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02.06.2014, 15.25 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Wahl 2014: Cronenberger Bezirksvertretung wird bunter

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Sieben Parteien werden im künftigen Cronenberger Stadtteilparlament vertreten sein. –Grafik: Stadt Wuppertal

Die Bezirksvertretung (BV) Cronenberg bekommt Zuwachs: Nach der Kommunalwahl am vergangenen Sonntag, 25. Mai 2014, werden künftig sieben statt der bislang sechs Parteien im Stadtteilparlament vertreten sein. Neuling in der 15 Sitze zählenden BV ist die „Alternative für Deutschland“ (AfD): Sie erreichte 4,83 Prozent der Stimmen und erhält damit einen Sitz.

In der Tendenz fiel die Cronenberger BV-Wahl wie die Ratswahl aus: Die CDU sackte (minus 4,74 Prozent) auf 34,87 Prozent ab, hatte allerdings auch ein starkes Wahlergebnis zu verteidigen (2009: 39,61%). Dennoch das drittbeste CDU-Ergebnis aller neun BV-Wahlen. Die SPD legte 4,24 Prozent auf 26,57 Prozent zu, kam aber auch von einem schwachen 2009er-Ergebnis (22,33%). Aufgrund ihrer Verluste müssen die Christdemokraten einen Sitz abgeben und werden künftig fünf Bezirksvertreter stellen, während sich die SPD von drei auf vier BV-Sitze verbesserte.

Trotz leichter Verluste (-0,46%) legten die Grünen erneut ein starkes Ergebnis hin: Ihre 18,35 Prozent bedeuten das zweitbeste BV-Ergebnis in ganz Wuppertal und weiter zwei BV-Sitze. Federn lassen mussten die Liberalen: Ein Minus von 2,34 Prozent bedeutet aber immer noch ein (derzeit) achtbares FDP-Ergebnis von 5,09 Prozent und weiterhin einen BV-Vertreter. Ebenso mit einem Sitz im Stadtteilparlament vertreten wird die Linke sein. Sie gewann 1,78% hinzu auf 6,21 Prozentpunkte. Die BV komplettiert die „Wählergemeinschaft für Wuppertal” (WfW), die 0,66% auf 4,08 Prozent zulegte, was ebenfalls einen BV-Sitz bedeutet.

Bleibt Michael-Georg von Wenczowsky Bezirksbürgermeister?

An den Mehrheitsverhältnissen im Stadtteilparlament dürfte die Wahl vom Sonntag kaum etwas verändern: Die CDU könnte zwar mit FDP, WfW und AfD eine knappe Ein-Stimme-Mehrheit schmieden. Ob die Christdemokraten aber auf ein derart buntes Bündnis setzen wollen, darf bezweifelt werden. Zumal in der BV die meisten Entscheidungen zuletzt ohnehin fraktionsübergreifend gefasst wurden, läuft alles darauf hinaus, dass Michael-Georg von Wenczowsky (CDU) in der konstituierenden BV-Sitzung am 25. Juni erneut zum Bezirksbürgermeister und Ursula Abé (SPD) wieder zu seiner Stellvertreterin gewählt wird.

Cronenberger Wahlbeteiligung wieder eine der höchsten in Wuppertal

Übrigens: Mit einer Wahlbeteiligung von 52,17 Prozent lag die Cronenberger BV-Wahl auch diesmal deutlich über dem Wuppertal-Durchschnitt (44,94%). Nach dem Stadtbezirk Uellendahl-Katernberg (55,80 %) gingen die Cronenberger am zweitfleißigsten aller neun Stadtbezirke zur Wahlurne. Genauso verhielt es sich am Sonntag übrigens bei der Ratswahl.