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12.04.2013, 10.05 Uhr   |   Marcus Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Trauer: Todesfall überschattete das „Zuckerspiel“ im Burgholz

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Mit mehr Teilnehmern als im Vorjahr wartete das "Zuckerspiel" 2013 auf.

Manchmal tritt alles Positive wegen eines einzigen Ereignisses in den Hintergrund. Genauso war es am vergangenen Samstag, 6. April 2013, bei der dritten Auflage des „Zuckerspiels“. 275 Teilnehmer waren insgesamt bei Halbmarathon und auf der 10-Kilometer-Strecke bei bestem Läuferwetter gut gelaunt an den Start gegangen – allerdings sollte ein tragischer Unglücksfall den Nachmittag im Burgholz überschatten.   Ein 56 Jahre alter Kerpener, der als erfahrener Läufer galt und auf der Halbmarathon-Strecke zwischen der Bayer-Sporthalle in der Rutenbeck und dem südlichen Zipfel in der Kohlfurth unterwegs war, brach bei Kilometer 15 in Höhe Küllenhahn zusammen. Obwohl sich zwei andere Läufer umgehend an die Erstversorgung machten und auch die in der Nähe befindlichen Streckenposten sowie die das Zuckerspiel begleitenden Einsatzkräfte der Johanniter und der Notarzt sich um den 56-Jährigen kümmerten, kam jede Hilfe zu spät.

„In solchen Momenten relativiert sich vieles“

Es sollte nicht der einzige Lauf-Unglücksfall an diesem Wochenende bleiben: Auch beim Berliner Halbmarathon brach ein Teilnehmer kurz vor der Ziellinie zusammen und verstarb. Entsprechend schockiert zeigten sich nicht nur die Organisatoren des Zuckerspiels, das von den Brüdern Falko und Guido Gallenkamp unter der Leitung des SV Bayer Wuppertal veranstaltet wird. „Inzwischen haben sich alle aber wieder gefangen, auch wenn es äußerst tragisch ist“, so Guido Gallenkamp einige Tage nach dem Vorfall gegenüber der CW. Auch unter den Teilnehmern  war große Anteilnahme zu spüren: „In solchen Momenten relativiert sich vieles: Tolle Organisation, viel Engagement und Vorfreude… Und dann so ein tragisches Ereignis…“, kommentierte Thomas Lettner etwa auf der Facebook-Seite des „Zuckerspiels“.

„Einige Läufer haben nicht mit so vielen Höhenmetern gerechnet“, zeigte sich Gallenkamp verwundert über das Feedback der Teilnehmer, obwohl dies stets offen kundgetan wurde. „Das werden wir im nächsten Jahr auf jeden Fall deutlicher herausstellen, dass man fünfmal die Steigung vom Tal hinauf nach Cronenberg meistern muss.“ Eine Fortsetzung ist trotz des Todesfalls also fest eingeplant: „Wir machen uns jetzt schon einige Gedanken für nächstes Jahr.“

Halbmarathon-Favorit hatte sich im Burgholz verlaufen

Ob des Zwischenfalls traten die Ergebnisse des „Zuckerspiels“ natürlich in den Hintergrund. Bei den Damen siegte Mareike Vieten (51:01 Minuten) auf der 10-Kilometer-Strecke vor Andrea Oppermann (51:25) und Sophia May bei Bode (54:21), bei den Herren Tim Heinzemann (43:36) vor Sven Lucas Erhard (44:10) und Rene Honza (44:26). Beim Halbmarathon setzte sich bei den Damen Corinna Mertens (1:44:51 Stunden) vor Melissa Koay (1:47:32) und Mel Wölky (1:57:39). Bei den Herren setzte sich Ewout Hilferink (1:22:51) vor Marc Walter (1:23:21) und Favorit David Koll (1:29:39), der sich unterwegs allerdings kurz verlaufen hatte, durch.

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