22.01.2013, 11.57 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Gute Nachricht: Stadt will Sporthalle an der Berghauser Straße

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Frohe Kunde hatte Sport-Dezernent Matthias Nocke mit zum 2. Cronenberger Sportgespräch gebracht: Auch die Stadt favorisiert einen Hallen-Neubau an der Berghauser Straße.

Beim zweiten „Sportgespräch“ der CDU Cronenberg gab es am vergangenen Donnerstagabend, 17. Januar 2013, eine klare Zusage für Cronenberg: Auf dem Grundstück der ehemaligen Hauptschule an der Berghauser Straße soll eine Dreifach-Sporthalle errichtet werden. Dies sagten Sport-Dezernent Matthias Nocke sowie Peter Keller, Leiter des Sport- und Bäderamtes, den Vertretern aus Sport und Politik zu, die zu den von der Dörper CDU veranstalteten Gesprächen gekommen waren. Der seit Jahren für eine Sporthalle gesicherte Standort Unterkirchen fällt weg – wegen schlechter Topografie und mangelnder Parkmöglichkeiten, so hieß es.

Multifunktionaler 4,8-Millionen-Bau mit drei Hallen und für rund 200 Zuschauer

In der „guten Stube“ der Cronenberger Bahnhofsgaststätte gab es von den Stadt-Vertretern wichtige Informationen zu dem geplanten Bau: Vor 2016 wird zunächst nichts auf dem Berghauser Schul-Gelände passieren, da bis zu diesem Zeitpunkt dort der Schulbetrieb des Berufskollegs Haspel läuft. Abseits dessen zwingt aber auch die finanzielle Lage der Stadt dazu, Prioritäten zu setzen: So erhält zunächst die Gesamtschule in Langerfeld eine Sporthalle – dort ist die Lage noch prekärer. 2016 könnten dann Planungsmittel für die geplante Cronenberger Sporthalle „locker gemacht“ werden – die Kosten für das Gesamtprojekt werden auf 4,8 Millionen Euro beziffert.

Auch aus Gründen des Brandschutzes ist eine Kapazität von 199 Besuchern vorgesehen; bei den Planungen sollen die Cronenberger Vereine einbezogen werden. Für den Neubau an der Berghauser Straße soll auch das Thema „Inklusion“ relevant sein, Barrierefreiheit ist ein Beispiel. Dem stimmten Dezernent Nocke und Amtsleiter Keller zu, doch bisher ist monetäre Unterstützung vom Land  nicht in trockenen Tüchern: „Ein finanzielles Äquivalent muss vom Land gewährleistet werden“, unterstrichen Nocke und Keller, „bis jetzt ist das Geld vom Land NRW aber noch nicht gesichert“.

Sporthallen-Not: Cronenberger Vereine müssen bis ins Tal ausweichen

Dass der Bedarf für eine weitere Sportstätte im Dorp da ist, erwies sich am Donnerstagabend durch die anwesenden Vereinsvertreter als unumstritten. „Wir haben 1.500 Mitglieder und würden gerne weiter expandieren – bisher geht das aber nicht“, berichtete Friedhelm Bursian, Geschäftsführer des SSV Germania 1900. Darüber hinaus gibt es zwei Cronenberger Vereine, die zusammen jährlich rund 10.000 Euro an externen Hallenmieten zahlen müssen – Geld, das die Vereine intern sicherlich investieren könnten.

Beispiel Cronenberger TG (CTG): Der  700 Mitglieder starke Verein, dessen erste Handballer als Verbandsligist die zweithöchste Klasse aller Wuppertaler Vereine spielen, muss seine diversen Angebote mangels ausreichender Hallenzeiten in Cronenberg auf insgesamt sieben Hallen in der Stadt verteilen; CTG-Mitglieder müssen sich daher auch in Ronsdorf, an der Bundeshöhe oder auch im Tal an der Else-Lasker-Schüler-Gesamtschule treffen: „Das geht jetzt schon seit ewigen Zeiten so“, kritisiert Oberturnwart Volker Lüdorf: „Wir alle finden die Situation besch…eiden.“ Während besonders die CTG-Handballer „reiselustig“ sein müssen, bangt es der Tischtennis-Abteilung der TG sogar davor, dass der Schulbetrieb in der Berghauser Straße endet und die dortige Turnhalle geschlossen wird: „Dann können wir die Abteilung auflösen“, weiß Volker Lüdorf.

