01.06.2013, 18.22 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Rollhockey: RSC verliert Benni Nusch und den Titel

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Teamübergreifende Hilfsbereitschaft: Unter anderem kümmerten sich auch ERGI-Trainer Marc Berenbeck (li.) und RSC-Präsident Peter Stroucken (2.v.li.) um den verletzten Benni Nusch.

Dramatisch ging es am heutigen Samstagnachmitag, 1. Juli 2013, beim zweiten Play Off-Halbfinale um die Rollhockey-Meisterschaft zu: Titelverteidiger RSC Cronenberg und der frisch gebackene Pokalsieger ERG Iserlohn lieferten sich aber nicht nur eine dramatische Partie; überschattet wurde das zweite Halbfinale durch eine schwere Verletzung von Benni Nusch.

Kurz nach Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit bekam der junge RSC-Löwe einen satten Schuss mitten ins Gesicht – Entsetzen in der Alfred-Henckels-Halle! RSC-Physiotherapeutin Nadine Schlesinger und weitere Helfer, darunter auch der ERGI, kümmerten sich intensiv um Nusch, bis die alarmierten Rettungskräftean der Ringstraße eintrafen. RSC-Präsident Peter Stroucken und ERGI-Trainer Marc Berenbeck zogen dem am Boden liegenden Verletzten während der Behandlung die Rollschuhe aus. Unter dem Applaus der Zuschauer in der vollen RSC-Halle wurde Benni Nusch dann ins Krankenhaus abtransportiert. Nach CW-Infos soll Benjamin Nusch den Hartplastikball gegen die Nase bekommen haben.

Zwar geriet der Sport durch die schwere Verletzung zur Nebensache, nach einer etwa viertelstündigen Unterbrechung wurde das Play Off-Halbfinale aber dennoch fortgesetzt: Nach Treffern von Carlos Nunez (12.) und Jorge Fonseca (14.) sowie dem RSC-Gegentreffer von Jens Behrendt (14.) lagen die Löwen zu diesem Zeitpunkt mit 1:2 zurück. Obwohl das Team von RSC-Trainer Sven Steup nach der 0:4-Niederlage im ersten Halbfinale in Iserlohn zum Siegen verdammt war und sich auch bemühte, sprang im zweiten Abschnitt jedoch nichts Zählbares mehr für die Hausherren heraus. Anders die ERGI: Die Mannen von Trainer Marc Berenbeck verkauften sich absolut clever und schossen schließlich durch Sergi Pereira (40.) und erneut Carlos Nunez (42.) einen klaren 4:1-Auswärtserfolg heraus.

„Wir sind es im Endeffekt selbst schuld“, kommentierte Löwen-Trainer Sven Steup kurz nach Abpfiff das Halbfinal-Aus seines Teams: Wie im Hinspiel schon habe sich der RSC durch individuelle Fehler in der Defensive, die zu drei Gegentreffern führten, selbst geschlagen. RSC-Geschäftsführer Klaus Wulfmeier zeigte sich von den schnellen ERGI-Stürmern Pereira und Fonseca beeindruckt und bilanzierte: „Der Sieg geht schon in Ordnung.“ Ein Cronenberger hatte trotz der verpassten Titelverteidigung dennoch einen Grund zur Freude: ERGI-Trainer Marc Berenbeck, früherer Keeper der RSC-Löwen, hat nun erstmals die Chance, mit seiner Mannschaft das Double nach Iserlohn zu holen.

Ob Cronenberg oder Iserlohn – die Gedanken aller Beteiligter und auch aller Rollhockey-Fans sind sicherlich bei Benni Nusch: Alles Gute und gute Besserung wünscht auch das CW-Team! Eine Foto-Galerie zum zweiten Halbfinale um die deutsche Rollhockey-Meisterschaft zwischen dem RSC und der ERGI folgt am morgigen Sonntag – klicken Sie also unsere Online-Seite einfach noch einmal an!

 

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