11.12.2013, 16.02 Uhr   |   Matthias Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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„Fröhliche Vorweihnacht“ mit dem Posaunenchor Cronenberg

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Ob mit Swing, Pop, Klassik oder Weihnachtlichem – auch beim diesjährigen Weihnachtskonzert blies der Posaunenchor Cronenberg seinen Zuhörern wieder "den Marsch". Allerdings auf einmal mehr angenehme Weise, befanden jedenfalls die begeisterten Zuhörer in der Reformierten Kirche!

Vor fast ausverkauftem Haus stimmte der Posaunenchor Cronenberg unter der Leitung von Holger Havemann am vergangenen zweiten Adventssonntag, 8. Dezember 2013, in der Reformierten Kirche auf das nahende Weihnachtsfest ein. „In heiliger Nacht“ lautete diesmal die Überschrift zu dem einmal mehr facettenreichen Programm des alljährlichen Weihnachtskonzertes.

Zu dessen Beginn zeigte sich Posaunenchor-Vorsitzender Volker Korbeck erleichtert: Nach dem ersten Schneefall des Winters am Freitag zuvor, hatten sich bei Korbeck schon unschöne Erinnerungen an ein eingeschneites Weihnachtskonzert einige Jahre zuvor eingestellt. Die Befürchtungen lösten sich am zweiten Advent 2013 jedoch in Korbeckschem Wohlgefallen auf: Schmuddelwetter draußen vor der Tür der Reformierten Kirche – „genießen sie zwei Stunden voller lauter und die leiser Töne“, konnte der Posaunenchor-Chef denn auch erleichtert den rund 550 Zuhörern wünschen.

Eröffnet wurde der Nachmittag mit „A Christmas Overture“. Es folgte ein „Marsch aus der Nussknacker Suite“ von Peter Tschaikowsky und „A Christmas Herald“. Daran schlossen sich die Gäste, das Blechbläserquintett „Brasstoria“ mit zwei Trompeten, Horn, Posaune und Tuba, zum ersten von zwei Auftritten an. Aber auch die Zuhörer hatten im gesamten Programm immer wieder die Möglichkeit mitzusingen: „Macht hoch die Tür“, „Ich steh an deiner Krippe hier“ und „Tochter Zion“ bildeten als Publikumschor eine beeindruckende Kraft. Der Posaunenchor unterdessen bewies einmal mehr seine Big Band-Qualitäten mit „Bell Carol a la Big Band“, „Santa Claus is comin’ to town“ und „Happy Winter Holiday“.

Pastor Thomas Hoppe sinnierte in seiner alljährlichen Andacht zwischendurch über eher abwegige Weihnachtsgedanken. Weihnachten als Vergeudung und Verschwendung? Das Fest rationalisieren? Optimieren? Den Unternehmensberater fragen? Geschenke über Jahre strecken – erst das Halsband dann der Hund? Erst der Kinderwagen, …? – Lacher im Publikum. „Alles hat seine Zeit!“, resümierte Hoppe versöhnlich: Advent und Weihnachten seien eine Chance zum Feiern, eine heilige Freude, vom Himmel erlaubt!

Es waren sowohl die Worte des Cronenberger Pastors, aber auch die Klänge des Posaunenchores und seiner musikalischen Gäste, die allen Anwesenden in der Reformierten Kirche das Weihnachtsfest näher brachten, die zugleich erfreuten, aber auch zum Nachdenken anregten. Der Posaunenchor Cronenberg schaffte es am zweiten Advent einmal mehr, zu begeistern. Und zwar Jung und Alt – viele jüngere Gesichter im Publikum bewiesen, dass sich Holger Havemann und sein Orchester mit ihrem genreübergreifendem Repertoire ein generationsübergreifendes Publikum erobert haben. In diesem Sinne war das gefeierte Weihnachtskonzert auch für den Posaunenchor ein Anlass zum feiern!

Grund zur Freude hatten aber auch der Cronenberger Heimat- und Bürgerverein (CHBV) sowie der Verein „Modell- und Spielzeugmuseum Cronenberg“: An die Initiativen zur Rekonstruktion des Ehrenmals sowie zur Einrichtung eines Spielzeugmuseums ging je zur Hälfte die reiche Kollekte in Höhe von 907 Euro, um die der Posaunenchor am Ausgang bat und bei der die etwa 550 Zuhörer offensichtlich gerne spendeten – von A bis Z also ein runder zweiter Advent an der Solinger Straße.

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