal“ ins Rathaus Barmen ein.

Das Ergebnis der Zusammenkunft erläuterte von Wenczowsky am Mittwochabend in der Bezirksvertretung (BV) Cronenberg; Quintessenz: Es hat sich im Grunde nichts am Status quo verändert. Die Stadt beteiligt sich auch weiter nicht an den Ersatzkosten, die Finanzierung der neuen Tafeln soll vielmehr – wie von der Stadt zuvor schon vorgeschlagen – über Sponsoren erfolgen.

Die Stadtsparkasse stiftet die erste Namenstafel fürs Ehrenmal

Wie Michael-Georg von Wenczowsky erläuterte, hat sich die Stadtsparkasse Wuppertal bereits bereit erklärt, die erste der jeweils 3.000 Euro teuren Namenstafeln zu finanzieren. Die Kosten einer zweiten Tafel könnten durch die Bezirksvertretung Cronenberg übernommen werden; Bürgermeister von Wenczowsky will das jedenfalls dem Stadtteilparlament vorschlagen, sobald die neuen Haushaltsmittel der BV durch den Kämmerer freigegeben sind.

Um weitere Tafel-Sponsoren zu gewinnen, wird der Cronenberger Heimat- und Bürgerverein (CHBV) die Federführung einer Spendenaktion übernehmen – auf diese Weise können Tafel-Stifter, aber auch Klein-Spender für ihre Zuwendungen Spendenquittungen erhalten. Michael-Georg von Wenczowsky hofft darauf, dass nun weitere Unterstützer dem Beispiel der Stadtsparkasse folgen und spenden, so auch weitere Banken mit Filialen „em Dorpe”: „Ich hätte gerne die Cronenberger mit ihm Boot.”

Bis zu sieben Jahre für die vollständige Rekonstruktion?

Ziel der Sponsoren-Aktion ist es natürlich, alle gestohlenen Tafeln durch neue Bronze-Tafeln zu ersetzen. Bis das geschafft ist – von fünf bis sieben Jahren wird ausgegangen – , sollen zunächst einfache Blechschilder mit den jeweiligen Namensaufdrucken die noch nicht finanzierten Bronzetafeln provisorisch ersetzen. Zudem, so berichtet der Cronenberger Bezirksbürgermeister, soll vor dem Ehrenmal ein Schild auf den Tafel-Diebstahl und die Sponsoren-Aktion hinweisen.

„Ich hätte natürlich lieber ein anderes Ergebnis gehabt”, kommentiert Michael-Georg von Wenczowsky das Resultat des Gesprächs im Barmer Rathaus: „Aber zumindest haben wir jetzt eine Perspektive für das Ehrenmal, die machbar ist!” Der Bezirksbürgermeister abschließend gegenüber der CW: „Es kann nicht sein, dass das Ehrenmal über Jahre so bleibt wie es jetzt ist!”

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Lesermeinungen zu diesem Artikel

  1. Robätt
    31.01.2013, 12:37 Uhr   |   Direktlink

    Jo, die bruuken jo u-ech jeden Cent förr dänn Döppersberg.
    Do wäed dann geschri-ewen: Ups, do woaren jo aul Leitenker
    emm Vörrbouw vam Bahnhoff, do hawwer nicht dran gedeiht:
    on schon ess datt Gedü-ens ess eweskes €600.000,00 dü-erer.
    On datt Geild schingt äwwer do te sinn….

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