13.11.2013, 15.21 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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André Klem: Cole-Porter-Abend im „Theater Freudenhaus“

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Sorgen ab 14. November 2013 im "Theater Freudenhaus" für musikalischen Freuden rund um Cole Porter: Andrè Klem (re.) und Pianist Wolfgang Eichler, der CW-Lesern bereits aus den Abenden "Rote Rosen" und "Zarah '47" von Kristof Stößel bekannt sein könnte. Foto: Wolf Birke

André Klem steht seit 2007 als Schauspieler, Musical-Darsteller und Sänger auf den Bühnen des „Theaters in Cronenberg“ (TiC). Sicherlich in bester Erinnerung sind TiC-Zuschauern seine Rollen in „Kiss me Kate“  oder „My fair Lady“, aber auch im Krimi „Der Hund von Baskerville“ oder auch „Das weiße Rößl“; einen unvergesslichen Professor „Schnauz“ gab André Klem im TiC-Evergreen „Die Feuerzangenbowle“, die übrigens am 23. November 2013 im Theater an der Borner Straße Wiederaufnahme feiern wird.

Auch wenn André Klem diesmal im erfolgreichen TiC-Remake des Kultfilms nicht mitwirken wird, so bittet der beliebte TiC-Schauspieler derzeit dennoch: „Sätzen Se säch.“ Und zwar nicht an der Borner Straße, sondern im „Theater Freudenhaus“ in Essen-Steele: Ab dem morgigen Donnerstag, 14. November 2013, wird André Klem hier mit einem Cole-Porter-Abend zu erleben sein. Unter der Überschrift „Night & Day“ wird der Sänger und Schauspieler dabei, begleitet von dem Pianisten, Komponisten und Entertainer Wolfgang Eichler, nicht nur Evergreens aus dem fast unerschöpflichen Porter-Schaffen zu Gehör bringen; „Night & Day“ bietet auch Einblicke in das faszinierende Leben des weltbekannten amerikanischen Komponisten.

Schauspielen und singen – Träume seit der Jugend

„Und singen kann er auch noch!“, attestierte die CW 2009 in ihrer Kritik zum TiC-Premiere „Männer“, in der André Klem erstmals als Sänger im Cronenberger Theater zu erleben war. War das für das TiC-Publikum vielleicht eine Überraschung, für André Klem war die musikalische TiC-Premiere indes kein Neuland: Seit der Jugendzeit bereits sang und spielte André Klem in verschiedenen Bands, wollte zudem immer schon Schauspieler werden; Ausbildung und anschließende Selbstständigkeit als Grafik-Designer sorgten dann aber dafür, dass Klem seine künstlerischen Fähigkeiten erst einmal auf Eis legte.

Spätestens seit 2007 hat der 53-jährige Wuppertaler seinen Jugendtraum (nebenberuflich) verwirklicht und ist nicht nur auf der TiC-Bühne vielbeschäftigt: Seit Oktober 2012 ist André Klem abseits der Cronenberger Bühnen zum Beispiel auch als Claudius in dem Mettmanner Hamlet-Projekt des Opernsängers Orlando Schenk zu erleben. Um solche „Ausflüge“ bewältigen zu können, hat Klem seine TiC-Engagements auf ein/zwei Stücke pro Spielzeit reduziert: „Es macht mir Spaß, unterschiedliche Dinge zu machen und immer mal wieder was Neues zu probieren“, erläutert André Klem, warum er sich in Cronenberg etwas rarer macht: „Das ist ja alles neben dem Job, und es soll ja schließlich auch Spaß machen.“

Cole Porter: „Wahnsinn, was der alles geschrieben hat!“

Klar, kannte André Klem einige Hits von Cole Porter schon zuvor, nähere Bekanntschaft mit dem faszinierenden Schaffen des unvergesslichen Komponisten machte er jedoch erst 2011 im Rahmen der TiC-Produktion „Kiss me Kate“: „Da habe ich Lunte gerochen“, blickt Klem auf seine Rolle als „Fred Graham“ und die Initialzündung für seinen Cole-Porter-Abend zurück: „Das ist ja totaler Wahnsinn, was Porter alles geschrieben hat, welche Stars seine Stücke gesungen haben und noch immer singen und wie aktuell seine Lieder sind“, outet sich Klem als Porter-Fan: „Zwischenzeitlich habe ich mir gedacht: ‚Das kann doch nicht sein, dass das auch noch von ihm ist‘.“

Monatelang recherchierte der 53-Jährige zu dem 1964 gestorbenen US-Komponisten, stieß auf ein ebenso bewegtes wie spannendes Leben, war auch davon so fasziniert, dass er schließlich in nur drei Tagen seine „Ein-Mann-Revue“ zu Papier brachte. In 80 Minuten lässt André Klem dabei Stationen aus dem Leben von Cole Porter Revue passieren, zu jedem Lebensabschnitt hat er passende Lieder aus dem reichen Porter-Fundus herausgesucht. In den erzählenden Passagen, die sich mit den insgesamt 23 Porter-Liedern abwechseln, arbeitet Klem mit Bildern und Plakaten, wird sich immer wieder blitzschnell auf der Bühne verwandeln – „das wird ein ganz flüssiger Abend“, verspricht André Klem zu dem „Ein-Mann-Musical“: „Wer es erlebt hat, wird Cole Porter und sein Leben kennen und ebenso fasziniert sein.“

Kontakt & Karten sowie der nächste TiC-Termin mit André Klem

Karten für die Cole-Porter-Abende am 14. und 28. November 2013  im Essener „Theater Freudenhaus“, Westfalenstraße 311, sind zum Preis von 13 Euro unter Telefon 0201-851 32 30 und online unter www.theater-freudenhaus.de erhältlich. Mehr Infos zu André Klem gibt’s online unter www.andre-klem.de. Übrigens: Auch das TiC-Publikum muss nicht mehr lange auf André Klem verzichten: In Kürze wird Klem in dem Klassiker „Kabale und Liebe“, den Ingeborg Wolff inszeniert, an der Borner Straße zu sehen sein. Nähere Infos und Karten hierzu unter Telefon 0202-47 22 11 oder online unter www.tic-theater.de.

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Lesermeinungen zu diesem Artikel

  1. Michael Willing
    17.11.2013, 15:40 Uhr   |   Direktlink

    Die Vorstellung war sehen und hörenswert und die Fahrt nach Essen hat sich gelohnt. Man muss nicht unbedingt Cole Porter Fan sein, denn bei der Vielzahl der Stücke ist für jeden etwas dabei. Interessant war immer der Background der Stücke, der unterhaltsam vermittelt wurde.Vielen Dank für den gelungenen Abend.

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