Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

27.05.2015, 15.29 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

„Wille-Villa“: Keine „Cronenresidenz“, aber dafür Firmensitz

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Ziemlich genau ein Jahr ist es her, da wurden die Pläne für eine hochwertige Senioren-Wohngemeinschaft in der Herichhauser Straße 30 vorgestellt: Die Asfahl Unternehmensgruppe wollte die 1912 für den Fabrikanten Eduard Wille jun. erbaute, denkmalgeschützte Villa barrierefrei umgestalten und auf insgesamt 800 Quadratmeter exklusive Wohnbereiche für betuchte Senioren einrichten – „Individuelles Wohnen bis zuletzt mit Rund-um-sorglos-Paket“ sollte bei der „Cronenresidenz“ die Devise lauten (die CW berichtete seinerzeit).

Nun hat Investor Jürgen Asfahl die Pläne für die „Wille-Villa“ ad acta gelegt: Zwar sei man noch immer von dem Konzept der Senioren-WG in der repräsentativen Villa überzeugt. Die Nachfrage sei sogar so groß gewesen, dass man Interessenten auf eine Warteliste setzen musste. Wie die Unternehmensgruppe mitteilt, hätten aber „in den letzten Wochen völlig unerwartete Auflagen der Denkmal- und Baubehörde die Kostenprognosen geradezu explodieren lassen“: Daher hat sich Asfahl dazu entschlossen, „unser Kozept für Cronenberg nicht zu realisieren“.

Statt Senioren wird nun die Unternehmensgruppe Asfahl selbst an der Herichhauser Straße 30 einziehen und von Cronenberg aus ihre Geschäfte in Deutschland, Portugal sowie Marokko lenken. Jüngst erwarb die Firma die ehemalige Lukas-Kirche, in der – neben einer Kindertanzschule und einem Graphik-Künstler  – auch eine Tochterfirma einzog: die alteingesessene ADTV-Tanzschule Asfahl. Damit soll die frühere Kirche zu einer Event-Lokation in Wuppertal werden – „es gibt also auch in Wuppertal viel für uns zu tun“, heißt es in der Asfahl-Pressemitteilung.