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08.09.2014, 20.30 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Kinderhospiz-Sommerfest: Strahlende Gesichter im Dauerregen

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Das Kinderhospiz-Sommerfest auf Küllenhahn war sehr gut besucht. So kam auch Jung-Fuchs „Foxi“ (mi.) mit "Herrchen" Ralf Niggemeyer an die Kaisereiche – und zwar auf ein „Rendezvous“ mit dem Hospiz-Maskottchen – einem Stofftier-Fuchs – sowie Susanne Wethmar von der Kinderhospiz-Stiftung (li.) und Clown Klärchen.

Das Wetter hätte kaum schlechter sein können: Kühle Temperaturen, immer wieder Regen, phasenweise sogar Donner umrahmten das Sommerfest der Kinderhospiz-Stiftung Bergisches Land. Ein Fallrohr hielt dem Belastungstest nicht stand, sodass einer der Räume des Kinderhospiz-Rohbaus unter Wasser gesetzt wurde – zum Glück, so berichtete Pfarrer Werner Jacken, Pressesprecher des evangelischen Kirchenkreises Wuppertal, gab es keine größeren Schäden. Ebenso glimpflich kam auch das Hospiz-Sommerfest davon: Die Besucher strömten nämlich trotz des Schmuddel-Sonntags zahlreich an die Kaisereiche – die Mienen der Vertreter der Kinderhospiz-Stiftung strahlten daher dennoch, auch wenn am Fest-Himmel Grau in Grau herrschte.

Als hilfreich erwies sich dazu der Baufortschritt bei dem 6,5-Millionen-Projekt: Dass der Rohbau des künftigen Kinderhospizes fertig und die Dächer frisch gedeckt sind, bot die Möglichkeit, das Festgeschehen ins Trockene, sprich in die noch „nackten“, aber regensicheren Räumlichkeiten zu verlegen. Hier wurden Waffeln und Crepes gebacken, Musik gemacht, sorgte Clownin Klärchen für Spaß, während die Helden von Star Wars Dinner „Outpost Wuppertal“ in ihren Kostümen die wohl beliebtesten Foto-Motive des Tages waren.

Großes Interesse: Pausenlos Architekten-Führungen

Apropos: Beliebt waren auch die Architekten-Führungen – pausenlos, so berichtet Kerstin Wülfing, die frisch berufene stellvertretende Kinderhospiz-Leiterin, wurden Interessierte durch die künftigen Räumlichkeiten des Kinderhospizes geführt. Auf viel Anklang stieß auch das Musterzimmer: So bekamen die Besucher ein Gefühl davon, wie es ab Frühjahr 2015 im Inneren des Hospizes aussehen wird. Dass die Beziehung der Menschen in der Region zum werdenden Kinderhospiz „regenfest“ ist, bewiesen ebenso einige „tierische“ Fest-Gäste.

Angebot: Jetzt auch ein lebendiges Fuchs-Maskottchen?

So schauten auch Monika und Rolf Niggemeyer an der Kaisereiche vorbei: Mit dabei hatten sie natürlich ihren Jung-Fuchs „Foxi“, den sie aufnahmen, nachdem er angefahren worden war (die CW berichtete). Das Haaner Ehepaar bot Kersting Wülfing an, nach der Kinderhospiz-Eröffnung im Frühjahr regelmäßig mit „Foxi“ bei den Patienten vorbeizuschauen – dieses Angebot passt zum Kinderhos-piz-Maskottchen – eben einem Fuchs – und wurde daher von den Hospiz-Verantwortlichen freudig aufgenommen. Ebenso bevölkerten auch Pony, Kaninchen oder einige Hunde die Sommerfest-Meile im Rohbau: Birgit Minow stellte ihre Privat-Initiative „Tröstende Tiere im Kinderhospiz Burgholz“ vor, die nach der Eröffnung im Frühjahr 2015 ehrenamtlich ebenso für „tierische“ Kontakte der Hospiz-Gäste sorgen möchte.

Keine Regen-Stimmung: „Richtig fröhliches Fest“

Angesichts dieses Engagements und der vielen Besucher von Jung bis Alt zog Kerstin Wülfing ein rundum positives Fazit des völlig verregneten Festes: Es habe ein ständiges Kommen und Gehen geherrscht, die Shuttle-Busse vom Schulzentrum zur Baustelle seien fast durchweg voll und die Stimmung schön gewesen. Schließlich seien wir ja auch aus dem Bergischen und damit an Regen gewöhnt: „Das war ein richtig fröhliches Fest, alle waren gut gelaunt – das fand ich toll“, freute sich die stellvertretende Leiterin des Kinderhospizes.

Wer das Kinderhospiz unterstützen möchte, erhält mehr Infos unter www.kinderhospiz-burgholz.de, Spenden sind auf das Konto der Kinderhospiz-Stiftung Bergisches Land mit der Nummer 979 997 bei der Stadtsparkasse Wuppertal (BLZ 330 500 00) willkommen.

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