29.11.2013, 16.07 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Maschinenfabrik Berger: Global Player am Dörper Wupperstrand

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Junior Uni-Initiator Ernst-Andreas Ziegler (2.v.r.) und OB Peter Jung (re.) an dem Roboter-System, welches die Maschinenfabrik Berger anlässlich ihrer Erweiterung der Junior Uni stiftete. -Foto: Foto-Media Hensel

In der zweiten oder dritten Reihe Cronenbergs kann man so manche Überraschung erleben: In verwinkelten Hofschaften stößt man auf Wohnhäuser, die man dort gar nicht mehr vermutet hätte. Und ebenso sind in stillen Cronenberger Winkeln Firmen ansässig, die in ihren Segmenten international, ja sogar weltweit die erste Geige spielen.

Abseits von Knipex, Stahlwille, Freund oder WKW sind Beispiele dafür die Top-Hämmer von Picard aus Rottsiepen, die Klasse-Sägen von Schmahl vom Oberheidt oder auch die Schraubendreher von Wera aus der Korzert. Und auch die Heinz Berger Maschinenfabrik GmbH & Co. KG: Vorbei am Strandcafé und dem Hauptbahnhof der Bergischen Museumsbahnen folgt nicht mehr viel in der Kohlfurth; mit der Berger Maschinenfabrik liegt am Dörper Wupperstrand indes eine Firma, die es in ihrem Segment auf einen Marktanteil von immerhin etwa 60 Prozent bringt – weltweit!

Top-Firmen setzen auf Berger: „Wir sind ein Hidden Champion!“

Die Berger-Gruppe, in vierter Generation in Familienbesitz, hat ihre Nische gefunden: Die sechs Berger-Firmen fertigen Maschinen zum Schleifen und Polieren von chirurgischen Messern, Gartenwerkzeugen oder auch Klingen – die Berger-Maschinen, viele davon übrigens Unikate, die auf die speziellen Bedürfnisse des Kunden entwickelt und gebaut werden, gehen in mehr als 70 Länder auf allen Kontinenten. Kunden sind Top-Marken wie Leatherman, Zwilling, Wüsthof oder auch Vorwerk und viele andere, die Berger-Geschäftsführer Marco Chiesura und Dr. Andreas Groß aber nicht nennen möchten – bergisch-vornehme Zurückhaltung gehört bei Berger zum Geschäft. Selbstbewusst können die Berger-Chefs aber feststellen: „Wir sind ein Hidden Champion.“

Damit das so bleibt, hat die Berger-Gruppe am Stammsitz in der Kohlfurth kräftig investiert: In Anwesenheit von 350 geladenen Gästen, darunter OB Peter Jung, IHK-Präsident Thomas Meyer und Bezirksbürgermeister Michael-Georg von Wenczowsky, weihte das Familienunternehmen am vergangenen Freitag, 22. November 2013, die Erweiterung einer Produktionshalle mit Büros und einem Entwicklungslabor ein. Drei Millionen Euro nahm Berger für die rund 1.400 Quadratmeter große Halle in die Hand, die Fertigungsfläche in der Kohlfurth wuchs damit auf nunmehr 7.000 Quadratmeter.

„Die Firma wird einmal komplett umgedreht!“

Grund für die Investition ist nicht nur, dass die Berger-Auftragsbücher gut gefüllt sind; mit Hilfe der Erweiterung wird Berger auch seine Arbeitsabläufe komplett restrukturieren können: „Wir verändern uns signifikant“, erläutern Dr. Andreas Groß und Marco Chiesura die besondere Bedeutung der Erweiterung: „Die Firma wird einmal komplett umgedreht“ – für Berger kann die Zukunft kommen! Zumal die Weichen für die nächste Erweiterung in der Kohlfurth bereits gestellt sind: Mittelfristig will Berger am Standort zusätzlich eine 1.000 Quadratmeter große Produktionshalle errichten.

Damit setzt sich der Expansionskurs der letzten Jahre fort: Im vergangen Jahrzehnt tätigte man fünf Firmen-Käufe, allein in den letzten anderthalb Jahren wuchs die Berger-Belegschaft von 80 auf nunmehr insgesamt 112 Mitarbeiter. Mittlerweile verfügt der Weltmarktführer über eine Tochter in den USA sowie 13 Länder-Vertretungen rund um den Globus. Die Investitionen in der Kohlfurth wollen Marco Chiesura und Andreas Groß in diesem Zusammenhang aber auch als ein Signal verstanden wissen: „Für uns ist das ein wichtiger schritt in der Weiterentwicklung der Firmengruppe und ein Bekenntnis zum Standort Cronenberg!“

Freude auch bei der Junior Uni: Berger stiftet Roboter-System für 120.000 Euro

Übrigens: Freuen konnten sich darüber nicht nur OB Jung und IHK-Chef Thomas Meyer; auch für Ernst-Andreas Ziegler, Junior-Uni-Geschäftsführer war die Einweihungsfeier an der Kohlfurther Brücke ein freudiger Abend: Marco Chiesura und Andreas Groß übergaben symbolisch ein Robotersystem im Wert von 120.000 Euro, an dem Nachwuchstüftler künftig an der Junior Uni arbeiten können. Die Sachspende für die am 7. Dezember 2013 in ihrem Neubau eröffnende Junior Uni ist eine Berger-Maschine, natürlich! Mehr Infos zu dem Kohlfurther Unternehmen online unter www.heinzberger.de

Fotos: Foto-Media-Hensel

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