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21.04.2015, 16.50 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Kinderhospiz: Verdoppelungs-Aktion war gelungener Startschuss

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Einmal mehr halfen auch die Cronenberger Bürgervereine dem Kinderhospiz: Am Eröffnunstag sagte Michael Ludwig, der Vorsitzende des Bürgervereins Küllenhahn (re.), dem Pressesprecher des Kirchenkreises Wuppertal, Werner Jacken, namens der AG „Die Cronenberger“ der vier Dörper Bürgervereine im Rahmen der Verdoppelungsaktion eine Spende in Höhe von 1.700 Euro zu. -Foto: Archiv

Das neue Kinderhospiz Burgholz darf sich über ein nachträgliches Präsent zur Einweihung freuen: Im Rahmen der Verdoppelungsaktion, welche die Bethe-Stiftung anlässlich der Eröffnung am 21. März 2015 auflegte (die CW berichtete), kamen stolze 74.109,75 Euro zusammen.

„Somit ist für uns ein erster Schritt gemacht, den Bedarf von bis zu 900 000 Euro pro Jahr zu decken“, freut sich Kerstin Wülfing, die Geschäftsführerin der Kinderhospiz-Stiftung, über das Ergebnis der Spenden-Aktion: „Das haben wir natürlich nur den Spendern zu verdanken“, unterstreicht Wülfing ihren herzlichen Dank an alle, die das Kinderhospiz im Rahmen der Verdoppelungsaktion unterstützt haben.

Da die Bethe-Stiftung die Verdopplung bis zu einem Spenden-Gesamtbetrag von 50. 000 Euro zugesagt hatte, kann sich die Einrichtung an der Kaisereiche nun darüber freuen, dass summa summarum rund 124.000 Euro zur Deckung der laufenden Kosten durch die Eröffnungsaktion zusammen kamen.

Nach der Eröffnung: Nur die erste Etappe ist geschafft

Und das erste ökumenische Kinderhospiz Deutschlands benötigt auch weiterhin Unterstützung. Ein vielfach zu hörender Satz lautet zwar: „Das Kinderhospiz steht, jetzt sind mal wieder andere dran.“ Aber: Mit der Einweihung ist nur eine Etappe geschafft, das Küllenhahner Haus ist permanent auf Spende angewiesen. Ein wesentlicher Grund: Die Krankenkassen tragen nur einen Teil der tatsächlichen Aufenthaltskosten der schwerstkranken Kinder, für die Begleitung und Arbeit mit den Angehörigen geben die Kostenträger sogar überhaupt keinen Euro.

„Familien, die Hilfe benötigen, sollen sie bekommen“, unterstrich Kinderhospiz-Leiterin Merle Fells zur Eröffnung, dass man die Angehörigen dennoch nicht allein lassen wolle – auch wenn das ein strukturelles Defizit in der Kinderhospiz-Kasse bedeutet: „Es ist auch unser Ziel, die Familien zu stärken“, so Fundraiserin Kerstin Wülfing. Die wirtschaftliche Konsequenz der ganzheitlichen Ausrichtung des ökumenischen Hauses erklärte Caritas-Direktor Christoph Humburg so: „Wir werden auf Dauer einen hohen sechsstelligen Bedarf für die laufende Arbeit haben.“

Pro Jahr werden bis zu 900.000 Euro benötigt
Je nach Auslastung der zehn Hospiz-Plätze an der Kaisereiche und der Höhe der Pflegesätze, welche die Kostenträger bewilligen, rechnet die gemeinnützige Kinderhaus Burgholz GmbH als Betreiber des Kinderhospizes daher mit einer jährlichen Deckungslücke von bis zu 900.000 Euro. Soll heißen: Auch wenn schon viel dafür getan wurde, auch wenn das Kinderhospiz Burgholz nun eröffnet ist – die Spendenfreudigkeit für das ökumenische Haus darf nicht nachlassen.

Wer die Kinderhospiz-Stiftung Bergisches Land daher auch weiterhin unterstützen möchte, kann auf das Konto 97 99 97 bei der Stadtsparkasse Wuppertal (BLZ: 330 500 00) spenden. Mehr Infos auch unter www.kinderhospiz-burgholz.de.