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02.06.2015, 12.22 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

RSC Cronenberg: Löwen-Quartett sagte mit Pokalsieg „Servus“

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Hängten mit dem „Pott“ als krönendem Abschluss ihre Rollschuhe an den berühmten Nagel: Jens Behrendt, Martin Schmahl, Sebastian Wilk und Mark Wochnik. – Foto: Marcus Müller

Ein krönender Abschluss war der Gewinn des deutschen Rollhockey-Pokals 2015 (die CW berichtete) für Mark Wochnik, Jens Behrendt, Martin Schmahl und Sebastian Wilk sowie Björn Siebel: Das Quintett der Löwen des RSC Cronenberg beendete mit den Pokalfinals seine Karrieren und hängte die Rollhockey-Schuhe an den Nagel.

Die altgedientesten Recken bei den Grün-Weißen waren Martin Schmahl und RSC-Kapitän Mark Wochnik. „Schmahlo“ sammelte in seinen Löwen-Jahren acht Meistertitel und sieben Pokalsiege, zudem gewann Martin Schmahl bei der Junioren-EM 1994 Bronze und nahm an den Worldgames in Japan teil. Im Dress der RESG Walsum errang der Cronenberger zudem einen weiteren Pokalsieg. Mit 14 Titeln trat Mark Wochnik ab: Der Leit-Löwe und vielfache Nationalspieler errang mit dem RSC sieben Meisterschaften und sechs Pokalsiege, bei seinem Auslandsgastspiel wurde „Wilson“ Wochnik zudem mit St. Omer französischer Meister.

Mit einer eindrucksvollen Bilanz legte auch Ex-Nationalspieler Jens Behrendt den Rollhockey-Schläger zur Seite: Der große Blonde, seit seinem Frankreich-Gastspiel „Jean-Jean“ genannt, stockte seine Sammlung mit dem Pokalerfolg vom Wochenende auf stolze neun Titel auf, davon drei mit St. Omer. Dass RSC-Keeper Basti Wilk aus Remscheid nach Cronenberg wechselte, um als Deutschlands bester Keeper auch einmal nationale Erfolge festhalten zu können, zahlte sich für den 32-Jährigen aus: Der Klasse-Keeper schaffte mit seinen Löwen fünf Titel, darunter drei Meisterschaften.

Last but not least sagte mit Björn Siebel ein weiteres Urgestein der Grün-Weißen „Servus“: Das RSC-Eigengewächs war zunächst als Torhüter für die Cronenberger aktiv und trug bei der U20-Europameisterschaft sogar den Adler auf der Brust. Zur Jahrtausendwende wechselte Siebel vom Kasten auf die Bank und betreute die RSC-Löwen seitdem als Team-Manager. Zudem agierte der 32-Jährige bei der Rollhockey-WM in Argentinien als deutscher Delegationsleiter. Schließlich ist Siebel mehrsprachig und kontaktfreudig, sodass der Bankkaufmann auch die Auslandsauftritte der Löwen im CERS-Cup oder in der Champions League „managte“.

Und Björn Siebel war auch zur Stelle, wenn es während des Spiels „Schweißpfützen“ auf der Bahn aufzuwischen galt – oder auch Regennässe, als das Dach der Henckels-Halle leckte. Wenn Siebel mit seinem Wischer über die Bahn fegte, machte das dem RSC-Anhang viel Spaß – zumal die Siebel-Auftritte mit dem Lied „Das bisschen Haushalt“ gebührend flankiert wurden. Ebenso wie die Auftritte von Basti Wilk, „Jean-Jean“ Behrendt, „Schmahlo“ Schmahl und„Wilson“ Wochnik werden die Löwen-Fans auch die „Aufwisch-Szenen“ von Björn Siebel vermissen.

„Ob sie von anderen Vereinen zu uns kamen oder Eigengewächse sind, unser großer Dank gilt allen“, sagte RSC-Präsident Peter Stroucken: „Sie gehören voll und ganz zur RSC-Familie.“ Und der eine oder andere bleibt jenseits der Bahn vielleicht aktiv…

Wer das RSC-Quintett noch einmal in Aktion erleben möchte – eine Galerie mit zahlreichen Fotos vom Pokal-Wochenende findet sich hier.