16.05.2013, 15.47 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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SPD-Stadtteilrundgang: Wenige Schritte, viele Themen

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Neben SPD-Ratsfraktionschef Klaus Jürgen Reese begleiteten auch Cronenbergs SPD-Vorsitzende Ulla Abé, der Dörper Stadtverordnete Oliver Wagner und SPD-Bundestagskandidat Sven Wiertz den Stadtteilrundgang.

Nicht nur viel Polit-Prominenz aus den eigenen Reihen konnte die SPD-Ratsfraktion am Dienstag, 14. Mai 2013, begrüßen; SPD-Fraktionsvorsitzender Klaus Jürgen Reese hatte auch zahlreiche interessierte Bürger „im Schlepptau“, als er zum „Stadtrundgang Cronenberg“ aufbrach. Dabei ging es zwar „nur“ wenige Meter durch die Ortsmitte, aber diese kurze Strecke bot eine Fülle von Themen.

Buchstäblich mit „Hintergrund“ ergriff Jochen Braun, Leiter des städtischen Ressorts Bauen und Wohnen, nach der Begrüßung durch Ratsfraktionschef Reese das Wort, um über Aspekte der (denkmalgerechten) energetischen Sanierung von Altbauten zu informieren. Braun stand während seines Kurzvortrags in der Straße „An der Hütte“ vor dem sogenannten „roten Haus“: Investor Udo Krause lässt das historische Fachwerkhaus in der Dörper Altstadt seit dem vergangenen Jahr restaurieren – obwohl es noch nicht fertig ist, diente es Ressortleiter Jochen Braun nicht nur als „Hintergrund“, sondern auch als bestes Beispiel für das Sanierungsthema.

Zum zweiten Thema musste Klaus Jürgen Reese die Rundgang-Teilnehmer lediglich auf die andere Seite des schmalen Dörper Altstadt-Sträßchens bitten: Vis-à-vis des „roten Hauses“, An der Hütte 3, steht ein (noch) heruntergekommenes Schieferhaus, dem ebenfalls in Kürze neues Leben eingehaucht wird: Wie die CW bereits online ausführlich berichtete, wird der Verein „Kulturschmiede an der Hütte drei“ das im Voksmund als „Ottos Häuschen“ bekannte Denkmal ebenfalls sanieren, um hier ab Herbst einen kleinen Kulturtreff einzurichten. Vereinsvorsitzender Friedrich Figge empfing die Teilnehmer des SPD-Stadtteilrundgangs, um sie aus erster Hand über das Projekt „Kulturschmiede“ zu informieren.

Wird Cronenberg Teil eines Blockheizkraftwerk-Förderprogramms?

Ohne weitergehen zu müssen, wartete Carsten Zimmermann in der „Hütte“ direkt mit dem nächsten Thema auf: Der Vertreter der Bergischen Entwicklungsagentur GmbH berichtete den Interessierten zum Projekt „Kraft-Wärme-Kopplung in Cronenberg“. Demnach hat es das Bergische Städtedreieck mit seiner Gemeinschaftsbewerbung in die Endrunde eines NRW-Förderwettbewerbs zum Thema „Kraft-Wärme-Kopplung“ geschafft. Im Fördertopf des Landes, der 2014 ausgeschüttet wird, sind 20 Millionen Euro für Blockheizkraftwerk-Projekte in den Gewinner-Kommunen.

Und zu den acht Projekten, drei davon in Wuppertal, welche die Entwicklungsagentur fürs Städtedreieck benannt hat, zählt Cronenberg. Der Hintergrund: Nach Angaben von Carsten Zimmermann ist die Stromnetz-Versorgung Cronenbergs so gut wie am Limit und somit nicht mehr viel Spielraum zum Beispiel für die (energieintensive) Ansiedlung neuer Unternehmen beziehungsweise die Erweiterung bestehender Firmen. Auch mit Hilfe von (geförderten) Blockheizkraftwerken wollen die Entwicklungsagentur und die Stadt daher neue Spielräume in Cronenberg eröffnen, vorausgesetzt das Städtedreieck wird im Rahmen des Förder-Wettbewerbs zu einer der Auswahlregionen: „Wir wollen ein gutes Stück von dem Kuchen abbekommen“, versichert Carsten Zimmermann: „Das wäre auch für Cronenberg eine Art Wirtschaftsförderung beziehungsweise Standortsicherung.“

Zum Schluss: Abstecher zum erfolgreichen TiC-Theater

Der Stadtteilrundgang der SPD musste eigentlich erst zum Abschluss „in die Gänge“ kommen: Dann ging es aber auch nur ein paar Schritte weiter zum Kulturzentrum Borner Schule, wo TiC-Geschäftsführer Ralf Budde die Teilnehmer empfing und sie über die erfolgreiche Arbeit der „Dörper Bühnen“ informierte. Fazit: „Wenige Schritte, viele Themen“ – das Herz Cronenbergs ist einen Besuch wert!

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Lesermeinungen zu diesem Artikel

  1. Hans
    17.05.2013, 15:42 Uhr   |   Direktlink

    ..und warum hat man die Baustelle „Ehrenmal“ ausgespart?
    Paßte nicht in die Zeit vor den Wahlen??

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