04.02.2014, 13.08 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Aktion „MOTIV“: Polizei machte gegen Banden mobil

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Unter anderem auch am L 74-Parkplatz Müngsten kontrollierte die Polizei im Rahmen ihrer landesweiten "MOTIV"-Aktion gegen "reisende" Banden.

Große Polizei-Präsenz am vergangenen Donnerstag, 30. Januar 2014, auch rund ums CW-Land. Im Rahmen des landesweiten Kontroll-Projekts „Mobile Täter im Visier“ (MOTIV), an der sich zwölf Polizeibehörden, die Bundespolizei und die niederländische Polizei beteiligten, blies auch das Polizeipräsidium Wuppertal im großen Stil zur Jagd von mobilen Verbrecherbanden. Im gesamten Städtedreieck postierten sich dazu an insgesamt 20 verschiedenen Orten mehr als 100 Beamte aus Wuppertal, Remscheid und Solingen. Besonderes Augenmerk bei den Kontrollen galt den Hauptverkehrsachsen der Region, die Tätern als Ein- und Ausfallstraßen dienen.

So wurde der das Städtedreieck verbindende Knotenpunkt in Müngsten zu einem Schwerpunkt der Aktion. Rund um Cronenberg wurden zudem die neuralgischen Verkehrspunkte Neviandtstraße, Ronsdorfer Straße und Linde kontrolliert. Bei der Fahndungsaktion sollte vor allem organisierten Diebesbanden das Handwerk gelegt werden. Die mobilen Täter sind nach Polizei-Angaben in den Bereichen Einbruch, Metalldiebstahl oder Trickbetrug weitestgehend bandenmäßig vernetzt und verschwinden nach ihren Beutezügen in der Regel rasch wieder ins Überregionale oder sogar ins Ausland, vor allem in die Niederlande.

„Wir wollen den Druck auf die Banden erhöhen!“

Neben Tätern auf frischem Beutezug ging es der Polizei vor allem um neue Erkenntnisse zur Organisation der Banden. „Wir wollen nicht nur Präsenz zeigen und den Druck auf die Täter erhöhen, sondern auch mehr über die Struktur und Reiserouten der Banden erfahren“, erklärte Ralf Bäcker, Pressesprecher des Wuppertaler Polizeipräsidiums, den Hintergrund der Aktion. Im Visier der Polizei waren hauptsächlich ausländische, auswärtige sowie kurzfristig zugelassene Fahrzeuge. „Außerdem haben wir uns vornehmlich auf Lieferwagen, Kleintransporter oder Mittelklasse-PKWs mit mehreren männlichen Personen an Bord konzentriert“, verriet Hans-Jörg Holz, Zugführer der Wuppertaler Bereitschaftspolizei, die Strategie der Fahnder. Schließlich würden die Banden zumeist im Verbund zu ihren Zielorten reisen und nun mal weitestgehend männlich sein, fügte Holz erklärend hinzu.

Über 500 Fahrzeuge im Städtedreieck kontrolliert

Letztlich wurden in den drei bergischen Städten insgesamt 537 Fahrzeuge mit 1.018 Personen „herausgefischt“, deren Daten überprüft und Fahrzeuge kontrolliert wurden. „Die Kontrollen sind zwar durchweg ohne nennenswertes Ergebnis geblieben, doch zählt vor allem die Präsenz. So haben wir von vielen kontrollierten Leuten ein positives Feedback bekommen“, bilanzierte Polizei-Hauptkommissar Detlev Rüter, Pressechef der Polizei im Städtedreieck.

Christian Werth

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