06.02.2014, 12.00 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Geschändetes Ehrenmal: Die ersten Namenstafeln sind angebracht

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Im Beisein von CHBV-Chef Rolf Tesche (li.) und CHBV-Vorstandsmitglied Manfred Stader (re.) brachten zwei Mitarbeiter der Cronenberger Firma Gisbert Krämer die ersten Ersatztafeln am Ehrenmal an.

Mehr als anderthalb Jahre ist es her, dass Unbekannte in einer Nacht-und-Nebel-Aktion im Juni 2012 die Bronze-Tafeln mit den Namen der Cronenberger Gefallenen des 1. Weltkrieges aus dem Ehrenmal herausstemmten, um sie vermutlich anschließend bei einem dubiosen Metall-Händler zu Geld zu machen. Im Anschluss schien es lange so, als sei die zeitweise auf bis zu 65.000 Euro geschätzte Rekonstruktion nicht zu finanzieren. Ausgerechnet zum 100. Jahrestag des Beginns des 1. Weltkriegs, dessen im August dieses Jahres gedacht werden kann, biegt die Wiederherstellung der Cronenberger Gedenkstätte nun auf die Zielgerade ein.

Am Dienstag, 4. Februar 2014, brachten Mitarbeiter der Cronenberger Firma Gisbert Krämer die ersten acht neuen Namens-Tafeln am Ehrenmal an. Wie die CW mehrfach berichtete, waren bei dem Metall-Klau 22 Bronze-Elemente gestohlen worden, nur eine der Tafeln, die das Denkmal wie ein Band umgaben, ließen die unbekannten Täter zurück. Auf den Tafeln waren die Namen der 460 Cronenberger eingraviert, die im 1. Weltkrieg ihr Leben ließen.

Auf Initiative des Cronenberger Heimat- und Bürgervereins (CHBV), der eine Spendensammlung startete, konnten die nunmehr auf 39.000 Euro bezifferten Kosten für die Wiederherstellung schließlich eingeworben werden. Die Stadt beteiligt sich daran mit 18.000 Euro, die Bezirksvertretung und der CHBV selbst steuern jeweils 3.000 Euro bei. Im Rahmen der Rekonstruktion werden keine Tafeln aus Bronze angebracht; aus Kostengründen, aber auch, damit das Ehrenmal nicht wieder zur Zielscheibe von Metall-Dieben wird, sind die rekonstruierten Tafeln aus Kunststoff, der mit einem Überzug in Bronze-Optik versehen wurde – bei der ersten Anbringung am Dienstag war auf den ersten Blick jedenfalls kaum ein Unterschied zu bemerken.

CHBV-Vorsitzender Rolf Tesche, der bei dem Startschuss zu der Rekonstruktion vor Ort war, zeigte sich gegenüber der CW guter Hoffnung, dass das Ehrenmal Ende März wieder vollständig mit dem Tafel-Band versehen sein wird.

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