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16.03.2015, 18.43 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Cronenfeld: Flüchtlingswohnheim im Belzer-Gebäude?

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Gähnende Leere herrscht seit 2004 weitestgehend in den Räumlichkeiten des ehemaligen Belzer-Geländes an der Hastener Straße. - Foto: Archiv

Das Thema „Flüchtlinge“ ist seit Monaten bundesweit in den Schlagzeilen und nun erreicht es auch Cronenberg. Aufgrund des großen Zustroms auch nach Wuppertal hat das städtische Ressort Zuwanderung das seit Jahren leerstehende Belzer-Gebäude für die Unterbringung von Flüchtlingen ins Visier genommen.

Für dieses Jahr rechnet die Stadt damit, dass bis zu 2.500 Flüchtlinge nach Wuppertal kommen, berichtete Sprecherin Ulrike Schmidt-Keßler. Um die Menschen unterbringen zu können, startete die Stadt nicht nur einen Aufruf an private Hausbesitzer, freie Wohnungen zur Verfügung zu stellen. Auch die städtischen Immobilien werden verstärkt darauf abgeklopft, ob sie zur Unterbringung von Flüchtlingen geeignet sind.

Die Stadt steht unter Druck: Sonst, so erläutert Stadt-Sprecherin Schmidt-Keßler, ebbt der Flüchtlingsstrom in den Monaten Januar/Februar ab. Diesmal seien so viele ins Tal gekommen wie sonst im zuzugsstarken Monat September: „Daher wird alles geprüft, was möglich ist“, erläuterte Ulrike Schmidt-Keßler. Und dazu zählt auch das Belzer-Gelände: Seit die Firma Sandvik Belzer hier 2004 auszog, steht das stattliche Bürogebäude an der Hastener Straße leer – inklusive Kantine mit Kegelbahn. Bis zu 150 Menschen könnten im Belzer-Gebäude vorübergehend eine Bleibe finden, „größer soll das Übergangsheim nicht werden, weil die Qualität der Unterbringung sonst leidet“, erklärte Pressesprecherin Schmidt-Keßler weiter.

Bis ins Belzer-Gebäude Flüchtlinge einziehen, wird es allerdings noch dauern: Nach Auskunft von Hans-Jürgen Lemmer, dem Leiter des Ressorts Zuwanderung und Integration, laufen noch die Planungen für Umbauten, die in den Sanitäranlagen notwendig sind. Zudem müssten auf jeder Etage Kochmöglichkeiten geschaffen werden: „Wir reden eher über Monate“, so Ressortleiter Lemmer zur Frage, wann die Notaufnahme an der Hastener Straße an den Start gehen könnte.