CTG-Appell: „Alle in Cronenberg für eine neue Halle an einem Strang ziehen!“

Umso mehr drängt der CTG-Vorstand auf einen Neubau: „Eine Dreifach-Sporthalle wäre ideal – wir wollen alle unsere Angebote in Cronenberg konzentrieren“, so Volker Lüdorf. Gleichzeitig appelliert das 69-jährige Urgestein des Cronenberger Vereins an die Politik „im Dorf“, zu diesem Ziel an einem Strang zu ziehen: „Alle Parteien, Vereine, Bürgervereine und die Bezirksvertretung sollten sich dafür zusammentun“, hofft Volker Lüdorf: „Cronenberg sollte dafür zusammenstehen!“ Der Wunsch des Cronenberger Sports ist derweil schon bei der Stadt gehört worden: Auf einen Antrag der Fraktion von Bündnis90/Die Grünen in der Bezirksvertretung Cronenberg ließ die Stadt wissen, dass ein Sporthallen-Neubau an der Berghauser Straße bereits Gegenstand der Finanzberatungen zum Haushalt 2014 sein wird – Cronenberg darf sich also auf eine bessere Lage im Sportbereich freuen!

Jan-Lukas Kleinschmidt/Meinhard Koke

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Lesermeinungen zu diesem Artikel

  1. Thomas Schürmann
    22.01.2013, 14:25 Uhr   |   Direktlink

    Ich vermisse eine Information darüber, was mit dem Schulgebäude passieren soll. Wird das dann komplett abgerissen? Will vielleicht niemand das Wort Abriss in den Mund nehmen?

    Ich fände es sehr schade, wenn mit einem Neubau Cronenberg mal wieder ein Stück gesichtsloser würde.

  2. Thomas Schürmann
    22.01.2013, 14:29 Uhr   |   Direktlink

    Oder würde die neue Sport- und Turnhalle hinter dem Altbau errichtet und im Altbau entstünde Platz für die Nicht-Sport-Vereine?

    Hinter dem Altbau müßte doch Platz genug sein? Ich frage mich, wie viele Cronenberger nach dem Abriß der Feuerwache in der Ansicht des Lidls eine visuelle Verbesserung sehen?

  3. Redaktion
    22.01.2013, 14:43 Uhr   |   Direktlink

    Wie schon auf unserer FB-Seite geschrieben: Der Altbau müsste eigentlich erhalten bleiben – schließlich ist er ja auch denkmalgeschützt. Die Sporthalle soll vielmehr auf dem Areal des Anbaus bzw. des angrenzenden Leichtbaus und des Schulhofs errichtet werden. Wille der Cronenberger Politik ist, in dem Schuldenkmal ein „Bürgerzentrum“ einzurichten. Nur, ob dafür Geld da sein wird…

  4. Susanne Heinson
    22.01.2013, 14:49 Uhr   |   Direktlink

    Die Information darüber, was mit dem Schulgebäude passieren soll, vermisse ich ebenfalls. Das alte Schulgebäude steht meines Wissens nach unter Denkmalschutz… Ebenfalls vermisse ich eine Information über die Planung von weiteren Parkplätzen – als direkter Anwohner kann ich sagen, dass es schon jetzt durch die diversen Nutzungen der Turnhalle, der Aula, den Neubauten an der Berghauser Straße gegenüber der Schule und des Veranstaltungsraumes schräg gegenüber an Parkplätzen mangelt. Ich frage mich ernsthaft, wo 200 Besucher parken sollen?

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