Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

28.10.2014, 17.42 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

„DASDA“: Geli Schulze lädt Kreative „em Dorpe“ ein

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Freut sich, wenn viele Kunstinteressierte aus dem CW-Land den Weg zu ihr ins „DASDA“ finden: Künstlerin und Kunstpädagogin Geli Schulze ist neu „im Dorf“.

„Das da“, so erklärt Geli Schulze, sind die zwei Worte, mit denen Kinder sagen, was sie haben möchten. Ähnlich verhält sich das mit der Atelier-Werkstatt, welche die Künstlerin in der Kemmannstraße 8 eröffnet hat: Die Angebote von „DASDA“ richten sich zwar nicht an Kinder – Jugendliche ab 17 Jahren und Erwachsene haben bei Geli Schulze aber auch die freie Auswahl. Ob Gestaltungskurse, Malen, Zeichnen oder experimentelle Techniken – wer sich künstlerisch versuchen beziehungsweise sein Können weiter entwickeln möchte, kann das im „DASDA“ ganz nach den eigenen Vorstellungen.

„Interessierte müssen keine Berührungsängste haben“, verspricht Geli Schulze: „Ich lasse meinen Teilnehmern alle Freiräume“. Ergebnis: Ob „Offenes Atelier“, Aktzeichnen, Workshops oder auch die Mappenvorbereitungskurse  – alle „DASDA“-Kurse sind offen, auch im Hinblick auf das künstlerische Können des jeweiligen Interessierten, ein Einstieg ist jederzeit möglich: „Ich mache sozusagen Einzelunterricht in den Gruppen – ich hole jeden da ab, wo er ist“, erläutert Geli Schulze. Nicht umsonst, so fügt die 47-Jährige an, habe sie Kunstpädagogik studiert: „Zu unterrichten ist mir ein Anliegen.“

Malen, Zeichnen,Videos, Installationen: „Ich probiere mich selbst gerne aus…“

Die gebürtige Berlinerin ist vielseitig, als „einen Bauchladen“ bezeichnet sie ihre Qualifikationen: Geli Schulze ist Kunst-, Gestaltungs- und Medienpädagogin, sie ist seit der Studienzeit künstlerisch tätig und betreut unter anderem auch inklusive Projekte, so zum Beispiel Schwarzlicht-Theater oder auch Näh-Projekte. Unter anderem unterrichtete die 47-Jährige am Lehrstuhl für Kunst und Design der Universität Wuppertal, ihre Arbeiten als Malerin und Zeichnerin zeigte sie bislang ebenso in der Backstubengalerie und dem Museum Baden wie im Remscheider Werkzeugmuseum, der Brotfabrik in Bonn und sogar in Korea. Nicht zuletzt war Geli Schulze auch bei der „Videonale“ im Kunstmuseum Bonn zu sehen – Fotos, Installationen oder eben Videos zählen auch zum künstlerischen „Bauchladen“ der Remscheiderin… „Ich lege mich nicht fest und probiere mich gerne aus“, erklärt Schulze.

Nachdem sie mit ihrer Atelier-Werkstatt in den vergangenen zehn Jahren in einer ehemaligen Schmiede zu Hause war, ist auch das neue Domizil in der Kemmannstraße so etwas wie eine „Probe“. „Ich will mit meiner Kunst und meinen Angeboten nicht ins Hinterhaus“, erklärt Geli Schulze, warum es sie in die Dörper Ortsmitte und damit ins Zentrum des Bergischen Städtedreiecks gezogen hat und man ihr durchs Schaufenster – vielleicht abgesehen von den Aktzeichnen-Kursen – ganz offen über die Schulter schauen kann: „Ich möchte mit meiner Kunst rein ins Leben und mich öffnen zu den Menschen – Cronenberg hat alles, was ich brauche. Ich find’s prima hier.“

„DASDA“: Infos, Kontakt & Kurse

Wer Geli Schulze und ihre neue Atelier-Werkstatt „DASDA” in der Kemmannstraße 8 kennen lernen möchte, erfährt mehr zu den einzelnen Angeboten unter Telefon 0202 / 698 373 84 und unter www.dasplusda.wordpress.com. Übrigens: In Kürze starten neue Mappenvorbereitungskurse – angehende Studenten der Fachrichtungen Design, Architektur, Kunstpädagogik oder freie Kunst sind daher aktuell ebenso im „DASDA” herzlich willkommen.