Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

12.05.2014, 18.27 Uhr   |   Matthias Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Fünf Jahre Dörper Bus e.V.: Ein neuer Bürgerbus in Sicht

Artikelfoto

Während keine Wahlen anstanden, wurde der erfolgreiche Bürgerbus-Vorstand einstimmig entlastet: Vorsitzender Andreas Holstein (mi.) mit Wolfgang Waller (li., Schriftführer), 3. Vorsitzender Verena Beiersmann (2.v.li.), Bürgerbus-Vize Uwe Jockel und Kassenwartin Bianca Holstein (re.).

Fünf Jahre nach der Gründung des Vereins „Dörper Bus e.V.“ fährt der Bürgerbus in erfolgreicher Spur. Das war die Bilanz des Vereinsvorsitzenden Andreas Holstein auf der Jahreshauptversammlung 2014 des Vereins im Pfarrsaal der Gemeinde Hl. Ewalde: „Ich glaube, wir haben uns gut geschlagen“, so Holstein. „Aber was wäre der Verein ohne Euch“, resümierte der Vorsitzende, der auch selbst am Steuer sitzt, an die Adresse der ehrenamtlichen Fahrer-Kollegen.

Auch die Streckenerweiterung zum Wilhelmring und nach Vonkeln werde immer besser angenommen, obwohl es zu allen Bewohnern noch nicht durchgedrungen scheint, dass sie nun mit „Dörpi“ ins Dorf fahren können. Ein Dank gab es an „Policks Backstube“ an der Hauptstraße, welche den Busfahrern täglich Brötchen und Kaffee spendiert. Weitere Neuerung: Ein Tablet-Computer erfasst nun direkt im Bus Daten und Einnahmen und erleichtert damit die Statistik.

Was viele Cronenberger, aber auch die aktuell 66 Mitglieder des Vereins freuen wird, war die Ankündigung, dass ein neuer Bürgerbus in Sicht ist. Immerhin: Der Jungfernfahrt-Bürgerbus legte allein im letzten Jahr 42.233 Kilometer zurück – nachdem sich die Reparaturen im Laufe der letzten fünf Jahre auf eine stolze Summe addierten, sah auch die zuständige Genehmigungsbehörde des Landes ein, dass ein Jahr früher als ursprünglich geplant Ersatz her muss: Ein Antrag bei der Bezirksregierung wurde bereits positiv beschieden.

Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) suchen bereits mit dem Dörper-Bus-Verein nach einem neuen Gefährt. Das wird mit 35.000 Euro vom Land bezuschusst, den Rest in Höhe von etwa 25.000 Euro wird der Verein stemmen. Allerdings wird es, so Vereinsvize Uwe Jockel zur CW, wohl doch noch bis zum Frühjahr 2015 dauern, bis ein neuer Bürgerbus durch Cronenberg rollt.

Aber ab dann wird der Bürgerbus-Verein sogar „zweigleisig“ fahren können: Der bisherige Bus bleibt nämlich als „Reserve“ im Dienst, sodass es bei zukünftigen Reparaturen zu keinen Ausfällen im Fahrbetrieb mehr kommen sollte – die Bürgerbus-Nutzer dürfte auch diese Nachricht freuen!