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26.01.2015, 16.05 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Fast einstimmig nominiert: Andreas Mucke tritt gegen OB Jung an

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Nachdem in den letzten 19 Jahren Cronenberger die Geschicke der Stadt lenkten, will mit Andreas Mucke (re.) nun ein gebürtiger Südstädter Oberbürgermeister werden. Links im Bild übrigens Dr. Hans Kremendahl, der bis 2004 Wuppertaler OB war und dann von Amtsinhaber Peter Jung abgelöst wurde. -Foto: Jakob Steffen

Mit überwältigender Zustimmung stellte die SPD Wuppertal Andreas Mucke als ihren Kandidaten für die Oberbürgermeister-Wahl am 13. September 2015 auf: Für Mucke stimmten am vergangenen Samstag, 24. Januar 2015, 92 von 94 Anwesenden. Andreas Mucke bedankte sich ein wenig gerührt für den deutlichen Vertrauensbeweis.

Der SPD-Herausforderer vom Amtsinhaber Peter Jung ist im CW-Land kein Unbekannter: Andreas Mucke wurde in der Südstadt geboren und ist seit langem Vorsitzender des Südstädter SPD-Ortsvereins. Bis zu seinem Ausscheiden vertrat Mucke den Wahlkreis Friedrichsberg im Wuppertaler Stadtrat. Zudem hat sich Mucke, der derzeit Geschäftsführer der Wuppertaler Quartiers-Entwicklungsgesellschaft ist, in der Stadt auch auf der Bühne einen Namen gemacht: An der Seite des heutigen Sozialdezernenten Dr. Stefan Kühn machte Mucke in dem Duo „Don Promillo & Peperoni“ elf Jahre lang Musik-Kabarett. Im TiC-Theater ist der 48-Jährige seit eingen Jahren wieder auf der Bühne zu erleben. Zuletzt spielte Mucke eine der beiden Hauptrollen in dem TiC-Hit „Ziemlich beste Freunde“.

In seiner Parteitagsrede äußerte sich Wuppertals SPD-Chef Dietmar Bell, der bei der letzten Oberbürgermeisterwahl gegen OB Peter Jung scheiterte, optimistisch: „Andreas Mucke will und kann Oberbürgermeister!“ Muckes Chancen stünden gut, denn eine Wechselstimmung in Wuppertal sei nach dem Kommunikationsdesaster rund um den Döppersberg oder einem fehlenden Programm von OB Jung spürbar, so SPD-Chef Bell weiter. „Der Wahlkampf hat begonnen“, verkündete derweil Andreas Mucke. Er stehe für ein besseres, gerechteres und solidarisches Wuppertal.

Der 48-Jährige sagte weiter, dass er als ausgewiesener Quartiers-Entwickler die Schwächen und Stärken der Stadt kenne. Diese offensiv zu vermarkten bezeichnete Mucke als eines seiner besonderen Anliegen. Als politische Kerninhalte bezeichnete der SPD-Kandidat die Mobilitäts-, Umwelt- und Kulturpolitik, vor allem aber die Sozial- und Bildungspolitik. Als Ziele benannte Mucke den weiteren Ausbau der U3-Betreuung, die Einführung einer „Familien-Kulturkarte“, mehr Hilfen für von Armut bedrohte Familien und Kinder sowie mehr Sprachförderung für Migranten. Zudem will der SPD-Herausforderer das Handwerk sowie den Klima- und Umweltstandort Wuppertal stärken und sich für den Wiederaufbau eines Drei-Sparten-Theaters stark machen.