25.01.2013, 11.31 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Hösterey-Blutbuche: Naturdenkmal-Schild endlich angebracht

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"Das ist ja putzig", finden die Sudbürger zu dem Naturdenkmal-Schild, das nunmehr an der Sudberger Blutbuche angebracht wurde. Foto: privat

In das jahrelange „Hick-Hack“ um die Sanierung und Zukunft des mit Altlasten verseuchten „Hösterey-Geländes“ in Sudberg (die CW berichtete mehrfach) mischte sich auf Seiten des Bürgervereins „Sudbürger e.V.“ stets auch eine weitere Sorge: Was wird aus der mächtigen Blutbuche auf dem Areal an der Ecke Schöppenberg/Sudberger Straße?

Bereits Mitte Dezember 2008 zählte der Sudberger „Blickfang“ zu den Bäumen, die wegen ihrer „Seltenheit, Schönheit oder Eigenart“ in die Wuppertaler Liste der Naturdenkmale aufgenommen wurden. Damit schien die Blutbuche „gesichert“, zumal Beschädigungen von Naturdenkmalen laut Schutz-Verordnung der Stadt mit Geldbußen bis zu 50.000 Euro geahndet werden. Dass im Ortsteil Sudberg dennoch Unsicherheit blieb, hing damit zusammen, dass der Baum nicht als Naturdenkmal ausgewiesen wurde – man könne den Eigentümer nicht erreichen, um die dazu notwendige Genehmigung einzuholen, hieß es seitens der Stadt dazu.

Nach über vier Jahren war es in dieser Woche soweit: Das Ressort Umweltschutz der Stadt teilte Bezirksbürgermeister Michael-Georg von Wenczowsky mit, dass nunmehr ein „Naturdenkmal“-Schild vor der Blutbuche angebracht wurde: „Die vom Eigentümer rechtlich zu duldende Kennzeichnung der Blutbuche ist erfolgt“, heißt es in der städtischen Mitteilung – da fragt sich, warum diese „vom Eigentümer zu duldende Kennzeichnung“ nicht schon eher erfolgen konnte? Wie auch immer: „Wir freuen uns, auch wenn es dazu Jahre gedauert hat“, begrüßt Corinna Schlechtriem, die neue Vorsitzende des Bürgervereins Sudbürger, die Kennzeichnung; dass das kleine Hinweisschild mit Kabelbindern an einem Zaunpfosten angebracht wurde, sorgt indes auch für eine gewisse Verwunderung.

Ein direkt gegenüber wohnendes Mitglied des Bürgervereins habe das Schild jedenfalls übersehen und musste auf die Neuerung erst hingewiesen werden, berichtet Sudbürger-Chefin Corinna Schlechtriem: „Das ist putzig“, so Schlechtriem: „Vielleicht sollten wir ein Hinweisschild zum Schild machen…“ Ein Eichenbalken, mit dem die Sudbürger ursprünglich in Eigenregie auf das Naturdenkmal hinweisen wollten, findet sich jedenfalls noch im Fundus des Bürgervereins…

Übrigens: Neben der Blutbuche auf dem Hösterey-Gelände weist die städtische Liste noch zehn weitere Naturdenkmale für Cronenberg aus: Darunter sind vier Blutbuchen am Ehrenmal sowie auch zwei Stieleichen, die sogennate „Friedenseiche“ am Hans-Otto-Bilstein-Platz und eine in der Teschensudberger Straße.

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Lesermeinungen zu diesem Artikel

  1. wolfgang
    25.01.2013, 16:20 Uhr   |   Direktlink

    Ich finde es eine Unverschämtheit einen Baum der auf einem offensichtlichen PRIVATGRUNDSTÜCK steht unter Naturschutz zu stellen und somit diesen teil des Grundstücks praktisch Wertlos macht und der Eigentümer hat das auch noch zu dulden.Die bedeutung des Wortes EIGENTUM scheint da so gebeugt zu werden wie es gerade past.

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