01.10.2014, 09.31 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Sponsoren-Wanderung fürs Kinderhospiz endete mit Tränchen

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Zita Höschen (3.v.l.) wurde auf dem Spielplatzfest Küllenhahn, dem Ziel der 2. Sponsoren-Wanderung, von Vertretern aller vier Cronenberger Bürgervereine sowie Bezirksbürgermeisterin Ursula Abé (3.v.r.) verabschiedet.

Zum Abschluss der 2. Sponsoren-Wanderung zugunsten der Kinderhospiz-Stiftung Bergisch Land flossen ein paar Tränchen. Nicht aber, weil die Teilnehmer erleichtert waren, die Zwölf-Kilometer-Distanz von Sudberg nach Küllenhahn am Sonntag, 21. September 2014, geschafft zu haben. Es waren vielmehr Tränchen der Rührung bei Zita Höschen: Die Fundraiserin der Kinderhospiz-Stiftung wurde von den vier Cronenberger Bürgerverereinen mit Blumen und Präsenten verabschiedet.

Wie berichtet, wechselt Zita Hoeschen Ende September zum Landschaftsverband Westfalen-Lippe. In den vergangenen Jahren wurde sie als unermüdliche Spendensammlerin auf zahllosen Veranstaltungen und bei zahlreichen Spendenübergaben zum „Gesicht” des Kinderhospiz-Projekts an der Kaisereiche.
War es das zunächst regnerisch-kühle Wetter oder war die Euphorie der Erstauflage im Jahre 2012 etwas verflogen? – Bei der Zweitauflage der Sponsoren-Wanderung der vier Cronenberger Bürgervereine CHBV, BHC, Sudbürger und Küllenhahn schnürten diesmal nur rund 20 Teilnehmer die Wanderschuhe.

Wandern für den guten Zweck: „Das ist eine kreative Sache“

Zumal der gute Zweck auch diesmal im Vordergrund stand, hatten die Sponsoren-Wanderer aber dennoch ihren Spaß: „Das war wirklich schön”, stellten Bezirksbürgermeisterin Ursula Abé, CHBV-Vorsitzender Rolf Tesche, Grünen-Ratsherr Peter Vorsteher oder auch Zita Höschen unsisono fest, bevor sie von der Station Natur und Umwelt aus auf die Schlussetappe gingen. Brigitte Sonnenschein freute sich über die Kombination aus Wandern und Helfen: „Das ist eine kreative Sache.“

Man habe entlang der Strecke zudem Wege und Winkel kennen gelernt, die man zuvor noch nicht gekannt habe, hieß es selbst von dem passionierten Wanderer Peter Vorsteher oder auch von Kerstin Wülfing, der Nachfolgerin von Zita Höschen und stellvertretenden Leiterin des zukünftigen Kinderhospizes; CHBV-Chef Rolf Tesche habe die Tour zudem mit zahlreichen Infos und Anekdoten aus Geschichte und Gegenwart mit Leben gefüllt: „Es gibt einiges zu entdecken“, befand so auch Udo Drees aus Sprockhövel: „Und das konnte man heute vertiefen.“

Schweißtreibend: Schritttempo wie mit OB Peter Jung

Zumal bei der bewegten Aktion fürs Kinderhospiz nicht geschlendert wurde: Zwar war OB Peter Jung diesmal nicht mit von der Partie, „das Tempo war aber ähnlich“, lachte Bürgermeisterin Abé, und Thomas Graap, der zum zweiten Mal dabei war, stimmte zu: „Das war ein guter Schritt.“ Insofern erreichte Anneliese Füssel die Station auch ziemlich nass, das sei aber dem Regen und der Schwüle geschuldet, versicherte Füssel: „Die erste Etappe war schwierig – jetzt bin ich eingelaufen.“ Gestärkt durch Wasser und Bananen, welche Rolf Neubüser und Edwin Markert vom Bürgerverein Hahnerberg-Cronenfeld an der Umwelstation gereicht hatten, gingen Anneliese Füssel und ihre Mitwanderer „locker“ auf die Schlussetappe, schließlich warteten am Ziel in Küllenhahn Grillwurst und Waffeln.

Auf dem Spielplatzfest des dortigen Bürgervereins endete die Sponsoren-Wanderung 2014 gemütlich. Und emotional: Zita Höschen wurde auf ihre sonntägliche Schluss-Etappe nach Hause nicht entlassen, ohne zuvor diverse Male herzlich umarmt worden zu sein: „Eigene Abschiede kann ich nicht gut ertragen“, zeigte sich die scheidende Caritas-Mitarbeiterin gerührt. Das Kinderhospiz-Projekt habe nicht zuletzt in Cronenberg bewiesen, „dass bei einem guten Thema ganz viele Menschen zu gewinnen sind“.

Erlös und Kinderhospiz-Spenden

Wie die Sponsoren-Wanderung in Zahlen ausgefallen ist, wird sich erst in ein paar Wochen zeigen: Bis zum 31. Oktober 2014 müssen die Spenden-Zusagen bei der Kinderhospiz-Stiftung eingereicht werden. Wichtig: Das Stichwort „Die Cronenberger wandern” nicht vergessen. Wer weder mitgewandert noch ein Sponsor ist, kann das Kinderhospiz immerzu mit einer Spende an die Kinderhospiz-Stiftung Bergisches Land, Konto 97 99 97 bei der Stadtsparkasse Wuppertal (BLZ: 330 500 00) unterstützen. Mehr Infos auch unter www.kinderhospiz-burgholz.de.

Fotos: Marcus Müller / Meinhard Koke

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