Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

10.09.2014, 12.50 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

BV-Sitzung: Verkaufsoffene Sonntage und Ehrung von Nazi-Opfern

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Die Mitglieder des Cronenberger Stadtteilparlaments kommen zu ihrer ersten Sitzung nach der Sommerpause zusammen.

Mit den unterschiedlichsten Themen wird sich die Bezirksvertretung (BV) Cronenberg am heutigen Mittwoch, 10. September 2014, in ihrer ersten Sitzung nach der Sommerpause beschäftigen.

In der Aula der ehemaligen Hauptschule an der Berghauser Straße 45 befasst sich das Dörper Stadtteilparlament ab 19 Uhr unter anderem mit familienfreundlichen Betreuungszeiten in den Schulbezirksgrenzen, den Erweiterungen und Teilerneuerungen an Lichtzeichenanlagen, der Fällung von Einzelbäumen, der Freigabe von quotierten Mitteln für die Grundschulen oder auch dem Stadtwerke-Maßnahmenkatalog zur Stadtentwässerung.

Ebenso BV-Thema wird ein SPD-Antrag sein: Nachdem die Werbegemeinschaft „Wir in Cronenberg“ ihre Auflösung beschlossen hat (die CW berichtete), möchte die SPD nun die Bezirksvertretung zumindest etwas in die Pflicht nehmen. Zur heutigen BV-Sitzung haben die Dörper Sozialdemokraten einen Antrag eingebracht, der noch für den September einen Runden Tisch vorschlägt. Ziel der Zusammenkunft von Stadtteilparlament und Dörper Einzelhandel soll sein, dass es auch zukünftig verkaufsoffene Sonntage „em Dorpe“ geben kann.

Zudem wird sich das Stadtteilparlament mit einem “Bürgerantrag” des Vereins „Spurensuche – NS-Geschichte in Wuppertal“ beschäftigen. Bereits zweimal wurde in den vergangenen Jahren bereits beantragt, die 30 von den Nazis im Frühjahr 1945 im Burgholz ermordeten russischen Zwangsarbeiter zu würdigen. Nun ersucht “Spurensuche” erneut darum, die Massaker-Opfer zu würdigen – und zwar mit einer Straßenbenennung nach Helena Matrosowa, dem einzig namentlich bekannten Opfer der Gräuel-Tat. „Die Erinnerung an die Zwangsarbeit während der Naziherrschaft sollte auch im öffentlichen Raum sichtbar sein“, begründet „Spurensuche“ seinen Antrag.

Zuhörer sind zum öffentlichen Teil der BV-Sitzung zugelassen.