05.05.2014, 21.14 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

„Wetten, dass…“: Cronenberger SC schlägt Policks Backstube

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Dirk Polick (mi.) sorgte mit seiner Wett-Idee zum verkaufsoffenen Mai-Sonntag für einen singenden Aufgalopp von CSC-Mitgliedern vor seiner Backstube-Filiale an der Hauptstraße.

Einen erfolgreichen ersten Mai-Sonntag erlebte der Cronenberger SC (CSC): Nicht nur, dass die 1. Mannschaft der Grün-Weißen am 4. Mai 2014 nach einer Negativ-Serie in der Landesliga an der heimischen Hauptstraße einen glatten 5:0-Erfolg gegen den Düsseldorfer SC einfuhr. Auch ein paar hundert Meter weiter in der Ortsmitte konnte der CSC punkten: Bei einer Wette anlässlich des verkaufsoffenen Sonntages in Cronenberg fuhr der Sportclub 600 Euro für die Vereinskasse ein.

Wie mehrfach berichtet hatte Dirk Polick, Inhaber von „Policks Backstube“, über die CW den CSC herausgefordert: Der Dörper Unternehmer wettete, dass es der SC nicht schaffen würde, am verkaufsoffenen Cronenberg-Sonntag einhundert Mitglieder vor der Cronenberger Backstube-Filiale an der Hauptstraße zu versammeln, die dort dann gemeinsam den Klassiker „Aber bitte mit Sahne!“ singen. Um es vorwegzunehmen: Nicht nur der Hit von Udo Jürgens erklang, und das gleich dreimal hintereinander. Anschließend waren auch „Wettsieger“-Sprechchöre zu hören: Der Cronenberger SC schaffte die Polick-Wette!

Und zwar locker: Bereits eine halbe Stunde vor Wettbeginn liefen die ersten Grün-Weißen vor Policks Backstube auf, je mehr es Richtung 14 Uhr ging, desto voller wurde es, sodass vor der Dörper Filiale und auf dem gegenüber liegenden Bürgersteig kaum noch ein Durchkommen war. Bereits als um 13.59 Uhr kurzerhand die Hauptstraße gesperrt wurde und die CSCler vor Policks Backstube Aufstellung nahmen, stand fest: Dirk Polick hatte seine Wette verloren und der Cronenberger SC überzeugend gesiegt.

CSC-Geschäftsführer Gose textet Udo-Jürgens-Hit um

Wobei: Es galt für die schätzungsweise 150 kleinen und großen „Clubberer“ ja noch eine zweite Wett-Hürde zu nehmen. Aber auch beim gemeinsamen Singen von „Aber bitte mit Sahne“ konnten die Grün-Weißen voll punkten. Mit musikalischer Unterstützung des Iserlohner Drehorgel-Duos Jutta und Josef Lechtenfeld, welche die CW vom WiC-Drehorgeltag für den Wett-Gag „organisiert“ hatte, legte der CSC-Chor auch gesanglich eine beeindruckende Leistung hin.

Das „Wettsieger“-Prädikat hatten sich die Grün-Weißen endgültig verdient, weil der Jürgens-Hit in einer CSC-Version gesungen wurde – CSC-Geschäftsführer Hartmut Gose hatte seine Qualitäten als Liedtexter unter Beweis gestellt. Und zwar ebenso eindrucksvoll – Kostprobe: „Wir trafen uns heute um Viertel vor Zwei, Aha-ha – Oh-jaeh, zum Wetten an Dirk Policks Bäckerei – Aha-ha – Oh-jaeh. Wir singen ganz laut für den CSC, von Schwarzwälder Kirsch und von Sahne Baisser, von Früchteeis, Ananas, Kirsch und Banane – Aber bitte mit Sahne …!“

Autofahrer geduldig: kein Hupkonzert

Dass keines der Autos, die während des zehnminütigen Wett-Konzerts vor „Policks Backstube“ auf die Weiterfahrt warten mussten, ein Hupkonzert anstimmte, war ein weiteres Anzeichen dafür: Die Wette von Dirk Polick und der Einsatz des Cronenberger SC waren Volltreffer und avancierten zu einem Höhepunkt des verkaufsoffenen W.i.C.-Sonntages in Cronenberg. Entsprechend zeigte sich auch Backstube-Inhaber Dirk Polick nur vorgespielt über seine verlorene Wette enttäuscht: „Ich habe natürlich damit gerechnet, dass es der CSC schaffen kann. Aber dass so viele CSCler unterwegs sein würden, das hätte ich nicht gedacht“, freute sich der Dörper Firmenchef über den Erfolg seiner außergewöhnlichen Aktion.

Gerne Wette verloren: Dirk Polick „restlos begeistert“

Und daher ließ Dirk Polick zwar keine Sahneschnittchen, aber nicht nur Gratis-Zuckerschnecken an die Wettsieger des CSC verteilen, sondern wird auch ebenso gerne seinen Wetteinsatz erfüllen: „Ich bin restlos begeistert“, gab Dirk Polick zu Protokoll: „Davon wird bestimmt noch einige Zeit im Dorf erzählt – die 600 Euro spende ich sehr gerne!“ Und auch das Drehorgel-Ehepaar Lechtenfeld war vom Cronenberger „Wetten, dass…“-Virus infiziert: Sie seien ja sogar schon im Fernsehen aufgetreten, „aber dass hier mit den Menschen war toll“, hatten offensichtlich auch Jutta und Josef Lechtenfeld ihren Spaß gehabt.

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