Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

21.05.2014, 10.38 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

„Mauer-Fall” Unterkirchen : „Begrünung muss her!”

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Das Gerangel um eine Bepflanzung füllt schon einen Ordner: Hans-Hermann Bock vor der Einkaufszentrum-Mauer in Unterkirchen.

Nach Auskunft der betreffenden Firma seien die Rankgitter bereits bestellt, hieß es Anfang Januar in einem Schreiben der Stadt an FDP-Bezirksvertreter Hans-Hermann Bock: „Die Ausführung der Arbeiten sowie eine Neubepflanzung sollen zu Beginn der Wachstumsperiode im Frühjahr 2014 erfolgen.“

Die „Wachstumsperiode” hat längst begonnen, die Natur ist aufgrund des warmen Frühjahrs ihrer Zeit sogar um Wochen voraus, in der Straße Unterkirchen ist die Stützmauer zum dortigen Ein-kaufszentrum allerdings weiterhin „beton-kahl”, geschweige denn wurden die „bereits bestellten” Rankgitter aufgestellt. Und das könnte auch so bleiben, denn wie Hans-Hermann Bock nun nach neuerlicher Anfrage bei der Stadt erfuhr, hat der Vorhabenträger des 2009 eröffneten Einkaufszentrums offenbar einen Rückzieher gemacht.

6.000-Euro-Bepflanzung für Millionen-Projekt zu teuer

Die veranschlagten 6.000 Euro für die vertraglich vereinbarte Bepflanzung sei der Firma zu teuer, berichtet der Cronenberger FDP-Chef am vergangenen Mittwoch, 14. Mai 2014 gegenüber der CW, sie habe daher von der zugesagten Neubepflanzung Abstand genommen. Hans-Hermann Bock interessiert weniger, was nun aus den bereits bestellten Rankgittern wird. Vielmehr ist der Dörper Liberale sauer, dass die betreffende Firma ihre Verpflichtung nicht einhalten will: Nicht „die Mauer muss weg”, aber „die Mauer muss begrünt werden”, fordert FDP-Vertreter Bock.

Schließlich habe die Bezirksvertretung Cronenberg dem Unterkirchen-Projekt unter anderem nur unter der Auflage zugestimmt, dass gewisse Teile des Außenbereichs begrünt werden – „solche vertraglichen Vereinbarungen sind einzuhalten”, fordert Bock. Insofern will der Vorsitzende der Cronenberger Freidemokraten sich mit der Weigerung nicht zufrieden geben. Zumal: Die diesjährige Wachstumsphase dauert ja auch noch etwas an…