Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

14.04.2015, 15.51 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Warnstreik: Morgen bleiben wieder viele KiTas zu

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Nachdem die dritte Verhandlungsrunde im Sozial- und Erziehungsdienst gescheitert ist, ruft die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di rund 10.000 Beschäftigte in ganz NRW am morgigen Mittwoch, 15. April 2015, zum erneuten Warnstreik auf. Wegen des Streiks werden auch im Bezirk Wuppertal-Niederberg hunderte kommunale Kitas, Kinder- und Jugendheime, Beratungsstellen sowie Werkstätten und Wohnheime für behinderte Menschen ganztägig geschlossen bleiben. Die betroffenen Eltern wurden nach ver.di-Angaben im Vorfeld rechtzeitig informiert.

ver.di fordert von der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) für die rund 240.000 Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst eine Einstufung in höhere Entgeltgruppen. Die ver.di-Forderungen entsprechen Einkommensverbesserungen von durchschnittlich zehn Prozent. „Die Arbeitgeber sind nicht auf uns zugekommen“, kommentiert Daniel Kolle, Geschäftsführer im ver.di-Bezirk Wuppertal-Niederberg, das Scheitern der jüngsten Verhandlungen: „Stattdessen versuchen sie durch Taschenspielertricks die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst gegeneinander auszuspielen und die Belegschaft zu spalten.“

Im Zuge des Warnstreiks wird es eine zentrale Kundgebung in Dortmund geben, zu der allein 500 Streikende aus dem Bezirk Wuppertal-Niederberg auf dem Friedensplatz in Dortmund erwartet werden. Ab 11 Uhr wird hier auch der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske sprechen. Die nächste Verhandlungsrunde in dem Tarifstreit ist für den kommenden Donnerstag in Hannover angesetzt.