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15.10.2014, 12.18 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

„Burgholz-Massaker“: MdL Neumann unterstützt BV-Resolution

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Derzeit erinnert am ehemaligen Schießstand im Burgholz lediglich ein verblichenes Schild an das grausame Massaker, das hier in den letzten Kriegstagen 1945 verübt wurde. -Foto: Archiv

Wie die CW berichtete, votierte die Bezirksvertretung (BV) Cronenberg in ihrer September-Sitzung einstimmig dafür, einen Weg im Staatsforst Burgholz nach Helena Matrosowa zu benennen. Die Lehrerin aus der heutigen Ukraine ist das einzige namentlich bekannte Opfer eines Massakers, welches von Polizei und Gestapo in den letzten Kriegswochen 1945 auf dem damaligen Polizeischießplatz im Burgholz verübt wurde. 30 Zwangsarbeiter aus der damaligen Sowjetunion wurden dabei hingerichtet.

Da der zu benennende Waldweg westlich des „Zimmerplatzes“ auf Küllenhahn hoheitlich in die Zuständigkeit des Landesbetriebes Wald und Holz NRW fällt, hat sich nun der Cronenberger Landtagsabgeordnete Josef Neumann in die Bemühungen des Cronenberger Stadtteilparlamentes und des Vereins „Spurensuche – NS-Geschichte in Wuppertal“ eingeschaltet.

„Ich unterstütze mit ganzem Nachdruck dieses Ansinnen und wäre Ihnen dankbar, wenn Sie diesem Begehren stattgeben würden“, schreibt Josef Neumann in seinem Brief an den Leiter des Landesbetriebes in Münster: „Es wäre ein Zeichen einer aktiven Erinnerungskultur, die mit wachsender zeitlicher Distanz zum Geschehen umso notwendiger wird.“