Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

29.10.2014, 11.05 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

„Siehst du mich?“ Polizei-Aktion zur dunklen Jahreszeit

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Weil sich die Autofahrer auf der „Crone“ am Aktionstag „anständig“ verhielten, hatten die Kinder der Städtischen Tageseinrichtung Carl-Schurz-Straße vor allem Dankeschön-Herzen zu verteilen.

Die Tage werden kürzer – die sogenannte „dunkle Jahreszeit“ hat begonnen. Das bedeutet auch: Kinder sind in der morgendlichen Dunkelheit auf dem Weg zum Kindergarten oder zur Schule für Autofahrer (noch) schlechter zu sehen. Zumal sie Verkehrssituationen auch nicht richtig einschätzen können, ist in Herbst und Winter also eine erhöhte Aufmerksamkeit gefordert.

Um diese warb die Polizei in der vergangenen Woche: Pünktlich zum Schulbeginn nach den Herbstferien führten die Ordnungshüter auch an der Cronenberger Straße ihre Aktion „Siehst du mich?“ durch. Dass Sehen und gesehen werden überlebenswichtig auf den Straßen im Bergischen ist, verdeutlicht die Polizei-Statistik: Im vergangenen Jahr verunglückten 213 Kinder im Straßenverkehr im Städtedreieck, 99 Kinder davon waren als Fußgänger unterwegs.

Die Auswertung der Kinderunfälle zeigt auch: Kinder sind im Straßenverkehr häufig überfordert – trotz Sichthindernissen betreten sie zum Beispiel zwischen parkenden Fahrzeugen plötzlich die Fahrbahn. Im Rahmen der Aktionswoche in Wuppertal, Remscheid und Solingen tat sich die Polizei daher auch diesmal mit Kindertagesstätten und Grundschulen zusammen, um das Bewusstsein der Kinder, aber auch der Autofahrer zu schärfen und so das Unfallrisiko zu mindern.

Begleitet vom obersten Verkehrshüter im Städtedreieck, Polizeioberrat Ernst Adam, Leiter der Direktion Verkehr, rückten Verkehrsicherheitsberater der Polizei auch in die obere Südstadt aus: In Zusammenarbeit mit der städtischen Kindertagesstätte Carl-Schurz-Straße wurden am Dienstag zunächst an der Cronenberger Straße Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Dabei waren zwar nach Worten von Michael Bartsch, dem Leiter der Verkehrsunfallprävention, sowie Polizei-Hauptkommissar Rainer Feller kaum Autofahrer zu schnell unterwegs.

Dennoch gingen häufig die Stopp-Kellen der Polizei raus: Die Autofahrer wurden angehalten und von den Kindern der Südstädter KiTa zu verantwortungsbewusster Fahrweise angeregt. Von den bereit gehaltenen Zitronen für Temposünder blieben die meisten indes übrig, dafür wurden an diesem Morgen jede Menge Herzen überreicht – als ein Dank der Kinder an die Fahrzeugführer, die im Limit unterwegs waren…